The lover of mystical beings

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema, welches 7.430 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. April 2021 um 16:43) ist von Traumschwingen.

  • Hallo allerseits.

    Das ist meine erste Geschichte auf dieser Website. Nur schon einmal als Vorwahnung: In meiner Geschichte kommen sexuelle Inhalte zwischen zwei Männern vor.

    Ich schreibe meine Geschichten aus reinem Spaß, deshalb muss nicht alles perfekt sein. Trotzdem bin ich für Verbesserungswünsche offen, werde aber nichts an meinen Charakteren und meinem Schreibstil ändern. Zum Titel: Mein Geschichte wird auf Deutsch sein, der englische Titel hat was mit meinem Geschmack zu tun. Ich finde, dass hört sich schöner an, als wenn der Titel auf deutsch wäre. Das wärs erst einmal.

    Viel Spaß beim Lesen:)


    The lover of mystical beings

    Prolog

    Ich rannte. Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldbodens. Äste und einzelne Steine schnitten sich schmerzhaft in meine Fußsohlen, während ich weiterhin über morsche Baumstämme sprang. Der Schmerz war wie ein Messer, das sich zunehmend tiefer in meine bloße Haut bohrte und mich bei Bewusstsein hielt. Trotzem durfte ich auf gar keinen Fall stehen bleiben! Anson... ich wollte nicht einmal herausfinden, was dann passierte. Der Geruch von Blut und Schweiß vermischte sich und stieg mir unangenehm in die Nase. Noch nie in meinem Leben hatte ich mich dermaßen schlecht gefühlt. Mit jeder weiteren Sekunde hämmerte mein Herz stärker gegen meine Brust. Ich glaubte sogar, dass es bald zu explodieren drohte. Plötzlich fing meine Haut furchtbar an zu glühen, als stünde ich mitten in einer lodernden Flamme. Quälend zeriss ich mein Oberteil, um überhaupt noch Luft zu bekommen. Einzelne Strähnen meines schneeweißen durchschwitzten Haares raufte ich mir aus, um nicht vollkommen von den Qualen in den Wahnsinn getrieben. Doch auch das war vergeblich. Der Schmerz saß tief in meinem Inneren und wurde zunehmend schlimmer.

    Was zur Hölle war bloß mit mir los?

    Wieso hatte ich Angst davor, stehen zu bleiben?

    Meine innere Stimme belastete meinen ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogenen Körper noch mehr. Ich wusste keine Antworten auf diese Fragen, bezweifelte sogar, dass diese mir überhaupt weiterhelfen konnten. Tränen bildeten sich langsam in meinen Augen. Es kostete mich einiges an Willenskraft nicht sofort zusammenzubrechen.

    Wieso musste es soweit kommen?

    Was habe ich getan, um dieses Leid zu verdienen?

    Verzweifelt stützte ich mich an einem Baumstamm ab, um Luft zu holen. Doch auch dies war nur von kurzer Dauer, denn das seltsame unwohle Gefühl breitete sich wieder in meinem Herzen aus und ließ mir keine Ruhe. Obwohl meine Lungen fürchterlich brannten und meine Füße bluteten, fing ich wieder an zu rennen. Nur nicht stehen bleiben! Die Hoffnung, das alles sei nur ein Albtraum, war schon längst erloschen. Zurück blieb nur Angst, Verzweiflung und pure Dunkelheit. Der Mond schien nur schwach durch die Baumkronen des Waldes, weshalb es schwer war, den Boden zu erkennen. Aber selbst dies war mir vollkommen egal. Erst als ich über eine dicke Wurzel stolperte und ich im Matsch landete, hatte ich genug. Es reichte! Ich war am Ende meiner Kräfte. Ich konnte nicht mehr. Es tut mir leid!

    Kraftlos blieb ich im Dreck liegen und rührte mich nicht mehr. Die Hitze zeriss mich förmlich, doch ich war ihr wehrlos ausgeliefert. Während ich mich quälend am Boden wand, wechselte meine Temperatur von heiß zu einer eisigen Kälte. Meine Gließmaßen versteiften sich und froren schließlich ein. Am liebsten hätte ich mir mein Herz aus der Brust gerissen, nur um endlich meinen Frieden zu finden. Mit einer letzten verzweifelten Tat kratzte ich mir über meine Brust, als könnte ich die Haut aufreißen und mich von den Schmerzen erlösen. Ich biss mir auf die Unterlippe, bis sich ein metallischen Geschmack in meinem Mund ausbreitete. Meine Fingernägel sollten mir eigentlich nicht mehr als ein paar Kratzer zufügen. Doch im Gegenteil! Ich hatte mich geirrt. Statt Schrammen fing meine Haut an, große Mengen an Blut zu verlieren.

    Dann setzte auf einmal der Schock ein. Ich sterbe! Nein! Bitte nicht! Ich will nicht sterben! Wieso hilft mir denn keiner? Hilfesuchend sah ich mich um. Niemand war weit und breit zu sehen. Mein Leben lang war tief in mir eine Leere gewesen, die ich nie zu füllen vermochte. Alleine und einsam zu sterben... Nicht einmal im Traum hätte ich gedacht, auf diese Weise von der Erde zu scheiden. Wieso musste ich mich auch soweit vom Camp entfernen!?

    Langsam, aber sicher verlor ich das Bewusstsein. Der Anblick meines Blutes, welches unaufhörlich meinen Körper verließ und diesen erkalten ließ, brannte sich tief in mein Gedächtnis ein und war das Letzte, was ich zu sehen bekam. "Jamie, du bist ein echter Glückspilz", dachte ich sarkastisch, ehe meine Lider schwerer wurden und ich mich der Dunkelheit ergab.

  • Heyho Traumschwingen

    Du bist schnell in Denen Texten. Viel zu schnell...

    Du lässt Dir keine Zeit, verharrst keine Sekunde.

    Ich bin Deinem fast namenlosen "Jamie" Protagonisten jetzt gefolgt auf seinem Lauf, ohne zu wissen, wovor er eigentlich flieht. Ohne zu wissen, wovor er eigentlich wegrennt.

    Das Ziel hast Du ganz sicher erreicht: Rennen, bis wegrennen nchts mehr bringt.

    Dann aufgeben...in Wärme, die sich in Kälte zu verwandeln scheint.

    Und was ist das "Camp"?

    Sehr gute Schreibe.

    Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldboden.

    Und wenn davor jetzt noch stehen würde: "Ich rannte." Dann wäre es fast perfekt.:thumbsup:

    • Offizieller Beitrag

    Hallo allerseits. Das ist meine erste Geschichte auf dieser Website. In meiner Geschichte kommen sexuelle Inhalte zwischen zwei Männern vor. Wer es nicht mag, muss es auch nicht lesen. Ich hoffe aber, dass trotzdem manche Interesse haben.

    Guten Morgen Traumschwingen und willkommen im Forum,

    Um das Interesse zu steigern, wäre auch hilfreich zu wissen, welche Art Feedback du dir wünschst.

    Hier im Forum kann dir jeder auf seine eigene Art helfen, aber niemand will jemanden überfallen, der gerade erst zur Tür reingekommen ist.

    Die Art der Hilfe ist auch immer anders. Manche helfen bei Rechtschreibung, Grammatik oder Nachvollziehbarkeit. Manche Autoren wollen so etwas gar nicht, weil sie nichts Großes mit ihren Geschichten vorhaben - wie einem Verlag einreichen. Viele halten sich zurück, etwas zu lesen, wenn direkt dransteht. "Wenn es euch nicht gefällt, dann lest es nicht." Da kann man ja zu Anfang gar nicht wissen, wenn man es nicht anfängt zu lesen. ^^

    Um dir mal ein Beispiel zu geben, wie hier "normalerweise" kommentiert wird, habe ich mal in den Text reingeschnuppert. :D

    Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldbodens.

    während ich weiterhin über fast verrottete/morsche/faulige Baumstämme sprang.

    wären sie verrottet, wäre im Grunde nichts mehr da ;)

    Ansonsten.....ich wollte nicht einmal herausfinden, was dann passierte.

    Ansonsten ... <--- Die Regel sagt, dass nach einem ausgeschriebenen Wort ein Leerzeichen kommt und dann drei Punkte. Niemals mehr oder weniger. Bei einem nicht ausgeschriebenen Wort wie "Anson..." kommen die drei Punkte ohne Leerzeichen. :search:

    Vielleicht magst du das in deinem Text oben einfügen, welche Art Rückmeldungen du dir erhoffst. :whistling:

    Im Gegensatz zu Der Wanderer muss ich sagen, dass man auch nicht gleich wissen muss, was los ist. Und wenn jemand verfolgt wird, ist es stilistisch nicht falsch, ebenso durch den Text zu hetzen, wie der Protagonist gehetzt wird. Denn dieser denkt in diesem Moment nur das Nötigste, fühlt das Nötigste und das finde ich im Anfangstext sehr gut dargestellt. :smoker:

    Liebe Grüße

    Jenna

  • Guten Morgen Traumschwingen,

    ich lese und schreibe auch gern Romantik, wovon es hier im Forum allerdings nur wenig gibt also habe ich die Chance genutzt, und deinen Prolog gelesen.

    Genau wie Jen empfehle ich dir, gleich in deinem Anfangspost festzulegen, welche Art von Rückmeldungen zu gern möchtest, denn aus eigener Erfahrung weiß ich wie frustrierend es ist, wenn man nur aus Spaß an der Freude schreiben möchte, einem aber dann mit Rot im Text herumgestrichen wird. Außerdem ist es für dich persönlich von Vorteil, ungefähr zu wissen, an welche Zielgruppe sich deine Geschichte richtet. Das hilft dir dabei, Feedback besser auszuwerten.

    Beim Lesen des Titels habe ich erstmal einen englischsprachigen Text erwartet. Hat es einen Grund, weshalb du einen englischsprachigen Titel für deine deutschsprachige Geschichte gewählt hast?

    Zum Prolog: Erstmal schließe ich mich Jen (schon wieder) an. Der Prolog funktioniert so wie er ist für mich einwandfrei. Wir erfahren, dass der Protagonist auf der Flucht ist, dass etwas mit ihm passiert und durch die Erwähnung des Camps bekommen wir auch eine erste vage Ahnung, wie es dazu gekommen ist und was er in der Wildnis treibt. Außerdem erfahren wir, um wen es (vermutlich) in der Geschichte geht. Mehr muss der Prolog an dieser Stelle in meinen Augen nicht erfüllen, denn wir haben ja noch eine ganze Geschichte Zeit, alles weitere zu erfahren ^^

  • Hallo,

    was in Jamie vorgeht hast du sehr schön geschrieben. Das am Ende des Prologs viele Fragen zurückbleiben (wie zum Beispiel: Was das für ein Champ ist? Warum Jamie dort war? Wer oder was ihn verfolgt usw) ist nichts negatives. Die Geschichte beginnt ja gerade erst und nicht alles muss sofort vollkommen erklärt werden.

    Ich rannte. Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldboden. Äste und einzelne Steinchen schnitten sich schmerzhaft in meine Fußsohlen, während ich weiterhin über verrotete Baumstämme sprang. Der Schmerz war wie ein Messer, das sich zunehmend tiefer in meine bloße Haut bohrte und mich bei Bewusstsein hielt. Trotzem durfte ich auf gar keinen Fall stehen bleiben!

    Hier ist mir das ganze zu erzählend.

    lg Werluchs

  • Hallo Traumschwingen ,

    geht ja schon gut los und gefällt mir bis jetzt. Ich finde es gut, dass nicht erst alles langsam eingeführt und erklärt wird, das macht es so spannender, was da wohl noch kommt?

    Anmerkungen zum Text

    Äste und einzelne Steinchen schnitten sich schmerzhaft in meine Fußsohlen

    Warum verwendest du hier die Verniedlichung "Steinchen"? Mit der Dramatik, die danach beschrieben wird, und dem großen Einfluss, die die Steine haben, klingt das etwas unpassend für mich.

    Da solltest du eventuell auch noch aufpassen, dass du nicht zu dramatisch in der Beschreibung wirst, aber das hängt von deinem Stil ab und überhaupt vom Rest der Geschichte, die ich ja jetzt noch nicht kenne. Aber das nur mal als Hinweis.

    Ich wusste keine Antwort auf die Fragen, bezweifelte sogar, dass dies mir überhaupt weiterhelfen konnte.

    Wenn du darüber die beiden Fragen meinst, dann kannst du hier auch direkt referenzieren und es sprachlich noch runder machen, wenn du statt "die" eben "diese" verwendest.

    Wieso musste es soweit kommen? Was habe ich getan, um dieses Leid zu ertragen?

    Diese beiden Fragen könntest du dann auch noch extra absetzen, so wie die beiden davor.

    • Offizieller Beitrag

    Dann mach ich mal weiter ... ^^

    Zum Text

    Ich rannte. Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldbodens. Äste und einzelne Steine schnitten sich schmerzhaft in meine Fußsohlen, während ich weiterhin über morsche Baumstämme sprang. Der Schmerz war wie ein Messer, das sich zunehmend tiefer in meine bloße Haut bohrte und mich bei Bewusstsein hielt. Trotzem durfte ich auf gar keinen Fall stehen bleiben! Anson..._ich wollte nicht einmal herausfinden, was dann passierte. Der Geruch von Blut und Schweiß vermischte sich und stieg mir unangenehm in die Nase. Noch nie in meinem Leben habtte ich mich dermaßen schlecht gefühlt. Mit jeder weiteren Sekunde hämmerte mein Herz stärker gegen meine Brust. Ich glaubte sogar, dass es bald zu explodieren drohte. Plötzlich fing meine Haut furchtbar an zu glühen, als stände stünde?! ich mitten in einer lodernden Flamme. Quälend zeriss ich mein Oberteil, um überhaupt noch Luft zu bekommen. Doch auch das war vergeblich. Der Schmerz saß tief in meinem Inneren und wurde zunehmend schlimmer.

    (Nach Anson... <--- dann ein Leerzeichen ;))

    Meine innere Stimme belastete meinen ohnehin schon in mMitleidenschaft gezogenen Körper noch mehr. Ich wusste keine Antworten(weil Mehrzahl) auf diese Fragen, bezweifelte sogar, dass diese (wenn Bezug auf Antworten/Fragen)mir überhaupt weiterhelfen konnten. Tränen bildeten sich langsam in meinen Augen. Es kostete mich einiges an Willenskraft nicht sofort zusammenzubrechen.

    Was habe ich getan, um dieses Leid zu ertragen/verdienen?

    Verzweifelt stützte ich mich an einem Baumstamm ab, um Luft zu holen. Doch auch dies war nur von kurzer Dauer, denn das seltsame unwohle Gefühl breitete sich wieder in meinem Herzen aus und ließ mir keine Ruhe. Obwohl meine Lungen fürchterlich brannten und meine Füße bluteten, fing ich wieder an zu rennen. Nur nicht stehen bleiben! Die Hoffnung, das alles sei nur ein Albtraum, war schon längst erloschen. Zurück blieb nur Angst, Verzweiflung und pure Dunkelheit. Der Mond schien nur schwach durch die Baumkronen des Waldes, weshalb es schwer war, den Boden zu erkennen. Aber selbst dies war mir vollkommen egal. Erst als ich über eine dicke Wurzel stolperte und ich im Matsch landete, hatte ich genug. Das/Es reichte (Vergangenheit) ! Ich war am Ende meiner Kräfte. Ich konnte nicht mehr....Es tut mir leid!

    Kraftlos blieb ich im Dreck liegen und rührte mich nicht mehr. Die Hitze zeriss mich förmlich, doch ich war ihr wehrlos ausgeliefert. Während ich mich quälend am Boden wandt,(kommt von "winden - wand", krümmen geht auch) wechselte meine Temperatur von heiß zu einer eisigen Kälte. Meine Gließmaßen versteiften sich und froren schließlich ein. Am liebsten hätte ich mir mein Herz aus der Brust gerissen, nur um endlich meinen Frieden zu finden. Mit einer letzten verzweifelten Tat kratzte ich mir über meine Brust, als könnte ich die Haut aufreißen und mich von den Schmerzen erlösen. Ich biss mir auf die Unterlippe, bis sich ein metallischenr Geschmack in meinem Mund ausbreitete. Meine Fingernägel sollten mir eigentlich nicht mehr als ein paar Kratzer zufügen. Doch im Gegenteil! Ich hatte mich geirrt. Statt Schrammen fing meine Haut an, große Mengen an Blut zu verlieren.

    Dann setzte auf einmal der Schock ein. Ich sterbe! Nein! Bitte nicht! Ich will nicht sterben! Wieso hilft mir denn keiner? Hilfesuchend sah ich mich um. Niemand war weit und breit zu sehen. Mein Leben lang war tief in mir eine Leere gewesen?, die ich nie zu füllen vermagvermochte. Alleine und einsam zu sterben ... (Als Vorschlag hier Punkte, da der Satz sich nicht fertig liest) Nicht einmal im Traum hätte ich gedacht, auf diese Weise von der Erde zu verschwinden/scheiden. Wieso musste ich mich auch soweit vom Camp entfernen!?

    Langsam(Komma) aber sicher verlor ich das Bewusstsein. Der Anblick meines Blutes, welches unaufhörlich meinen Körper verließ und diesen erkälten (Hatschi ;) ) erkalten ließ, brannte sich tief in mein Gedächtnis ein und war das Letzte, was ich zu sehen bekam. "Jamie, du bist ein echter Glückspilz....", dachte ich sarkastisch, ehe meine Lider schwerer wurden und ich mich der Dunkelheit ergab.

    Wie ich oben schon angeführt hatte, finde ich die Flucht sehr gut, auch wenn noch vieles nicht geschildert wurde. Man bekommt ein gutes Bild davon, dass Jamie um sein Leben rennt und irgendetwas mit ihm passiert. Wie die Transformation zu einem Werwolf oder so :rofl: (Wegen der Fingernägel und dem Blut)

    Aber viel mehr lässt sich nicht zum Text bisher sagen :D Der Spannungsbogen war auf jeden Fall für mich konstant. ^^

    Ich schreibe meine Geschichten aus reinem Spaß, deshalb muss nicht alles perfekt sein. Trotzdem bin ich für Verbesserungswünsche offen, werde aber nichts an meinen Charakteren und meinem Schreibstil ändern.

    Die meisten machen hier nur Vorschläge, wenn sie etwas nicht ganz stimmig finden oder wenn kleine Fehlerchen sich eingeschlichen haben, das passiert uns allen. Es obliegt immer dir, ob du etwas annimmst oder nicht. Ansonsten sollte das Hauptaugenmerk auf dem Text liegen :D Verbesserungswünsche gibt es eher selten 8)

    Liebe Grüße

    Jenna

  • Kapitel 1

    Gähnend streckte ich meine steifen Glieder und blickte hoch in den Himmel. Von den Wolken gebannt, lauschte ich dem Zwitschern der Vögel, während mich der Sonnenschein wärmte. Trotz der wunderschönen Umgebung, die mich durchaus faszinierte, konnte ich nur an eines denken: Wäre ich nur heute im Bett liegen geblieben. Sein unwiderstehliches Lächeln schlich sich dabei in meinen Kopf und vernebelte mir den Verstand. Die Sehnsucht nach ihm war unerwartet stark und lenkte mich von allem anderen ab. Am liebsten hätte ich auf der Stelle kehrtgemacht, um … Plötzlich legte sich ein Arm um meine Schulter und zehrte mich in die Realität zurück.

    „Hey, Jamie! Ich habe dich schon die ganze Zeit gerufen. Wo bist du nur immer mit deinen Gedanken?“

    „Oh… du bist es Linus. Tut mir leid, ich war abge… “, erwiderte ich meinem besten Kumpel, der mir sofort ins Wort fiel. „Ich weiß, ich weiß. Du lässt dich immer leicht ablenken. Ist für mich nichts Neues“, sagte er, grinste schief und zog seinen Arm wieder zurück. Wir waren gerade auf dem Weg zur Schule und sprachen über die unterschiedlichsten Dinge, als er plötzlich fragte: „Freust du dich schon auf morgen?“

    „Wieso? Ist doch ein normaler Schultag, oder?“, entgegnete ich schulterzuckend.

    Linus blieb entsetzt stehen, drehte sich zu mir um und griff meine Arme. Mit ernstem Gesicht näherte er sich meinem. „Ein normaler Schultag? Nein! Ganz im Gegenteil. Morgen ist die Zeit endlich gekommen“, flüsterte er leise und schaute in Richtung Schulgebäude. Ich folgte seinem Blick, stand aber immer noch auf dem Schlauch.

    Was habe ich denn nun wieder versäumt?

    „Alter, dein Ernst?! Manchmal glaube ich, dass du dich in einer ganz anderen Welt befindest. Mit dir ist auch sicher alles in Ordnung? Kein Schmerz, Liebeskummer oder vielleicht Geschlechtskrankheiten?“

    Kichernd liefen ein paar Mädchen an uns vorbei und warfen uns verstohlene Blicke zu. Erschrocken starrte ich meinen besten Freund an. „Psst … nicht so laut!“ Sofort verschloss ich seinen Mund mit meiner Hand und zerrte ihn in die nächste Gasse. Mein Gesicht glühte vor Scham.Wie konnte er mich DAS in der Öffentlichkeit fragen? „Ich weiß, dass ich nicht der aufmerksamste Mensch bin, aber …“

    „Stimmt, selbst das wäre untertrieben“, unterbrach er mich durch meine Hand, die ich sogleich wieder zurückzog. Mit finsterem Blick brachte ich ihn zum Schweigen. Sofort hob er entschuldigend die Hände und ließ mich weiterreden: „… aber langsam jagst du mir wirklich Angst ein, Linus. Mach kein großes Theater und erzähl mir endlich, worauf du hinaus möchtest!“

    Mein Gegenüber grinste breit und spannte mich noch etwas auf die Folter. „Morgen gehen wir mit der ganzen Klasse eine Woche lang campen. Stell dir nur mal vor: Unter sternklarem Himmel am Lagerfeuer sitzen und sich die schaurigsten Geschichten erzählen.“ Seine Augen strahlten.

    „Achso, habe ich ganz vergessen. Aber was soll daran so besonders sein?“

    Linus kam erneut näher. „Natürlich die Frauen! Was denn sonst? In deinem Fall wären es dann wahrscheinlich eher Männer, aber ich bezweifele, dass du dich das traust. Würde ich in deiner Haut stecken, würde ich es jedenfalls nicht versuchen. Mal ehrlich, dein Freund kann einem echt Angst einjagen. Der Todesblick eines eifersüchtigen Mannes.“ Sein Körper erschauderte.

    Ich wusste, wovon er sprach. Seitdem ich mit Percy zusammen bin, durfte ich in Gegenwart von Frauen geschweige denn anderen Männern keine missverständlichen Gesten machen. Ein Lächeln meinerseits reichte vollkommen aus, um Percys besitzergreifende Natur zum Vorschein zu bringen. Eine Vorstellung, die mich gleichzeitig erregte als auch verängstigte.

    „Jedenfalls kann ich es gar nicht mehr abwarten. Du wirst schon sehen, auf einer Klassenfahrt geraten die Hormone durcheinander. Vielleicht finde ich auch endlich eine Freundin.“

    „Heißt das, du lässt mich ab morgen links liegen?“, sprach ich das Offensichtlichste aus und wandte mich wieder der Schule zu.

    „Du hast es erfasst! Ab morgen bist du nur noch Luft für mich, damit deine Träumereien mir nicht noch die Mädels verscheuchen“, bestätigte Linus lachend und setzte dabei einen gespielten ernsten Blick auf. Ich wusste, dass er nicht diese Art Mensch war. Trotzdem überkam mich ein ungutes Gefühl, das ich gleich wieder verdrängte. Ich wollte Linus nicht die Vorfreude nehmen. Außerdem musste ich zugeben, dass mich mein Kumpel mit seiner Freude etwas angesteckt hat.

    Jetzt musste nur noch Percy davon erfahren, ohne mich dabei in der Luft zu zerreißen oder mich ans nächstbeste Bett zu ketten. Hoffentlich wecke ich dabei keinen schlafenden Dämon.

  • Hallo Traumschwingen.

    Ich muss gestehen, dass mich diese vielen Leerzeilen beim Lesen aus dem Fluß geworfen haben :hmm: Leerzeilen werden eigentlich gesetzt, um eine neue Szene, bzw. einen Handlungssprung zu verdeutlichen. Mein Gehirn hatte deshalb seine Schwierigkeiten, den Dialog beim Lesen als solchen zu erfassen. Wann immer die wörtliche Rede einer anderen Person beginnt, wird diese in einer neuen Zeile begonnen aber eine komplette Leerzeile liegt dazwischen nicht.

    Mal ein Beispiel, wie der Text mEn aussehen sollte:

    Zitat

    „Alter, dein Ernst?! Manchmal glaube ich, dass du dich in einer ganz anderen Welt befindest. Mit dir ist auch sicher alles in Ordnung? Kein Schmerz, Liebeskummer oder vielleicht Geschlechtskrankheiten?“

    Kichernd liefen ein paar Mädchen an uns vorbei und warfen uns verstohlene Blicke zu. Erschrocken starrte ich meinen besten Freund an. „Psst… nicht so laut!“ Sofort verschloss ich seinen Mund mit meiner Hand und zerrte ihn in die nächste Gasse. Mein Gesicht glühte vor Scham. Wie konnte er mich DAS in der Öffentlichkeit fragen? „Ich weiß, dass ich nicht der aufmerksamste Mensch bin, aber …“

    „Stimmt, selbst das wäre untertrieben“, unterbrach er mich durch meine Hand, die ich sogleich wieder zurückzog. Mit finsterem Blick brachte ich ihn zum Schweigen. Sofort hob er entschuldigend die Hände und ließ mich weiterreden: „…aber langsam jagst du mir wirklich Angst ein, Linus. Mach kein großes Theater und erzähl mir endlich, worauf du hinaus möchtest!“

    Ich habe diese Stelle ausgewählt, weil ich den grün markierten Teil mehrmals lesen musste, um nach zu kommen, ob Jamie oder Linus redet ^^

    Das ist allerdings mehr eine Formsache und hat weniger mit der Geschichte zu tun.

    Percy klingt erstmal nach einem Mann, von dem ich mich arg distanzieren würde :hmm: Toxische Beziehung und so. Na ja, vlt hat er ja andere Vorzüge (die sich nicht nur auf seine Libido beziehen xD )

    Eine Sache ist mir aufgefallen: Wenn sich Jamie auf den Ausflug freut, wieso hat er ihn zuvor vergessen und angenommen, es fände ganz normal Schule statt? Meine Schulzeit liegt eine ganze Weile zurück, aber für uns waren Ausflüge Highlights xD

    • Offizieller Beitrag

    Heyho,

    Gähnend streckte ich meine steifen Glieder und blickte hoch in den Himmel. Von den Wolken gebannt, lauschte ich dem Zwitschern der Vögel, während mich der Sonnenschein wärmte. Trotz der wunderschönen Umgebung, die mich durchaus faszinierte, konnte ich nur an eines denken: Wäre ich nur heute im Bett liegen geblieben. Sein unwiderstehliches Lächeln schlich sich dabei in meinen Kopf und vernebelte mir den Verstand. Die Sehnsucht nach ihm war unerwartet stark und lenkte mich von allem anderen ab. Am liebsten hätte ich auf der Stelle kehrtgemacht, um… Plötzlich legte sich ein Arm um meine Schulter und zehrte mich in die Realität zurück.

    [... Stelle kehrtgemacht, um ... Plötzlich legte ...]

    „Hey, Jamie! Ich habe dich schon die ganze Zeit gerufen. Wo bist du nur immer mit deinen Gedanken?“

    „Oh… du bist es Linus. Tut mir leid, ich war abge… “, erwiderte ich meinem besten Kumpel, der mich mir sofort ins Wort fiel. „Ich weiß, ich weiß. Du lässt dich immer leicht ablenken. Ist für mich nichts Neues“, sagte er, grinste schief und zog seinen Arm wieder zurück. Wir waren gerade auf dem Weg zur Schule und sprachen über die unterschiedlichsten Dinge, als er plötzlich fragte: „Freust du dich schon auf morgen?“

    Grinsen und Lachen sind keine Art des Redens ;) Entweder man grinst und sagt dabei etwas, aber es ist nie eine Art dessen.

    Erschrocken starrte ich meinen besten Freund an. „Psstnicht so laut!“ Sofort verschloss ich seinen Mund mit meiner Hand und zerrte ihn in die nächste Gasse. Mein Gesicht glühte vor Scham.

    Psst ... nicht so laut.

    „Stimmt, selbst das wäre untertrieben“, unterbrach er mich durch meine Hand, die ich sogleich wieder zurückzog. Mit finsterem Blick brachte ich ihn zum Schweigen. Sofort hob er entschuldigend die Hände und ließ mich weiterreden: „…aber langsam jagst du mir wirklich Angst ein, Linus. Mach kein großes Theater und erzähl mir endlich, worauf du hinaus möchtest!“

    Mein Gegenüber grinste breit und spannte mich noch etwas auf die Folter. „Morgen gehen wir mit der ganzen Klasse eine Woche lang campen. Stell dir nur mal vor: Unter sternklarem Himmel am Lagerfeuer sitzen und sich die schaurigsten Geschichten erzählen.“ Seine Augen strahlten.

    „… aber langsam jagst du mir wirklich Angst ein, Linus.

    „Heißt das, du lässt mich ab morgen links liegen?“, sprach ich das Offensichtlichste aus und wandte mich wieder der Schule zu. (Absatz, Sprecher wechselt)

    „Du hast es erfasst! Ab morgen bist du nur noch Luft für mich, damit deine Träumereien mir nicht noch die Mädels verscheuchen“, bestätigte Linus lachend und setzte dabei einen gespielten ernsten Blick auf. Ich wusste, dass er nicht diese Art Mensch war. Trotzdem überkam mich ein ungutes Gefühl, das ich gleich wieder verdrängte. Ich wollte Linus nicht die Vorfreude nehmen. Außerdem musste ich zugeben, mich auch etwas auf den Ausflug zu freuen.

    Jetzt musste nur noch Percy davon erfahren, ohne mich dabei in der Luft zu zerreißen oder mich ans nächstbeste Bett zu ketten. Hoffentlich wecke ich dabei keinen schlafenden Dämon.

    :rofl: Schön, wegen einem Schulausflug.

    Ich konnt es gut lesen, aber ich schließe mich Skadi an, immer ein bisschen auf die Formatierung achten. Die kann beim Kopieren schon mal zerschossen werden. Wenn es am Kopieren liegt, dann oben links den Quellcode zuerst drücken, dann Text reinkopieren. ;)

    Der Text war angenehm flüssig, die Handlung auch, ebenso die Dialoge.

    Da es erst das 1. Kapitel ist und vielleicht auch noch nicht alles davon, warte ich erstmal ab. ^^ Ich möchte auch nicht mit der Tür ins Haus fallen ...

    Ich muss nur zugeben, dass für mich der Protagonist etwas grau ist - bisher. Das kann sich noch ändern, es ist ja erst der Anfang. Denn ich weiß bisher nicht, wie er aussieht. Da es ja der gleiche ist, denke ich mal, wie aus dem Prolog. Das Alter kann ich bei einem Schüler ja schätzen (zwischen 16 und 19 würde ich jetzt sagen) Wenn man dem Leser direkt ein bisschen was zum Bild mitgeben möchte, geht das gut durch beiläufige Beschreibungen.

    Stell dir nur mal vor: Unter sternklarem Himmel am Lagerfeuer sitzen und sich die schaurigsten Geschichten erzählen.“ Seine blauen Augen strahlten.

    oder ...

    „Wieso? Ist doch ein normaler Schultag, oder?“, entgegnete ich schulterzuckend und strich mir dann eine verirrte braune Haarsträhne aus der Stirn.

    Nur als Beispiel. Aber so kann man dann, wenn man sowas immer mal einflechtet, ein Komplettbild zusammenfügen für den Leser. Aber wie gesagt, falls das in den Nachfolgeteilen drin ist, hab ich nichts gesagt :D

    Liebe Grüße

    Jenna

  • Kapitel 2

    Am nächsten Tag stieg ich zusammen mit Linus in den Bus ein, der uns zu unserem Ziel bringen sollte. Mein bester Freund sah mich die ganze Zeit erwartungsvoll von der Seite an, ohne die Stille zu brechen. Ich spürte seinen intensiven Blick und seufzte: „Sag schon! Was brennt dir auf der Seele?“

    Linus Augen fingen an zu strahlen und erinnerten mich dabei an einen süßen Welpen, der gerade von seinem Herrchen gelobt wurde.

    „Du weißt genau, was ich hören möchte!“

    „Vergiss es!“, erwiderte ich sofort und ließ mich nicht von seinem Welpenblick einschüchtern.

    „Bitte … du musst mir mehr Details liefern! Ich kann meine Neugierde kaum noch mehr bremsen“, flehte Linus und wurde dabei immer lauter. Sofort warf ich ihm einen finsteren Blick zu. Er wusste, dass ich nicht gerne im Fokus der Aufmerksamkeit stand und nutzte es nun schamlos aus. Dieser fiese Mistkerl. Bevor er erneut unsere Mitschüler am Gespräch teilhaben lassen konnte, gab ich schließlich nach.

    Was blieb mir auch schon übrig?

    Ich wollte nicht wieder diese Blicke auf mir spüren. Diese angewiderten und abweisenden Blicke, die mich sogar bis in meine Träume verfolgten. Seit ich damals der Klasse beigetreten bin, hielten die Anderen sich von mir fern. Sie fanden meine weißen langen Haare seltsam und abstoßend. Zudem fürchteten sie sich vor meinen roten Augen, die ich schon seit meiner Geburt besaß. Meine Großeltern haben mir nur erzählt, dass es sich dabei um eine einzigartige Mutation handelte, die ich von meinem Vater geerbt habe. Manchmal wünschte ich, ebenfalls in seine rubinroten Seelenspiegel starren zu können. Doch leider war dies nicht mehr möglich.

    Linus war mein einziger und bester Freund, der keine Abneigung gegenüber meinem Äußeren hatte. Ganz im Gegenteil … er fand es sogar äußert attraktiv … wie fallender Schnee, der die Röte der Morgendämmerung reflektierte. Seitdem er diesen Vergleich von sich gegeben hatte, wurde ich jedes Mal wenn es schneite und dabei die Sonne aufging, an meine Eltern erinnert. Zwar waren ihre Gesichter nur noch verschwommene Schemen, die meiner Vorstellung entsprangen. Trotzdem spürte ich tief in meinem Inneren eine Verbindung, die selbst nach ihrem Tod bestehen zu bleiben schien.

    „Also? Erzähl schon … wie hast du es geschafft, Percy vom Ausflug zu erzählen und danach noch Laufen zu können?“, fragte Linus grinsend, was mich zurück in die Gegenwart holte und sofort errötend ließ.

    Das kann eine lange Busfahrt werden …

    Wieso musste Linus auch dermaßen Interesse an meinem Liebesleben zeigen?

  • Guten morgen Traumschwingen ,

    Ich habe den neuen Teil gelesen, warte mit meinem Feedback aber erstmal auf deine Rückmeldung auf meine bisherigen Kommentare ^^

    Zum Bild: Also grundsätzlich ist ein fremdes Bild ohne Quellenangabe ein absolutes no-go :hmm: Bitte gib den Namen und eine Website des Künstlers an, von dem es stammt :thumbup:

    Außerdem bin ich persönlich kein Fan von Faceclaims. Auch aus der Sicht, dass ich selbst Figuren zeichne. Da du selbst auch zeichnest gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass du dir das Okay des Künstlers eingeholt hast, bevor du den Namen deiner Figur drauf gepappt hast ^^

  • Kapitel 3 - 24 Stunden zuvor

    Jetzt musste nur noch Percy davon erfahren, ohne mich dabei in der Luft zu zerreißen oder mich ans nächstbeste Bett zu ketten. Hoffentlich wecke ich keinen schlafenden Dämon.

    Mit klarem Ziel vor Augen und einem mulmigen Gefühl im Magen, stand ich nun vor dem imposanten Hotel, auf dessen Fassade sich filigran goldene Buchstaben zur Inschrift „Vortex“ formten. Unzählige Male stand ich schon hier und habe genau wie jetzt dieses luxuriöse Gebäude bestaunt, das wie aus einer anderen Welt zu stammen schien.

    Wieso musste Percy auch ausgerechnet in einem Penthouse wohnen?

    Dass seine Eltern reich waren und er den gleichen Luxus bereits seit der Grundschule genoss, war mir zwar bewusst, trotzdem fiel es mir noch immer schwer, dies wahrzuhaben. Rasch schüttelte ich den Kopf. Ich durfte mich nicht erneut ablenken lassen! Tief atmete ich ein, ehe meine Füße die Kontrolle übernahmen und wie von allein das Hotel betraten. Damit mich der Eingangsbereich nicht ablenken konnte, schaute ich lediglich auf den weißen Mamorboden und ließ mich von meinem Instinkt leiten. Meinem Körper war die Umgebung vertraut und führte mich wie gewohnt zum Aufzug. Für Außenstehende musste mein Auftreten bestimmt unhöflich und seltsam wirken, was man ihnen auch nicht verübeln konnte. Erst als ich mich im Aufzug befand und sich die Türen schlossen, atmete ich aus und hob meinen Blick. Mein Spiegelbild erwiderte ihn und half mir dabei, meine weißen langen Haare zu einem seitlichen Zopf zu bändigen. Im obersten Stockwerk angekommen, sammelte ich all meinen Mut zusammen und stieg aus, um mich in die Höhle des Löwen zu begeben.

    Percy war mein Freund und ich liebte ihn. Trotzdem wusste ich, zu welchen Mitteln er fähig war und dass man ihn nicht provozieren sollte. Auch dass Percy einige Dinge vor mir geheim hielt – wie beispielsweise den Beruf seine Eltern- war bei seiner mysteriösen Art keine Verwunderung, hätte jeden anderen Menschen aber wohlmöglich abgeschreckt. Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich es jemals erfahren wollte, worin tatsächlich dessen Familienunternehmen bestand und wie sie an ihren Reichtum gelangt sind. Allerdings verschloss sich Percy mir nicht vollkommen, sondern gewährte mir trotz seiner Geheimniskrämerei, der ihn wie ein Agent oder einen Kriminellen wirken ließ, einen kleinen Einblick in sein berufliches Leben. Erst letztens hatte er mir erzählt, er werde in die Fußstapfen seines Vaters steigen und dessen Unternehmen weiterführen. Natürlich war meine Neugierde bezüglich der Geheimnisse groß. Nur zu gerne würde ich mit ihm eine Beziehung führen, in der man sich nichts verschwieg. Doch wollte ich meinem Freund auch die Zeit geben, sich freiwillig dazu zu entscheiden, mir alles zu erzählen. Immerhin war Percy kein wildfremder Mensch, den ich erst vor kurzem kennengelernt habe, sondern ein Freund, mit dem ich jegliche Hürde gemeinsam überwunden habe, unabhängig davon wie aussichtslos die Situation auch gewesen war.

    Ungeachtet dessen stand fest, dass es nicht leicht sein wird, ihn vom Klassenausflug zu überzeugen. Gerade, weil ich ihn und seine besitzergreifende und kontrollsüchtige Art kannte. Am liebsten würde er mich in einen goldenen Käfig sperren und vor der ganzen Welt verstecken, damit ich ihm allein gehörte. Dieser Gedanke war genauso erregend wie auch angsteinflößend. Zugegeben genoss ich es, ihm die Kontrolle zu überlassen. Doch selbst das hat seine Grenzen! Leider konnte er dies nicht verstehen und neigte dazu, alles in Frage zu stellen. Trotz allem konnte ich mich nicht dazu überwinden, ihn zu verlassen.

    Percy lehnte bereits im Flur an der Wand und erwartete mich in seinem teuren schwarzen Anzug, der seinen durchtrainierten Körper gut zur Geltung brachte. Seine goldenen Augen starrten mich intensiv an und jagten mir eine Gänsehaut ein. Obwohl ich das Gefühl hatte, er betrachtete gerade seine Beute, konnte ich meinen schnellen Herzschlag nicht ignorieren. Wie erstarrt blieb ich vor dem sich schließenden Aufzug stehen und wartete darauf, dass mein Gegenüber irgendetwas sagte. Sein Blick hatte schon immer etwas Einzigartiges an sich, das mich in den Bann zog. Jedes Mal fühlte es sich so an, als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Tiefes Verlangen spiegelten sich in seiner goldenen Iris wider, wodurch meine Emotionen übersprudelten. Ich schluckte. Fast vergaß ich, weshalb ich überhaupt hergekommen war. Zum Glück vibrierte genau in dem Moment mein Handy und weckte mich aus der Starre auf.

    „Hey, wie ich sehe, bist du schon früher von der Arbeit gekommen. Hast du da lange gestanden und auf mich gewartet?“, fragte ich Percy und versuchte dabei, meine Nervosität zu verbergen.

    Mein Freund antwortete nicht. Stattdessen stieß er sich von der Wand ab und näherte sich mir gemächlich. Während er innerlich die Ruhe selbst zu sein schien, fing meine Gefühlswelt gerade erst zu brodeln an. Je kürzer die Distanz zwischen uns wurde, desto heißer wurde mir.

    Wie konnte er nur eine dermaßen dominante Aura besitzen? Ich habe ihn nicht einmal auf die Klassenfahrt angesprochen und trotzdem fühlte es sich so an, als hätte ich den schlafenden Dämon in Percy bereits freigesetzt. Wie wird er dann erst auf die Neuigkeit reagieren?


  • Hey Traumschwingen ,

    ich habe dann auch mal rein gelesen :)

    Meine Anmerkungen packe ich in den Spoiler:

    Spoiler anzeigen

    Okay, da ist ja schon einiges passiert. Im Prolog werden wir offenbar Zeuge einer Verwandlung. Seeeehr cool! Als Einstieg finde ich das super gewählt, weil das natürlich direkt Tausend Fragen aufwirft. Aber das ist gut so. Vor allem frage ich mich am Ende WER ist es, der sich da verwandelt. Jamie, den wir im darauffolgenden ersten Kapitel kennenlernen, ist es ja nicht, weil er am Ende des Prologs noch erwähnt wird.

    Dann startet die Geschichte also mit der Ankündigung des Schulausflusgs, von dem wir ja nun schon wissen, dass sich hier diese schrecklichen Dinge (was auch immer es genau ist) ereignen werden. Dieser Part (Kap. 1) hat mir übrigens am Besten gefallen. Der Dialog zwischen Jamie und seinem Freund Linus. Das hat sich super flüssig lesen lassen und der Dialog kam authentisch und absolut genial rüber. Also, Hut ab! :thumbup:

    Man könnte sich überlegen, ob man hier bereits ein paar Hinweise eintreut, was das Aussehen von Jamie betrifft. Ich war später etwas irritiert, dass er quasi wie eine Art Albino aussieht. Ich hatte mir schon ein Bild von ihm gemacht und das wurde dann irgendwie wieder zunichte gemacht. :hmm:

    Diese Beziehungskiste zwischen Jamie und seinem Partner Percy ist ja schon irgendwie abgefahren. Mein erster Verdacht war ja, dass Percy und seine Eltern irgendwie einer bestimmten (nicht menschlichen) Spezies angehören...keine Ahnung welcher. Dass Percy so leicht reizbar ist, diese Besitzansprüche an jamie stellt, derart dominant auftritt und dennoch so eine betörende Wirkung auf ihn hat...dann die Tatsache, dass sie auch noch jede Menge Kohle zu haben scheinen und in einem Penthouse wohnen... nicht, dass das nicht alles auch auf einen Menschen zutrefen könnte, aber irgendwie ist da direkt mein Kopfkino in Gang gekommen. :pardon:

    Na ja, also...ich lasse mich mal überraschen, wie es weiter geht...und wie Jamie es schafft, Percy von dem bevorstehenden Schulausflug zu erzählen. :rofl:

    Ach ja, hier noch zwei Stellen im neuen Teil, an denen ich hängen geblieben war, weil die Zeit meiner Meinung nicht ganz stimmte:

    Erst letztens hat er mir erzählt, er werde in die Fußstapfen seines Vaters steigen und dessen Unternehmen weiterführen.

    hatte

    Doch selbst das hat seine Grenzen!

    hatte (?)

    LG,

    Rainbow

  • Rainbow

    Danke, dass du es gelesen und mir die Zeitenfehler verbessert hast. Das mit dem Äußeren von Jamie kann ich wirklich noch am Anfang einbauen.

    Zitat von Rainbow

    Vor allem frage ich mich am Ende WER ist es, der sich da verwandelt. Jamie, den wir im darauffolgenden ersten Kapitel kennenlernen, ist es ja nicht, weil er am Ende des Prologs noch erwähnt wird.

    Das ist Jamie, der sich am Anfang verwandelt. Er spricht am Ende gedanklich zu sich selbst. Damit wollte ich auch ein bisschen Ironie rüberbringen.

    Zitat von Rainbow

    Der Dialog zwischen Jamie und seinem Freund Linus. Das hat sich super flüssig lesen lassen und der Dialog kam authentisch und absolut genial rüber. Also, Hut ab!

    Danke :)das freut mich sehr. Ich persönlich, finde es echt schwer humorvoll zu schreiben, deswegen war ich mir unsicher, wie es bei anderen ankam.

    Zitat von Rainbow

    Na ja, also...ich lasse mich mal überraschen, wie es weiter geht...und wie Jamie es schafft, Percy von dem bevorstehenden Schulausflug zu erzählen.

    Da kannst du dich auf was freuen. Percy sollte man nicht verärgern, denn ansonsten ... :D

  • Das ist Jamie, der sich am Anfang verwandelt. Er spricht am Ende gedanklich zu sich selbst. Damit wollte ich auch ein bisschen Ironie rüberbringen.

    Ich Trottel :dash:Wieso habe ich das nicht geschnallt? Ich glaube, ich habe heute einfach schon zu viel gelesen. :hmm: Okay, dann ist alles klar. Sind ja keine sonderlich tollen Aussichten für Jamie.

    Ich überlege gerade, ob es überhaupt sein muss, dass man am Anfang schon weiß, dass er es ist, dem das passiert. Ohne den Gedanken am Ende des Prologs könnte der Leser noch ein bisschen spekulieren. Wäre jetzt auch nicht verkehrt. (nur so ein Gedanke von mir ^^)

    • Offizieller Beitrag

    ch rannte. Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldbodens.

    Ich hab mir mal deinen Prolog durchgelesen.
    Du hast gut beschriebendass da IRGENDWAS mit Jamie passiert. Ich rate mal ins Blaue und tippe auf eine Verwandlung Einfach weil seine Fingernägel doch mehr Schaden angerichtet haben als anfangs gedacht.

    Ansonsten streust du schonmal ein paar Sachen ein. Wie zum Beispiel mit dem Camp. Das gibt das Gefühl, dass dahinter noch ein Plan steht und nicht heillos drauflos geschrieben wurde. Bei einem Part wie diesem (kurz und sehr fokussiert auf einzelne Sachen) wichtig, wie ich finde.

    Mehr werde ich aber erst später sagen können ^^

  • Etiam Danke, dass du es dir durchgelesen hast. Du hast das mit der Verwandlung schon richtig erraten :search:Ich habe mir schon einen Leitfaden zusammengebastelt, nachdem ich mich richte bzw. einzelne Punkte, die in der Geschichte vorkommen sollen und die ich jetzt nacheinander zusammenknüpfe bzw. verschriftliche. :highfive: Hoffentlich bekomme ich Percys Charakter gut hin, aber da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.