Welche Magiesysteme kennt ihr?

  • Magie ist ja ein essentieller Bestandteil vieler Fantasy-Geschichten. Allerdings fällt mir oft auf, dass die Magie-Systeme entweder nicht gut durchdacht, das heißt in sich unlogisch/inkonsistent, sind oder aber eine Idee in vielen verschiedenen Büchern auftaucht, was ja an sich nichts schlechtes ist.


    Varianten die mir im Moment einfallen sind folgende beziehungsweise Mischungen aus folgendem:


    - Die Magie ist an die Lebenskraft des Wirkenden gkoppelt
    - Die Magie ist eine freie nutzbare und im Raum existente Kraft
    - Die Magie wird durch Gedanken gewirkt
    - Die Magie wird durch Worte gewirkt
    - Die Magie wird durch Zeichen gewirkt
    - Die Magie kann nur durch Gegenstände gewirkt werden
    - Die Magie ist von jedem Nutzbar
    - Die Magie verlangt ein besonderes Talent zur Nutzung
    - Die eigene Magie kann einem selbst Schaden zufügen
    - Die eigene Magie kann einem selbst keinen Schaden zufügen


    Was kennt ihr noch, was haltet ihr fürdie realistischste und/oder einfachste zu verwendente Variante. Natürlich ist die Frage nicht aus dem Nichts gegriffen, sondern durch Überlegungen zu meiner eigenen Geschichte motiviert, wobei ich einfach ganz frech eure Anregungen mitaufnehmen würde :P


    Das Problem bei Magie ist eigentlich immer das Balancing mit nicht magischen Charakteren.


    LG
    Kelamith

    - Große Männer werden im Feuer geschmiedet. Das Privileg der Kleineren ist es, das Feuer zu entfachen. -


    - nur ein Irrer steigt in das Raumschiff eines Verrückten -

  • Ja, die Magie ist wirklich ein ziemlich wichtiger Bestandteil und kann, wenn sie nicht gut durchdacht ist, ein Buch ganz schnell vermiesen. Ich glaube, dass du so ziemlich alle Systeme genannt hast, die mir gerade so in den Sinn kommen. ^^


    Persönlich finde ich es am Besten, wenn die Magie mit der Lebenskraft gekoppelt ist. Ich finde, dass dadurch die Magier nicht so schnell zu OP werden können, wenn man versteht, was ich meine. Dadurch gibt es immer eine Hürde, die die Stärke der Magie begrenzt. Außerdem können so auch "Nicht-Magier" ordentlich mitmischen und wirken nicht wie kleine Kinder, denen man ein Stock in die Hand gedrückt hat. Das ist natürlich meine persönliche Meinung. Dadurch kann man aber vielleicht auch den einen oder anderen Heldentot mit einbauen, wenn sich besagter Held in einem letzten Ausbruch seiner Macht selbst opfert, um so andere zu retten. Das kommt doch eigentlich immer gut :D


    Generell gefällt mir auch die Vorstellung, dass die Magie überall vorhanden ist, und "einfach nur" manipuliert werden muss. Dadurch hat sie in meinen Augen eine etwas festere Grundlage. Dadurch lässt sie sich dann auch super mit Harmonie und all so ein Zeug verbinden, was andere vielleicht gefährden wollen, oder sowas. Zumindest scheint mir das auch Grundlage für viele Geschichten zu sein. ;)


    Generell kann viel durch ein gut durchdachtes Magiekonzept ausgemacht werden. Es ist natürlich häufig leichter, auf bereits vorhandene Systeme zurückzugreifen, wobei ich auch neuen recht aufgeschlossen begegne, solange sie in sich logisch sind, was eben leider nicht immer der Fall ist. :D

    Dann reitet mein Kaiser wohl über mein Grab,
    Viel Schwerter klirren und blitzen;
    Dann steig ich gewaffnet hervor aus dem Grab -
    Den Kaiser, den Kaiser zu schützen.


    - Heinrich Heine, Die Grenadiere


  • Mir persönlich gefällt es am Besten, wenn Magie aus Elementen (wie in der Nebelkriege-Trilogie von Thomas Finn), den Sternen/Himmelskörpern ("Der letzte Palladin" etc., ebenfalls von Finn) gezogen wird und man eine besondere Begabung braucht, die nur per Bluterbe weitergegeben werden kann. Die Begabung könnte auch gelegentlich Darwin-Like durch Mutation entstehen.
    Durch diese Vererbung entstünden dann auch Magier-Clans und -Gilden, was ja auch oft ein essentielles Element ist.

    Was ich über das Buch zu sagen habe, steht in dem Buch.
    ~Albert Einstein

  • In meiner Geschichte gibt es wohl noch eine weitere Nuance der Magie, denn der Mensch ist dort mit dem Hintergedanken geschaffen worden, ein Wesen zu sein, dass die Welt um sich verändern kann, sowohl auf magische als auch auf nichtmagische Weise. Dazu benötigt der "Veränderer" jedoch Wissen über den zu verändernden Zustand, welches durchaus als "wissenschaftlich" zu bezeichnen wäre. Wer also allein schon einen Wassertopf erhitzen möchte, muss einige physikalische Gesetzte kennen und verstehen, ebenso wie die Natur des Wassers.
    Ein Veränderer mit entsprechenden Fähigkeiten braucht für einen Zauber quasi keine Energie, unerfahrene oder angeschlagene Veränderer können aber allein durch die Anstrengung sterben, die der Zauber von ihnen fordert. Man kann sagen, dass jemand mit wenig Wissen und Erfahrung viel Anstrengung und somit Energie aufbringen muss, um einen Zustand zu ändern, als jemand mit viel Wissen und Erfahrung jedoch fast keine Energie aufbringen muss, somit ist ein Veränderer letzten Endes in seiner Zauberkraft nur durch sein Wissen limitiert, nicht durch seine Lebensenergie oder dergleichen.
    Grundsätzlich kann beinahe jeder Magie erlernen, manche von selbst und andere nur durch hartes Lernen, ein kleiner Teil ist dazu jedoch auch völlig unfähig. Ganz allein und ohne Lehrer schaffen es nur sehr wenige, überhaupt Fähigkeiten zu entwickeln, und diese bringen es ohne Hilfe nie zu einer Meisterschaft. Ein besonderes Talent benötigt man also nicht, talentiert zu sein ist aber sehr förderlich.
    Als Katalysator für Veränderung kann alles wirken, Worte, Gedanken, Gegenstände, Schriftrollen, Berührungen und ähnliches, jedoch dürfte der Gedankenanteil überwiegen.

    Magie hat etwas einzigartiges: Sie berührt alle Sinne. Sie ist wie ein Geruch, der sich nicht wirklich wahrnehmen lässt, wie Sand, der durch Fingerrillen rinnt. Sie ist ein Geschmack auf der Zunge, der sich nicht benennen lässt, und wie ein Lied, dessen Melodie einem nicht im Kopf bleiben will.
    So lernte Aer die flüchtigste aller Künste kennen: Das Weben von Zaubern, das Formen der Magie.


    Die Schatten der Magie

  • Im Grunde ist Magie ja nichts weiter als Energie und die Fähigkeit, Energie zu manipulieren, wie und mit welchen Hilfsmitteln auch immer. So könnte man arkane Konstrukte erschaffen, die durch einen Zauber "programmiert" sind und durch eine Magiequelle, wie z. B. Edelsteine, in denen Magie/Lebenskraft gespeichert werden kann (wie in Eragon), gespeist werden.

    Was ich über das Buch zu sagen habe, steht in dem Buch.
    ~Albert Einstein

  • Mir fiele noch ein "Magie durch magische Wesen gewirkt" und der Mensch kann diese Wesen beeinflussen, aber nicht selber magisch tätig werden. Das grenzt natürlich nahe an Religion. Z.B. Riten, die einen Geist dazu bewegen sollen etwas zu tun, aber auch sowas wie Schamanen, die Geister beschwören und der Geist tut dann Dinge für sie. Der Mensch selber hat dann in dem Sinne keine magische Kraft sondern muss diese Geister darum bitten, bestechen (mit Essen) oder befehlen, etwas zu tun.
    Da fällt mir als Beispiel der Avatar ein, also der ursprüngliche, vedische. Der Avatar ist die Manifestation eines Gottes in einem Menschen und manche Yogi-Schulen glaubten, dass man durch bestimmte körperliche Praktiken (also Teile von dem, was wir landläufig Yoga nennen) seinen Körper so vorbereiten kann, dass er ein perfekter Avatar wird und ein Gott sich darin manifestieren kann. Durch diesen Gott in einem kann der Avatar dann die Natur und Elemente beherrschen.
    (Wow... wär hätte gedacht, dass die Pflichtvorlesung Religionsgeschichte Asiens tatsächlich mal zu was gut sein würde....)
    Ähnlich sollen ja auch dämonische Besessenheiten dazu führen, dass der Mensch übernatürliche Dinge verrichten kann.


    Das ist jetzt nicht Magie im engeren Sinne, mehr so ein "wie bringe ich kleiner Mensch ein magisches Wesen dazu zu tun, was ich will". Dazu gehören dann auch Volksaberglauben wie "Knoblauch gegen Vampire". Der Mensch macht keine Handlung mit magische Kraft, sondern er verwendet einen alltäglichen Gegenstand, der einen Einfluss auf magische Wesen hat. Der Einfluss ist nicht durch magische Energien begründet sondern durch den Charakter des magischen Wesens (=es heißt ja nicht "Knoblauch baut ein energetisches Schutzfeld auf", sondern Vampire mögen schlichtweg den Gestank nicht).


    "Magic by proxy", sozusagen :D.

    Ich denke sowieso mit dem Knie.
    - Joseph Beuys

    Einmal editiert, zuletzt von Mayotta ()

  • Wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe und nichts verhaue müsste die Magie bei Dragon Age auch noch was anderes sein.
    Und zwar kommt die Energie der Magie dort aus dem Jenseits bzw. dem Reich der Träume. Der Durchschnittsmensch hat nur eine normale Verbindung zu diesem Reich, d.h. er ist in seinen Träumen dort aber ansonsten nutzt ihm die Verbindung nichts. Einige wenige, die Magier, können diese Verbindung nutzen um die Energie zu kontrollieren und Zauber zu wirken. Durch ein Ritual bei dem die Verbindung getrennt wird kann aber auch verhindert werden das dieser die Magie weiter nutzen kann. Dadurch wird er aber auch total Emotionslos und hat keinerlei Gefühle mehr.
    In der Welt der Sterblichen gibt es zudem noch ein Mineral (Lyrium), welches quasi reinmagisch ist und es auch in dem Jenseits gibt. Es kann die magischen Fähigkeiten verstärkt und Nicht-Magiebegabten die Möglichkeit geben Zauber abzuwehren. Macht dafür aber bös abhängig. Jene die keine Verbindung mehr haben (das sind dann die Ex-Magier und die Zwerge) können dieses Mineral relativ bedenkenfrei bearbeiten und damit hantieren (aber auch nur in abgeschwächter Form, da es sonst trotzdem schädlich ist).


    Außerdem ist die Magie da auch sehr von Geistern bestimmt. Die Magier können mitunter Geister auch quasi in die reale Welt ziehen und diese dann auch befehligen.


    Also ich hoffe mal das ich das Prinzip bei Dragon Age richtig verstanden hab. Wenn nicht korrigiert mich einfach. :D

    Der Schlüssel zu einer fremden Welt ist das Lesen...
    ...die Tür zu ihr ist das Buch...
    ...das Land dahinter sind die Wörter...
    ...und der Weg dahin sind meine Gedanken und meine unendliche Phantasie.

  • Also ich finde das System aus der Rachel-Morgan-Reihe ziemlich cool (wer hätte es gedacht XD)


    Also es gibt einmal die Erdhexen.
    Die stellen Zauber mit Hilfe von Pflanzen her. Drei Tropfen Blut katalysieren den Zauber (Hexen haben ein besonderes Enzym im Blut, dass das kann). Die Zauber werden in Rotholzscheiben gespeichert und können so auch benutzt werden.
    Schmerzamulette, Amulette um Sommersprossen zu verbergen etc. Die ganze Palette eben ^^


    Dann gibt es die Kraftlienienmagie.
    Die Kraftlinien verlaufen unter der Erde und können von Kraftlinienhexen angezapft werden.
    Die Energie aus den Kraftlinien stammt aus dem Jenseits und kann direkt angewendet werden, also ohne sie in Rotholz speichern zu müssen.
    Hierzu zählen Schutzkreise und ähnliches.
    Kraftlinienhexen gleiten leichter in die Schwarze Magie ab. Hier wird ein Blutopfer verlangt, dass die Hexe in der Regel selbst bezahlt (Erdhexen mit den Tod der Pflanzen). Wenn kraftlinienhexen beginnen Tiere etc. zu töten, werden sie schwarz.


    Die Dämonenmagie vereint beide Arten der Magie und wird entsprechend ziemlich schwarz.
    Dämonenmagie kann eigentlich nur von Dämonen gewirkt werden, da Rachel aber einen Gen-Fehler hat, kann sie es auch.
    Dämonenzauber sind mächtig. Wenn ich zum Beispiel ein Wolf werden will, BIN ich ein Wolf und nicht wie bei Kraftlinienmagie, die eine Illusion davon schafft.
    Dämonenzauber und schwarze Zauber färben die Aura allerdings schwarz (wofür man nach dem Tod so lange bezahlt, bis sie wieder sauber ist).


    Alle Zauber können mit Hilfe von Salz, bzw. Salzwasser gebrochen werden.


    Das System in den Büchern ist eigentlich viel komplexer. Ich habe nur versucht es mal leicht zu erklären. Um es ganz zu verstehen müsste man wahrscheinlich die Bücher gelesen haben ^^

    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald

  • In Sapkowski Hexer-Büchern ist Magie eine Kraft, die aus sogenannten Quellen gezogen wird. Die Quellen sind Erscheinungen in der Natur, die in allen möglichen Dingen Stecken kann. Am gefährlichsten und unkontrollierbarsten ist wohl das Feuer als magische Quelle. Es können aber auch Steine solche Quellen sein, die anderen Elemente oder es bilden sich Quellen an besonderen Orten, wie sehr alten Wäldern (z.B. das Herz des Brokilon, wo die Heuweiber leben) oder Schlachtfeldern. Das ist sehr unterschiedlich.
    Zauberer sind in der Lage, diese Quellen aufzuspüren und anzuzapfen. Sie saugen sie quasi aus um ihre eigene "Batterie" mit der Energie aufzufüllen. Je ungefährlicher eine Quelle ist, desto weniger magische Energie lässt sich daraus ziehen. Das bedeutet letztendlich, dass die Zauberer in dieser Welt über keine eigene magische Kraft verfügen, sondern sich nur aufladen um zu einem anderen Zeitpunkt Magie wirken zu können. Wie der Tank in einem Auto, ungefähr :pupillen:

    I've got a toxic attitude and lack self control
    A reasonably fucked up individual

  • Gerade in Spielen, ob nun P&P oder Video, gibt es ja eine Art Ressource, oft Mana (ich vermute hier die Energie, nach denen die Maori-Krieger strebten und nicht das biblische Himmelsbrot - Lausurin - als Namensgeber) oder einfach Magie genannt, oft neben der Lebensenergie und der Ausdauer. Eine solche Ausdauerenergie gibt es in Wirklichkeit natürlich nicht und Lebensenergie schon gar nicht. Gerade letztere ist ja weit von jedem Realismus entfernt. Darum könnte man sich überlegen, auf die Speicherung solcher Energieen in Geschichten zu verzichten (in Spielen sind sie natürlich sehr praktisch - wer will schon, dass sein Charakter nach nur einem guten Treffer stirbt oder kampfunfähig ist?). Wobei gerade das Aspekte-System, dass ich mit meinem Bruder entwickelt habe, völlig auf Energien verzichtet.


    Also:


    -Der Magier speichert die Magie als Ressource in sich, die er verbrauchen und wieder auffüllen kann/muss.
    -Magie ist frei im Raum und wird beeinflusst
    -Magie wird durch das Zaubern überhaupt erst erzeugt


    Interessant, gerade für Urban- oder Science-Fantasy finde ich den Gedanken, Magie als dritte Größe neben Materie und Energie zu verwenden. Sie verhält sich zu Energie wie Energie zu Materie. Insbesondere kann sie ein Perpetuum Mobile der 3. Art erzeugen. Das heißt im Grunde folgendes: Hitze bedeutet, dass alle Teilchen in einem Gegensand schnell tanzen. Würden sie sich alle, all diese Milliarden und Abermilliarden Teilchen gleichzeitig in die gleiche Richtung bewegen, so würde der Gegenstand in diese Ricjtung springen, sich aber praktisch auf den absoluten Nullpunkt abkühlen. De facto kann das nicht zufällig passieren. Magie wäre dann im Grunde die Kraft, eine Energie in eine andere umzuwandeln oder Zufälle, wie beim Doppelspaltenexperiment zu beeinflussen. Man kann dann aber nur mit der Energie arbeiten, die schon da ist und ist den physikalischen Gesetzen unterworfen. Will man Energie benutzen, muss man sie irgendwo entziehen und das würde auffallen. Man kann den Entzug aber auch nutzen, um z.B. eine Person tiefzufrieren und mit der thermischen Energie eine zweite zu kochen. Mit dieser Energie-beeinflusst-Energie-Theorie wären die Fähigkeiten von Magiern aber bei weitem beschränkter als in den meisten Fantasy-Geschichten, eben den bekannten Naturgesetzen unterworfen. Sie wäre nur fähig, (fast) unmögliche physikalische "Zufälle" zu erzeugen, die dem Magier dienlich sind. Und die Notwendigkeit, die Energie zuvor irgendwo her zu nehmen würde ihn zufällig einschränken.


    Also:


    -Magie als Energiebeeinflussung, als reine Beeinflussung des schon vorhandenen innerhalb der physikalischen Gesetze
    -Magie als Creatio ex nihilo, also Schöpfung aus dem Nichts, die keinen Naturgesetzen wie wir sie kennen, unterliegt

  • Heyho,

    dieses Thema ist zwar schon seit langem nicht mehr beackert worden, aber einen Aspekt der Magie vermisse ich hier bisher:


    - Magie ist an den Glauben an Gott gebunden


    Diese Idee hatte Katherine Kurtz https://de.wikipedia.org/wiki/Katherine_Kurtz Mitte der 1970er, als sie die "Deryni - Zyklen" schuf.

    Diese Geschichten erzählen vom Kampf der Häuser der Haldanes und der Festil um die Macht im Reich, eingebettet in ein fiktives mittelalterliches England.

    Zentral dabei ist die Existenz einer (katholischen Kirche), der sich beide Häuser beugen müssen. Die Haldanes werden von einer Gruppe Adliger unterstützt, angeführt und geleitet von Camber von Culdi.

    Diese Gruppe ist magiebegabt. Allerdings wurde ihr diese besondere Gabe durch Gott verliehen und nur durch ihren Glauben an ihn können sie ihre Magie ausüben.

    Dann allerdings ist ihnen von Wundheilung (auch schwerer Verletzungen), Gestaltwandeln etc. vieles möglich, das weit über die Fähigkeiten ihrer Mitmenschen hinausgeht.

    Und damit sind die Deryni in einem kaum zu lösenden Dilemma:

    Im Laufe des Machtkampfes werden sie von mit der Seite der Festils sympathisierenden Klerikern als Häretiker und Ketzer verteufelt.


    Katherine Kurtz hat das Spiel der Intrigen dermaßen spannend in Szene gesetzt, daß ich mir die ersten zehn Bände von einem Freund für 30 Dollar aus den US.ofA. gebraucht mitbringen ließ, um die Originale lesen zu können (beim Heyne-Verlag gab's die damals nicht mehr...).

    Wie das heute antiquarisch im Netz aussieht - versucht Euer Glück.(Vielleicht wurden die Bücher mittlerweile auch nochmal neu aufgelegt). Die Erzählung war und ist jedenfalls eine von den ganz großen Fantasystories, auch wenn's da weder Elfen, Trolle noch Drachen gibt... zumindest hat K.Kurtz einen Weg der Magie gefunden, wie ich sie noch nirgendwo anders in dieser Form gelesen habe.

    Das Problem bei Magie ist eigentlich immer das Balancing mit nicht magischen Charakteren.

    Gilt nicht für die Deryni - Zyklen...


    Aufgefallen ist mir im Thread auch noch diese Anmerkung:

    Generell gefällt mir auch die Vorstellung, dass die Magie überall vorhanden ist, und "einfach nur" manipuliert werden muss. Dadurch hat sie in meinen Augen eine etwas festere Grundlage.

    Dazu hat ein Mensch namens Harald Haarmann 1992 mal ein ziemlich gutes Buch geschrieben:

    Darin geht's im Prinzip nur darum, daß wir hier durchaus immer und überall von Magie umgeben sind. Wir müssen sie nur wieder erkennen lernen. Quintessenz des Buches für mich: Nach der Lektüre kann ich zwar immer noch keine Blitze aus meinen Fingerspitzen zucken lassen, aber durch das bloße Erkennen all dieser mich tagtäglich umgebenden Gegenwart der Magie kann ich meinen Blickwinkel zum Thema deutlich und nachhaltig verbessern.

    Gibt's online für kleines Geld in diversen Shops.


    Der Wanderer

  • Wie wäre es noch mit Wissenschaft, oder besser gesagt einem verlorenen Bereich der Bsp Physik, für die man eine Resurse braucht, die mitlerweile aufgebraucht ist.

    Beispielsweise ein sehr instabiles Isotop, wo die letzten vorkommen vor einigen Hundert Jahren zerfallen sind und es deshalb heutzutage keine Magie mehr gibt. Oder man jedenfalls nicht mehr weiß, was man für dessen Wirkung benötigt.

  • AFG das fände ich sehr interessant.

    Und von:

    ein sehr instabiles Isotop, wo die letzten vorkommen vor einigen Hundert Jahren zerfallen sind und es deshalb heutzutage keine Magie mehr gibt

    meine ich mal etwas ähnliches gelesen zu haben oder zumindest etwas, das ein wenig in diese Richtung ging. Ist aber schon eine Weile her und ich komm gerade nicht drauf was für ein Buch es war. ?(

  • Charon

    Ich habe mal ne leseprobe für den Tolino gelesen. Da wurde gesagt das man Magie als Wissenschaft betrachten sollte.

    Wie es hieß weiß ich aber auch nicht mehr genau.

    ( irgendwas mit zwei verschiedenen Welten. Eine mit Magie und eine ohne. Und der Haubtcharacter arbeitet in so einem Ominösen Ramschladen, mit seltenen Gegenständen )

    Ps: Das mit den Isotopen habe ich mir (aufgrund "Magischer" Mineralien meiner eigenen Geschichte eigenen Geschichte) einfallen lassen.

  • @Kelamith


    Zum Thema Magie mag ich mich hier gerne äußern. Ich selbst beschäftige mich in jeglicher Richtung der Magie und habe auch selbst schon Erfahrungen gemacht, die ich dir gerne mitteilen mag. Vielleicht ist ja wirklich das eine oder andere dabei was du für deine Geschichten verwenden kannst.


    Ich habe das ganze mal in einem Spoiler gepackt, da es nun doch länger geworden ist wie gewollt, aber darüber kann ich Stunden refarieren ;)

    So ich hoffe es war ein bisschen was dabei mit dem du was anfangen kannst.
    Felder die ich ausgelassen habe sind:


    Geisterbeschwörungen und Erscheinungen
    Pendeln

    Medium (Menschen die Ereignisse sehen können)

    Schwarze Messen und Okkultismus

    Drachenmagie (Wesenmagie)

    Engel

    ....

    Fantasy ist ein Werkzeug der Magie,
    wer sie beherrscht,
    besitzt die Kunst
    andere zu verzaubern.
    c Antke 2013