Worldbuilding

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    • Auch klassische Mordäxt o.ä. hatten relativ kleine Köpfe auf langen Stangen. Das Wummst, klar, der Träger hat durch die Rüstung aber auch selbst mehr Masse und wird nicht so schnell umgeworfen...
      Allerdings würde ich davon ausgehen das es, wenn es dir Rüstung nicht durchdring, tatsächlich kaum weh tut, da die Rüstung die Wucht ja abfängt und verteilt. (Anders als bei Ketten, Leder oder Stoff, wobei es auch da immer auf die Menge ankommt und teils hilft das schon sehr viel)

      Wie gesagt, Schwerter waren im Mittelalter gar nicht so die Schlachtenwaffen, höchsten Zweitwaffen und dann für eine Hand. Das Lange war eher eine Zivile Waffe.
      Einzige der Bidenhänder, damit hatte man ja teils Wege in die sonst kaum überwindbaren Speerreihen geschlagen (drum auch Gassenhauer), allerdings war das ein recht suizidaler Job...

      Man kann natürlich nie ausschließen das es etwas nicht gegeben hat, abhängig von Situation und Gegner können natürlich auch Keulen von Pferden aus irgendwie Sinn gemacht haben...



      Und mein absoluter Liebling was absurde Waffen angeht: Der Laternenschild
      Ist in der Wiener Rüstkammer zu bewundern...
    • Ich finde das Thema sehr interessant, aber vielleicht sollten wir einen eigenen Thread zu Waffendiskussionen aufmachen, da es sich jetzt doch vom Thema wegbewegt. Wir wollen ja ein ordentliches Forum ;)

      EDIT

      Waffen und Rüstungen in der Fantasy (und ihren irdischen Vorbildern) - Ich konnte selbst nicht widerstehen, dort weiter zu diskutieren... :D
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Windweber ()

    • Hey,

      Danke für den Thread und die wirklich ausführliche Ausarbeitung.

      Bin gerade am Ende von Band 1 meiner Geschichte angelangt (85.000 Wörter) allerdings musste ich feststellen das ich noch so spannend und lustige Texte haben kann, das alles macht nochlange keine gute Geschichte aus... bestenfalls durchschnittlich.

      Nach einigem überlegen ist mir aufgefallen, das mir der Tiefgang fehlt, was ich nun mit einem ausführlichen, plausiblen und kreativen Worldbuilding erreichen will.

      Hatte auch schon ein paar Ansätze, doch zum Glück hab ich diesen Thread hier rechtzeitig gefunden... mir wäre in Traum nicht eingefallen was es tatsächlich alles zu beachten gibt.

      Danke an alle die hier mitgearbeitet haben. :thumbsup:
      "Beurteile die Bücher nie nach dem, mit was sie im Anfang einleiten, sondern wozu sie am Ende hinleiten."

      Ignatius von Loyola
    • Es liegt ganz in deinem Ermessen, was du alles beachten willst. Das geht vom Sonnensystem (Mond, Sonnenzeit, Jahreszeit...) über den Planet (Kontinentalplatten, Gebirge, Vulkane, Erdbeben...), Wetter (Klimazonen, Wetterzyklen, Luftströmungen ...), Fauna und Flora (Evolution, Ökosysteme, Symbiosen ...), Intelligente Wesen (Kulturen, Entstehung, Religion, Sprache, Schrift, Geschichte, ...) und eine Interaktion von all diesen Elementen zusammen.

      Nur mal ein gaaanz grobe Liste was mir grad so eingefallen ist, viele Punkte fehlen natürlich und bei jedem kann man endlos in die Tiefe gehen und sich ein Leben lang damit beschäftigen ohne zu einem Ende zu kommen. :D


      Spoiler anzeigen
      Ein guter Weltenbastler ist meist auch ein totaler Nerd, da er einfach an ALLEM interessiert ist und das in seine Welt einfließen lassen kann. :D
    • Cooler Thread

      Was mir immer besonders hilft, ist es Figuren und Wesen ersteinmal zu zeichnen. So kann ich Details ausarbeiten, die ich besser beschreiben kann, zudem vergisst man so auch nichts. Es kann ja schon einmal vorkommen, das eine fiktives Tier erst spät wieder in Erscheinung tritt, und so hat man das ursprüngliche Bild.

      Ebenfalls fertige ich grobe Karten von Ländern/Kontinenten an mit den Städten, Flüssen, Bergen etc. So stelle ich sicher, dass alles was ich schreibe schlüssig ist. :)
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.
    • Eine eigene Welt erschaffen

      hallo ihr Lieben.

      Ich habe gesehen das viele eine eigene Welt erschaffen haben und habe gesucht ob es schon ein Thema gibt, wie man da ran geht. Habe aber nichts gefunden.
      Also ich hoffe ich bin hier richtig.

      Ich würde gerne selber eine Welt erschaffen für meine Geschichte, bzw. hab so grob ein paar Ideen, aber ich weiß nicht wie ich weiter vorgehen soll. Hab sowas noch nie gemacht.

      Wie seit ihr also vorgegangen. Wie geht man da überhaupt ran?

      Ich dachte da es in diesem Abschnitt über Eigene Welten geht, bin ich mit meiner Frage hier an der richtigen Stelle.

      Liebe Grüße
    • Puh, jetzt wo du es erwähnst, müsste ich auch mal an meiner Welt weiter basteln.

      Ich geh mal kurz meine Sachen dazu zusammenkramen und schreib hier dann nen Kommi.

      Kann aber was dauern.(Dient also erstmal als Platzhalter)

      Bg

      Aber vorerst sei gesagt, dass die Vorgehensweise auch stark von der Welt abhängt.

      Ich würde zum Beispiel ein Mittelerde (wo ich starken bezug auf die Rassen, deren Städte oder Beziehungen zueinander eingehen kann) anders beschreiben als ein Harry Potter.
      Weltenbau beschränkt sich halt nicht nur auf Sichtbares, sondern auch auf Geschehenes (Zeit. Warum ist das "Heute" so wie es ist) und Idee hinter dem ganzen.

      Schwer zu erklären. Ich such mal mein Zeug raus.

      Also, MEINE Vorgehensweise war so, dass ich eine Art Reiseführer haben wollte. Eine Art nachschlagewerk wenn man tatsächlich in dieser Welt wäre und sich nun zurecht finden müsse. Und nein ich meine nicht Hyperdetailiert hinter welcher Ecke der nächste McDonalds ist.

      Also, bei einer klassischen Fantasy Welt würde ich wie folgt anfangen. Einfach...

      Punkt 1
      Also habe ich erstmal alles "Greifbare" genommen. Sachen die man sieht. Ich beschrieb zuerst die Kontinente und deren Eigenschaften. Man kann dann auch auf deren Bewohner eingehen. (Insbesondere dann, wenn diese den Kontinent/Insel whatever stark geformt haben. Generell Flora und Fauna)
      Halt all das was man sieht. ZUm Beispiel auch besondere Orte. (Da meine Welt viel mit Magie zutun haben wird, habe ich zum Beispiel Zentren eben dieser Magie beschrieben... und wo sie zufinden sind.)

      Punkt 2
      Später bin ich dann etwas tiefer in die Materie gegangen.
      Hab zum Beispiel erklärt wie Sachen in dieser Welt funktionieren. (Als Beispiel hier wieder die Magie)
      Wie ist das in deiner Welt? Wie funktioniert die Magie? Ist das den Bewohnern bewusst wie Magie funktioniert? Was für magie gibt es?
      Wir gehen also langsam an die Fäden in den Hintergrund.
      Auch ein Wie ist die Welt überhaupt entstanden? Könnte hier super reinpassen. Halt alles was im Hintergrund spielt.

      Und von diesem Punkt, lässt sich wunderschön zu einer Art Chronik übergehen. Wenn du nämlich wirklich bei Enstehungsgeschichten angekommen bist, kannst du dich direkt der Vergangenheit deiner Welt widmen.

      Punkt 3
      Die Vorgeschichte. Also, wie ist die und die Organisation enstanden? Warum reagieren diese Art von Menschen anders? Was ist der Grund dafür das deine Welt so ist, wie sie ist? Du kannst hier bis in die Wurzeln zu einer Art Entstehungsgeschichte zurück gehen. Hat sie vielleicht was mit einem Glauben zu tun der in der jetzigen Zeit deiner Welt eine Rolle spielt?
      Fakt ist, das Herz deiner Welt fängt nicht erst mit dem auftauchen des Protas an zu schlagen.

      Punkt 4
      Jetzt wirds feinmaschiger. Ab hier würde ich auch sagen, dass es kein klarer Leitfaden mehr ist, sondern sich lediglich bei mir so entwickelt hat. Auf Grund der Chroniken, bin ich nun wieder auf die Bewohner zurückgekehrt. Näher, eher die Bevölkerung. Also, einzelne Städte bzw. Ballungsgebiete. Wie sind die Beziehungen untereinander. Welche Gruppen mögen sich welche nicht.
      Allein dadurch, hab ich soviel mögliche Konflikte oder Geschichten gesehen, das haufenweise Plot entstanden ist.
      Beispiele wären hier zum Beispiel: Was ist Hogwarts? Beziehung zwischen Elben und Zwergen. Wie sieht die Galaktische Bevölkerung die Rebellen Allianz?
      Während wir vorher also eher von oben draufgeschaut haben, befinden wir uns nun mittendrin.

      Punkt 5
      Bei mir fielen hier nun schon die ersten gegründeten Verbände, die sich aus der und der Situation, dem Zerwürfnis, dem gemeinsamen Ziel etc. entwickelt haben. Also fielen auch erste Namen. In Punkt 5 Wird näher auf große Persönlichkeiten eingegangen.
      Auch kann man hier besondere Gegenstände benennen, wenn es sowas geben sollte. Artefakte, Relikte, Besondere Unsichtbar machende Umhänge, mächtige Ringe oder eine Besondere Waffe (Escalibur, Frostmourne...) Alles was einen Namen hat, trägt ihn meist nicht umsonst. Sobald ein Gegenstand einen Namen hat, steckt meist eine kleine geschichte dahinter.
      Man merkt, man arbeitet sich immer weiter ins Detailierte hinein. Denn das "Greifbar" vom anfang, ist nun langsam wortwörtlich zubenutzen.

      Ich denke das reicht fürs erste. Bedenke, dass sowas ein riesen Aufwand sein kann. Auch MUSST du nicht wirklich eine Welt erschaffen. Es gibt gute Kinofilme die einfach nur für die Kasse gedreht wurden und weswegen sich dahinter auch keine große Welt dahinter verbirgt. Es ist also nicht verpflichtend.
      Aber ich finde es bringt zahlreiche Vorteile. Deine Welt wirkt lebendig. Dreht sich nicht nur um den Prota oder ein Schlüsselereignis. Es gibt einfach mehr Säulen die das ganze Konstrukt tragen. Es können einen unglaublich viele Ideen für weitere Geschichten oder für die "eigentliche Geschichte" kommen. Man selber lernt so den Ort in dem der erstellte Charakter lebt besser kennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Etiam ()

    • Etiam schrieb:

      Puh, jetzt wo du es erwähnst, müsste ich auch mal an meiner Welt weiter basteln.

      Ich geh mal kurz meine Sachen dazu zusammenkramen und schreib hier dann nen Kommi.

      Kann aber was dauern.(Dient also erstmal als Platzhalter)

      Bg
      Ist das hier ein Wettbewerb, dass man Platzhaltern muss???

      Kathamaus, eine "Welt bauen" ist wie eine Geschichte schreiben: Jeder geht anders an die Sache ran.

      Die einen beginnen mit einer Figur und überlegen dann: Wie sieht das Umfeld dieser Person aus? Ihre Lebensumstände? Warum ist das so und was tut meine Person dort in diesem Umfeld? Und so gelangt man von einem Punkt (der Person) in immer größer werdenden Gedankenkreisen auf ein Dorf, eine Region, ein Land, ein Kontinent, ein Planet, eine Galaxie, ein Universum... bis zum Multiversum Deiner selbst.

      Du kannst aber auch genau dort beginnen: Beim größtmöglichen... und Dich immer weiter in Details vorarbeiten. "Wenn mein Planet dieses... was ist dann mit den einzelnen Kontinente? Welche Möglichkeiten bieten mir die geografischen und klimatischen Bedingungen einer/eines "Was weiß ich". Wie leben die Menschen da, wie sehen sie aus? Sind es überhaupt Menschen im landläufigen Sinne? Welche Konflikte gibt es zwischen den Völkern (das kann man runterbrechen auf die Regionen, die Dörfer, die Familien, die einzelnen Personen)...

      Du kannst auch mittendrin einsteigen, also nicht im größten und nicht im kleinsten Aspekt einer Welt... einfach irgendeinen Punkt suchen, den Deine Welt unbedingt haben muss/sollte... und von dort aus baust Du die Welt drumherum...

      Niemand zwingt Dich, eine komplette Welt zu konzipieren, nur um eine Geschichte zu schreiben. Aber je genauer Du selber als Autor diese fiktive Welt kennst und entwickelst, um so glaubhafter können die Akteure Deiner Geschichten in ihrem Umfeld agieren...
      Aus aktuellem Anlass:

      Ich möchte bitte keine LIKEs mehr haben! ^^
      Wenn Dir mein Beitrag hier und anderswo gefällt, schreibs mir einfach. :danke:
    • Da müsste es doch eigentlich schon mehrere Threads dazu geben. :hmm:
      Aber irgendwie sind die wild über drei Unterforen verstreut... XD


      Cory hat das schon ganz gut beschrieben, ganz grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen wie man eine Welt basteln kann:

      Von Außen nach Innen
      Von Innen nach Außen



      Von Außen nach Innen:

      Man beginnt mit den großen Sachen, die Welt, Karten, Länder, Kulturen, Religionen, Geschichte etc. und geht dann immer mehr ins Detail.
      Vorteil: Eine in sich stimmige Welt mit stimmigen zusammenhängen etc. bei der man einen großen Teil der Infos abrufbar hat
      Nachteil: Je nach wie genau man die Welt beschreibt ein sehr sehr großes Projekt.
      Beispiel: Mittelerde

      Von Innen nach Außen:
      Die Welt wird um einen Charakter herum aufgebaut, und immer dann erweitert wenn man was Neues braucht
      Vorteil: Anfangs sehr schnell und man kann machen was man will
      Nachteil: Irgendwann verstrickt man sich in Widersprüchen und Logikfehlern. Je größer die Welt wird um so schwieriger ist ein Überblick
      Beispiel: Harry Potter



      Und so oft wie möglich an der realen Welt orientieren, die ist so viel spannender und facettenreicher als jede Fantasywelt, dafür ist die reale Welt einfach zu groß. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alcarinque ()

    • @Kathamaus

      Kathamaus schrieb:

      Ich habe gesehen das viele eine eigene Welt erschaffen haben und habe gesucht ob es schon ein Thema gibt, wie man da ran geht. Habe aber nichts gefunden.
      Gibt es:
      Worldbuilding

      Darum haben wir die beiden Threads auch zusammengeschoben ;)

      LG Chaos
      "Fürchte nicht die Finsternis. Akzeptiere sie und sei, was in ihr auf deine Feinde lauert. Angst ist eine Waffe, Halvar. Nutze sie zu deinem Vorteil."