Aus dem "Dunkel" oder "Dunklen"

  • Hallo liebe Rechtschreibprofis!


    Ich gehe gerade meinen Text durch und stolperte über das Wort "Dunkel". :S Gemeint ist das Substantiv, nicht das Adjektiv.

    Ich bin mir nicht sicher, ob man "aus dem Dunkel/Dunkeln/Dunklen" schreibt, wenn man ausdrücken möchte, dass da etwas aus der Finsternis herausschaut.

    Google hat mich da leider nicht schlau gemacht. Kennt sich einer von euch aus und kann helfen?


    Die selben Schwierigkeiten bei folgenden Ausdrücken:

    Jemanden im Dunkel/Dunkeln lassen...

    Das Dunkel/Dunkle in ihr...

    Durch Umwege sieht man mehr von der Welt.

  • Ich denke man kann beides recht synonym verwenden. Rein nach Gefühl würde ich aber sagen das eine Beschreibt eher die Dunkelheit als solche, während das andere das was verhüllt ist mit einbezieht, falls du weißt was ich meine.


    Edit:

    Bei jemanden im Dunkeln lassen kenne ich allerdings nur diese Variante.

    - Große Männer werden im Feuer geschmiedet. Das Privileg der Kleineren ist es, das Feuer zu entfachen. -


    - nur ein Irrer steigt in das Raumschiff eines Verrückten -

  • Hallo liebe Polarfuchs ,

    der Duden sagt, der Dativ von "Dunkel" (also "woher/wo") lautet "aus dem/in dem/im Dunkel".

    Außerdem ist "im Dunkeln" okay. Das Korrekturen-Portal hat das ganz gut erklärt.

    Die Form "im Dunklen" gibt es korrekt gesehen nicht.

    LG Tariq

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Heyho Polarfuchs

    Ich bin mir nicht sicher, ob man "aus dem Dunkel/Dunkeln/Dunklen" schreibt, wenn man ausdrücken möchte, dass da etwas aus der Finsternis herausschaut.

    Da kannst Du meiner Meinung nach gar nichts falsch machen:


    "Dunkel war's, der Mond schien helle - schneebedeckt die grüne Flur!" (Verfasser unbekannt)


    Allerdings kann man damit spielen und es anpassen, finde ich:


    "Und wenn dereinst im Dunkel der Nacht ein Licht erscheint, so könnte es der Stern sein, auf den alle hoffen."

    (Könnte ich mir im Rahmen einer Geschichte vorstellen...)


    "Und wenn dereinst in dunkler Nacht ein Stern am Himmel hell erwacht..."

    (Wäre für mich die erste Zeile eines Gedichtes...)


    "Im Lichte, sagen die einen, liegt die Wahrheit. Im Dunklen, so sagen es andere, läge ebenfalls ein Licht. Doch schwerer sei es zu entdecken, welche Wahrheit sich im Lichte der Dunkelheit verbirgt..."

    (Könnte der Prolog zu einer Geschichte werden...)

    :D:D:D


    Ich würde mir an Deiner Stelle jedenfalls keinen Kopf drum machen, was der Duden dazu sagt. Es wird ja keiner erschossen, wenn er sich von seinen Gefühlen leiten lässt.^^

  • Tariq und Der Wanderer


    Danke für eure Antworten! Die Deutsche Sprache ist manchmal echt schwierig... Ich denke, ich werde da tatsächlich nach Gefühl gehen, auch auf die Gefahr hin, dass sich dann ein paar Gewehrläufe von Grammar-Nazis auf mich richten werden. (Nicht böse gemeint, Tariq :blush: Du weißt, ich schätze deine Korrekturen über alle Maße!)

    Schreiben ist ja schließlich auch eine Art von Kunst, und Kunst ist frei. Ich denke, bei solchen Kleinigkeiten ist das okay...

    *duckt sich und rennt*:panik:

    Durch Umwege sieht man mehr von der Welt.