Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 2.160 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Februar 2023 um 11:30) ist von Mad Bull.

  • Die Überlebenden

    Prolog

    Eine Symphonie von Licht streifte Monde und Planeten. Strömte ins ewige All. Das letzte Lied eines sterbenden Sterns. Der Klang des Todes flutete in die endlosen Weiten. Die letzten Akkorde der tödlichen Melodie ließ die Magnetschirme der „Luvattu Maa“ ächzen. Generatoren heulten auf, als die künstliche Intelligenz die Schilde verstärkte.

    Vergeblich.

    Ein Halo von Licht umgab das Schiff. Sekundenschnelle Berechnungen legten einen neuen Kurs fest. In einer letzten Anstrengung schleuderte der Hyperraumanatrieb die Luvattu Maa aus der Gefahrenzone. Die Reaktoren erstarben seufzend.

    Alle Energie in die Erhaltung der Waben.

    Am Rande der Sensoren erschien eine neue Welt. Eine Atmosphäre von Stickstoff und Sauerstoff und doch ein unwirtlicher Ort. Überlebenswahrscheinlichkeit 10%.

    Besser als nichts …


    Spoiler anzeigen

    Anfang einer Geschichte, die ich schon lange mit mir trage und irgendwann mal schreiben werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Sensenbach (9. September 2021 um 11:50)

    • Offizieller Beitrag

    Ist dieses Irgendwann noch lange hin? ODer ist der Start dieses Threads dieses "Irgendwann" :D
    Dabei wäre ich.
    A: Weil mir deine anderen Geschichten gefallen und
    B: Ich schon echt lange nichts Scifi mäßiges mehr gelesen habe und irgendwie Bock drauf hätte.
    Aber sollte "Irgendwann" noch nicht jetzt sein ... dann will ich dich natürlich auch nicht hetzen :D

  • Ich würde mich auch sehr über eine neue SciFi-Geschichte freuen :)! Es klingt ja schon mal vielversprechend und sprachlich ist es ja auch ein Genuss! Hört sich auf den ersten Blick nach einem Raumschiff mit Besiedlungs-Auftrag an, dass seinen Kurs ändern muss, weil es von einer Supernova überrascht wurde. Letzteres wirkt auf den ersten Blick seltsam. Warum hat man (trotz offensichtlich hohem technischem Level) dieses kosmische Ereignis nicht vorausgesehen? Irgendwas scheint da schief gelaufen zu sein. Zwar macht es den Anschein, als ob vor allem künstliche Intelligenz das Raumschiff kontrolliert, aber vielleicht spielt da auch der Faktor Mensch eine Rolle. Jedenfalls scheint die Supernova das ursprüngliche Siedlungsprojekt unmöglich gemacht zu haben und da wahrscheinlich die Ressourcen für die Reise begrenzt sind, muss ein Notfallplan her. Jo - also ich würde das durchaus weiterlesen :thumbsup:

  • Ja, also. Erstmal freue ich mich, dass der Prolog so gut ankommt.

    Ich habe seit etwa einem Jahr das Setting für diese Geschichte im Kopf und ich bin ziemlich begeistert von der Idee. Grade was den Weltenbau betrifft. Allerdings würde ich mich hoffnungslos verzetteln, wenn ich dieses Projekt sofort angehen würden. Erstmal müssen die anderen Baustellen abgeschlossen werden. Balder muss die Nachtnymphe treffen und ich habe mit einem alten Freund die Idee eine meiner Geschichten als Hörbuch zu produzieren (Der Tod und das Mädchen).

    Ausserdem möchte ich gerne Albius Prime überarbeiten (Albius Prime; Siri - Oder wie ich die wahre Liebe fand)

    "Die Überlebenden" wird wohl Romanlänge haben, also etwas mehr Aufwand bedeuten. Aber ich bin dran. Es wäre ein schönes Projekt für den Winter. Vielleicht berichte ich zwischendurch etwas vom Plotten.

    Es würde mich sehr freuen euch dabei zu haben.

  • Luvattu Maa

    Das passt als Name fuer ein Kolonieschiff...

    Lavattu Maa

    ... das hingegen weckt sehr eigenartige Assoziationen ('lava' ist die Buehne...) :D

    Ansonsten... ich fuerchte ich denke (leider) wieder mal viel zu technisch und das wird gar nicht die Stossrichtung Deiner Geschichte :(

  • Ansonsten... ich fuerchte ich denke (leider) wieder mal viel zu technisch und das wird gar nicht die Stossrichtung Deiner Geschichte :(

    Danke für die Korrektur, da hab ich mich vertippt. :) Aber sonst passt der Name für ein Kolonieschiff, oder? Ich wollt mal etwas anderes als etwas auf Englisch...

    Was die Stossrichtung der Geschichte angeht, da werden technische Aspekte eine Nebenrolle spielen. Aber es sollte natürlich einigermassen plausibel sein. Daran schraube ich grade. Für den Prolog war mir im Moment die Stimmung am wichtigsten. Hier wäre zu klären, ob ein Sonnensturm/Supernovaausbruch im "Hyperraum" überhaupt eine Rolle spielt. Gerne per PN :alien:

  • Ein gelungener Einstieg, Sensenbach . - Fast schon poetisch :)

    Solltest du demnächst die Zeit finden, dieses Projekt weiterzuverfolgen, wäre ich gern dabei. Obwohl ich gestehen muss, kein wirklicher Science-Fiction-Leser zu sein. (Mir kannst du so ziemlich alles erzählen von Sonnenstürmen im Hyperraum oder von mir aus auch von schwarzen Löchern, die gar nicht schwarz sind :rofl: )

    Aber deine "Albius Prime Siri-Geschichte " fand ich damals große klasse, weshalb ich es einfach mal versuchen würde... Tiefgründige Kommentare zu technischen Voraussetzungen etc. wirst du von mir zwar nicht erwarten können, (da gibt hier mit ziemlicher Sicherheit fittere Leser :D ) aber ich kann dir zumindest sagen, ob es mir gefällt oder nicht.

    Also, sieh zu. Ich warte :gamer:

  • Hört sich auf den ersten Blick nach einem Raumschiff mit Besiedlungs-Auftrag an, dass seinen Kurs ändern muss, weil es von einer Supernova überrascht wurde. Letzteres wirkt auf den ersten Blick seltsam. Warum hat man (trotz offensichtlich hohem technischem Level) dieses kosmische Ereignis nicht vorausgesehen?

    Ich verstehe diesen Satz:

    Das letzte Lied eines sterbenden Sterns.

    so, dass es sich um ein Raumschiff handelt, dass im letzten Moment ein Sonnensystem (scheinbar unseres) verlassen kann, das einer Supernova zum Opfer fällt. Eine normale Supernova ereignet sich aber ja nicht so plötzlich. Das müsste ein Ereignis sein, dass sich so früh ankündigt, dass man Zeit hat, ein Raumschiff für die Flucht zu bauen, sich dann aber ab einem bestimmten Zeitpunkt so schnell ausbreitet, das ein Raumschiff ihm nur mit Mühe und Not entkommen kann.

    Aber sonst passt der Name für ein Kolonieschiff, oder? Ich wollt mal etwas anderes als etwas auf Englisch

    Finnisch kommt jedenfalls nicht so häufig vor. Noch passender wäre der Name ja für das Ziel.

    Spannend finde ich diesen Einstieg durchaus, er zieht mich direkt in die Geschichte rein oder würde es, wenn sie weiterginge. Etwas schief finde ich aber den Vergleich des Lichtes mit einer Melodie, weil man im Weltall ja keine Geräusche hört. So ein bisschen deutet sich da vielleicht schon die Filmmusik der Adaption für die große Leinwand an. Die ersten Sätze sind aber ja immer die schwersten und ich habe schon holprigere Einstiege bei Romanen vorgefunden, die es in den Druck geschafft haben.

  • Lieber Sci-Fi-Dave

    vielen Dank für deinen Kommentar, diesen finde ich sehr interessant.

    Es handelt sich tatsächlich um ein Kolonieschiff, auf der Reise gab es einen Computerfehler, daher hat das Schiff den Kurs verlassenen und ist der Nova zu nahe gekommen.

    Die Geschichte würde jetzt so weiter gehen, dass die Siedler auf einem anderen Planeten, als geplant ankommen und keinen Kontakt zur Erde aufnehmen können. Der fremde Planet ist jedoch nicht für eine Besiedelung von Menschen vorbereiten worden. In diesem Setting entwickelt sich die Geschichte.

    Spannend finde ich diesen Einstieg durchaus, er zieht mich direkt in die Geschichte rein oder würde es, wenn sie weiterginge. Etwas schief finde ich aber den Vergleich des Lichtes mit einer Melodie, weil man im Weltall ja keine Geräusche hört. So ein bisschen deutet sich da vielleicht schon die Filmmusik der Adaption für die große Leinwand an.

    Das ist natürlich poetisch gemeint :D So ähnlich, wie wenn man zu einem Gemälde sagt: "Dieses Bild bildet eine Melodie aus Farbe und Licht". Solche Vergleiche finde ich persönlich ganz schön und Bücher sind ja durchaus voll damit. Streng genommen sterben Sterne ja auch nicht, denn sie haben ja nie gelebt. etc

    Ich fand den Vergleich eigentlich am schönsten in diesem ganzen Abschnitt. Aber Sci-Fi Fans sind da wohl kritischer.

  • So ähnlich, wie wenn man zu einem Gemälde sagt: "Dieses Bild bildet eine Melodie aus Farbe und Licht".

    Das wäre mir persönlich auch etwas zu poetisch. Ein Vergleich dient für mich eher der Veranschaulichung. Musik ist ja etwas, dass bei jedem andere Gefühle hervorruft. Beim Bild würde man da einen subjektiven Eindruck mit einem anderen erklären, das passt dann noch irgendwie. In dem Textausschnitt handelt es sich aber ja um ein handfestes physikalisches Phänomen.

    Es kommt aber auch so ein bisschen darauf an, um wessen Perspektive es geht. Wenn es in der Szene einen menschlichen Beobachter gäbe, der vielleicht sogar noch Musiker wäre, würde das für mich besser passen. So deute ich das aber als die Erzählerstimme, von der ich irgendwie mehr Objektivität erwarte, oder sogar als die perspektive der gleich danach erwähnten KI. Da bin ich mir nicht sicher, ob man der musikalisches Fachwissen einprogrammieren würde.

    Die Dramatik, dass ein Schiff mit wenigen Überlebenden sich kurz vor dessen Untergang gerade noch aus seinem heimatlichen Sonnensystem retten kann, fand ich jetzt gerade besonders ansprechend. Ich kenne mich mit Supernovae jetzt nicht so genau aus, vom Gefühl her ist das aber nichts, dass so plötzlich und unvorhergesehen eintritt, dass ein Raumschiff so nahe daran vorbeifliegt, dass es fast davon verschlungen wird. Eine heftige Sonneneruption oder Protuberanz wäre vielleicht realistischer. Für eine Kurskorrektur würde ein Raumschiff ja durchaus nahe an einem Stern vorbeifliegen. Ich neige aber auch dazu, Storyideen so genau auf Plausibilität zu prüfen, dass am Ende kaum eine standhält.

    Diese grundlegende Idee mit dem Untergang eines Sonnensystems und Raumschiffen, die knapp kosmischen Katastrophen entkommen, habe ich aber auch im Hintergrund meines geplanten Geschichtenuniversums.

  • Das wäre mir persönlich auch etwas zu poetisch. Ein Vergleich dient für mich eher der Veranschaulichung. Musik ist ja etwas, dass bei jedem andere Gefühle hervorruft. Beim Bild würde man da einen subjektiven Eindruck mit einem anderen erklären, das passt dann noch irgendwie. In dem Textausschnitt handelt es sich aber ja um ein handfestes physikalisches Phänomen.

    Da haben wir eine andere Herangehensweise. Meine Geschichten bleiben allerdings nicht so poetisch, das hielte ja keiner aus. ;)

    Ich kenne mich mit Supernovae jetzt nicht so genau aus, vom Gefühl her ist das aber nichts, dass so plötzlich und unvorhergesehen eintritt, dass ein Raumschiff so nahe daran vorbeifliegt, dass es fast davon verschlungen wird. Eine heftige Sonneneruption oder Protuberanz wäre vielleicht realistischer. F

    Das mag sein, allerdings gehe ich in dieser Geschichte auch von der Existenz eines Hyperraumantriebes aus und damit verlassen wir eh die Gesetze der Physik und bewegen uns in Richtung Fantasy.

    Bei einer Supernova werden innerhalb von Sekunden große Energiemengen frei. Bei einer Protuberanz müßte man schon nahe an einem Stern vorbei fliegen. Gegen Sonneneruptionen habe ich meine (fiktiven) Energieschirme.

    Supernova – Wikipedia
    de.wikipedia.org
  • Ich habe tatsächlich auch in den Wikipediaeintrag reingeguckt. Ich habe da aber nichts dazu gefunden, wie punktuell das Ereignis ist. Ich meine aber mal in einer Doku gehört zu haben, dass ein Stern bei einer Supernova über einen Zeitraum von einigen Wochen sehr viel Energie ausstößt. Wenn dieses Ereignis die Handlung nur anstoßen soll, kann man da aber ja ohnehin künstlerische Freiheit walten lassen. Es gibt ja ganze Filme, deren zentrale Handlung darum kreist, dass Naturgesetze sich spontan ändern.

  • Kritikoffensive am laufen. :diablo:

    Erstes Ziel: "Die Überlebenden" von dem Autor Sensenbach.

    Alles nur die eigene Meinung des Kritikers.

    Es besteht kein Anspruch, dass sie mit ihm gesteilt wird.

    Gnade wird nicht verlangt und auch nicht gewährt. :keeporder:

    Zur Sache.

    Eine Symphonie von Licht streifte Monde und Planeten. Strömte ins ewige All. Das letzte Lied eines sterbenden Sterns.

    Ja! :nummer1:

    Diese Abfolge von Sätze so kurz und prägnant. Wie so wenig so viel in mir an Vorstellung auslösen.

    Und ein brillanter Rhythmus beim lesen.

    Die letzten Akkorde der tödlichen Melodie ließ die Magnetschirme der „Luvattu Maa“ ächzen. Generatoren heulten auf, als die künstliche Intelligenz die Schilde verstärkte.

    Vergeblich.

    Auch da. Welch ein toller Ablauf. Das technische Versagen der Maschine. Ich kann es deutlich sehen.

    Das Ende der Luvattu Maa.

    Schon der Name. So zeigt man stückchenweise eine völlige neue Kultur aus einer fernen Zukunft. :sun:

    Am Rande der Sensoren erschien eine neue Welt. Eine Atmosphäre von Stickstoff und Sauerstoff und doch ein unwirtlicher Ort. Überlebenswahrscheinlichkeit 10%.

    Wow!

    10% ist äußerst bedrohlich.

    Da man aber die neuer Welt noch nicht kennt, kennt erstmal vom schlimmsten aus... 8( =O X/

    Das macht neugierig, wie die Crew es in ihrem neuen Zuhause gebacken kriegt.

    Vielleicht wird es anfangs so grausam werden wie bei den Inuit.

    Besser als nichts …

    Abgelehnt. Ich will mehr.

    Der Muse ist das egal und die ist launisch. :sleeping:

    Bin mir sicher, dass eines Tages ein Blitz doch einschlägt

    und einen Orkan an Inspiration auslösen kann.

    Und falls die Leser nicht warten wollen oder können... :rolleyes: :cursing:

    Wie wäre es mit einem Ghostwriter?

    Vale 8)