HEAVEN - (Band 1)

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    • Rainbow schrieb:

      In diesen Fällen kann ein Komma gesetzt werden (muss jedoch nicht, da solche Anreden heutzutage meistens ohne verwendet werden):

      „Guten Morgen(,) Markus, …“
      „Hallo(,) meine Lieben, …“
      „Hallo(,) Alexander, …“
      Und wegen solchen unnötigen Ausnahmen kann unsere Sprache nie einfach werden... Etwas das ich nie verstanden habe und werde. Warum muss da ständig dran rumgepfuscht werden? Wie soll man sich so etwas einprägen, wenn es jede Generation anders macht? *kotz* naja, wenn es so offiziell gültig ist, dann werde ich zukünftig gnädig mit dir sein. :P
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • @Thorsten & @Rebirz :)

      Spoiler anzeigen

      Thorsten schrieb:

      Ah, es arbeitet? Hoffentlich sortiert es sich alles fuer Dich aus so dass es am Ende passt. Ich helf' gerne mit solange es Dir was bringt
      Ja, es arbeitet...ich frage mich nur, ob das jemals aufhören wird, oder ob man nach drei weiteren Jahren wieder von vone anfängt. Irgendwann muss man es halt einfach gut sein lassen. Aber solange ich das Gefühl habe, dass noch Luft nach oben ist und sich die Geschichte durch diesen Prozess verbessert, kann es ja nicht schaden ^^
      Danke, dass du daran teilhaben magst. Ich lege viel Wert auf dein Urteil, auch, wenn du mit meinen Engeln nichts anfangen kannst :pardon:

      Rebirz schrieb:

      Und wegen solchen unnötigen Ausnahmen kann unsere Sprache nie einfach werden... Etwas das ich nie verstanden habe und werde. Warum muss da ständig dran rumgepfuscht werden? Wie soll man sich so etwas einprägen, wenn es jede Generation anders macht? *kotz* naja, wenn es so offiziell gültig ist, dann werde ich zukünftig gnädig mit dir sein.
      Reg dich nicht auf! Das habe ich mir längst abgewöhnt. :) Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum ich meist intuitiv entscheide, wie ich was schreibe oder ich google es einfach mal schnell. Im Falle dieser blöden Kommata versuche ich nicht so streng mit mir zu sein. Die meisten Regeln glaube ich zu kennen und den Rest wird dann irgendwann mein Lektor ausbügeln müssen, wenn mein atemberaubendes Werk kurz davor steht, zu einem Weltbestseller zu werden :rofl:
    • Rainbow schrieb:

      Ja, es arbeitet...ich frage mich nur, ob das jemals aufhören wird, oder ob man nach drei weiteren Jahren wieder von vone anfängt. Irgendwann muss man es halt einfach gut sein lassen. Aber solange ich das Gefühl habe, dass noch Luft nach oben ist und sich die Geschichte durch diesen Prozess verbessert, kann es ja nicht schaden
      Hallo liebe Rainbow,
      Genau das frag ich mich auch so oft! Meine aktuelle Story schreibe ich gerade zum (ich glaube) fünften Mal um. Ich dachte nach dem vierten Umschreiben, jetzt muss es aber mal gut sein - schliesslich dauert jedes Umschreiben Monate bis Jahre! Aber dann habe ich den Text hier eingestellt und stellte fest - wie du so schön schreibst: da ist noch Luft nach oben. Sogar ziemlich viel Luft. An tausend Stellen kann man - bzw. MUSS man noch feilen. Manchmal ist es zum Verzweifeln, weil ich dann denke: es wird vielleicht nie richtig gut.
      Ich finde aber, deine Geschichte ist schon sehr ausgereift. Du wirst bald an einen Punkt kommen, wo du dein Maximum erreichst und auch absolut zufrieden sein kannst. Mach weiter so und lass dich nicht beirren! :)
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Na schön, ich mach mal weiter mit dem nächsten Kapitel. :) Ich bin im Moment noch dabei, ein bisschen daran herumzufeilen, weshalb ich euch erst mal nur den kurzen Teil zeigen kann, den ich bereits überarbeitet habe.

      Ergänzung vom 12.01.2019: Nachdem ich mich nun mit Thorsten und 97dragonfly ausgetauscht habe, werde ich diesen Abschnitt auf jeden Fall noch einmal überarbeiten. Ein paar der Dinge, die in der vorherigen (älteren) Version drin waren, waren vielleicht doch gar nicht so schlecht und nun versuche ich, das irgendwie zusammenzubringen....da passiert also noch was. Dennoch könnt ihr mir natürlich ein Feedback dalassen, wenn ihr was zu sagen habt ^^

      Nochmals aktualisiert am 13.01.2019: Dies hier ist nun die längere und überarbeitete Fassung. (Die nachfolgenden Kommentare beziehen sich demnach auf die Version, die ich zuerst hochgeladen hatte)




      Kapitel 15
      Der Glühweinflash

      Die Parkplatzsuche in der Innenstadt gestaltete sich schwieriger als erwartet, weshalb Emilia und Melanie einen kleinen Fußmarsch hinlegen mussten, um zu dem vereinbarten Treffpunkt zu gelangen.
      Nebeneinander liefen sie auf den Weihnachtsmarkt zu, welcher von kleinen Häusern und altstadttypischen Bars eingerahmt war und den Emilia aufgrund seines nostalgischen Ambientes so sehr mochte.
      Die Menschenmassen, die sich auf den mit Tannenzweigen und Unmengen an Lämpchen dekorierten Eingangsbereich zubewegten, vermittelten einen ungefähren Eindruck von dem Gedränge, das dort vorherrschte.
      Doch erstaunlicherweise machte das Emilia überhaupt nichts aus. Stattdessen inhalierte sie den Duft von gerösteten Mandeln, Waffeln, Reibekuchen und Bratwurst, der sich mit der kalten Dezemberluft vermischte und genoss die Trivialität, die diesem Moment anhaftete.
      Gerade wollte sie ihre Handschuhe aus der Tasche herauskramen, da vernahm sie ein sonderbares Geräusch. Zuerst hielt sie es für eine Störung der Lautsprecheranlage, da die sanften Klänge der instrumentalen ´Jingle Bells` Version, welche zuvor noch zu ihr herübergeweht waren, plötzlich von einem viel zu hohen, abgehackten Krächzen durchbrochen wurden.
      Durch den Trubel um sie herum konnte sie nicht direkt lokalisieren, woher die seltsamen Laute kamen, bis schließlich ein Mann in Richtung Himmel zeigte und sich sämtliche Blicke suchend nach oben richteten.
      Nun konnte auch sie es sehen. Eine schwarze undefinierbare Masse, begleitet von dem Klang eines monotonen Flügelschlags näherte sich stetig und nahm erst nach mehrfachem Hinsehen Konturen an.
      „Sind das Krähen?“, richtete sie sich an Melanie, die neben ihr stand und gleichfalls mit geöffnetem Mund in den Himmel starrte.
      „Sieht so aus“, sagte diese und schüttelte ungläubig ihren blonden Pagenkopf. „Das müssen Hunderte sein. Wo kommen die bloß alle her?“
      Das schreckliche Kreischen wurde lauter und die herannahende Wand schwarzgefiederter Vögel breitete sich über dem Nachthimmel aus. Plötzlich lösten sich die ersten Tiere aus dem Schwarm und stürzten im Sinkflug auf die Erde herab.
      „Oh mein Gott, die greifen uns an!“, schrie Emilia über den zunehmenden Lärm hinweg und fasste Melanie erschrocken am Arm.
      Die ersten Krähen flogen haarscharf über ihre Köpfe fort, als ein greller Aufschrei die Massen aufhorchen ließ. Emilia blickte sich hektisch um, in der Hoffnung etwas erkennen zu können, doch ging sie aufgrund ihrer Körpergröße in der Menge regelrecht unter. Plötzlich setzte der nächste Schrei ein, dann folgte ein weiterer.
      „Los, runter!“, hörte sie Melanies aufgebrachte Stimme an ihrem Ohr und im nächsten Moment wurde sie auch schon von ihrer Kollegin mit einem kräftigen Ruck zu Boden gerissen.
      Um sie herum brach das Chaos aus. Die Leute trieben panisch auseinander und versuchten fluchtartig, dem unerwarteten Angriff zu entkommen. Es begann ein rücksichtsloses Schupsen und Drängeln, begleitet von hysterischen Rufen. Emilia konnte sich kaum auf den Beinen halten und wurde regelrecht von Melanie weggerissen.
      Eingekeilt in die unkontrollierte Menschenmenge blieb ihr nichts anderes übrig, als sich mitziehen zu lassen. Die beklemmende Enge schnitt ihr die Luft ab und ihr Herz begann zu rasen. Darum bemüht, sich nicht niedertrampeln zu lassen, versuchte sie ruhig zu bleiben und rettete sich schließlich in einen nahegelegenen Hauseingang, wo sie erschöpft die Augen schloss und sich gegen die kalte Mauer sinken ließ.
      Plötzlich drang eine Frauenstimme an ihr Ohr. Der Hilferuf hob sich deutlich von den Schreien ringsum ab und Emilia glaubte, blanke Todesangst darin erkennen zu können. Hektisch ließ sie ihren Blick über die vielen Menschen gleiten, die sich an ihr vorbeidrängten bis sie eine junge Frau sah, die mit den Armen um sich schlug und versuchte, sich von dem schwarzen Ungetüm zu befreien, das seine Krallen in ihrer Hochsteckfrisur versenkt hatte. Wild mit den Flügeln schlagend, zerrte der Vogel an ihren Haaren und hackte unaufhörlich mit seinem spitzen Schnabel auf das Gesicht der Frau ein, der das Blut bereits an der Schläfe herunterlief.
      „Wir müssen ihr helfen“, schrie Emilia, ohne zu wissen, wen genau sie da ansprach. Keiner hörte ihr zu oder schenkte ihr auch nur Beachtung. Jeder, so schien es, wollte so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone herauskommen.
      Ohne weiter darüber nachzudenken, verließ sie den schützenden Hauseingang und bahnte sich einen Weg gegen den Strom. Geistesgegenwärtig griff sie nach einem Regenschirm, den jemand in der Eile des Gefechts achtlos hatte fallen lassen, und kämpfte sich dann weiter vor.
      Nur noch wenige Meter trennten sie von der kreischenden Dame, da ließen die wildgewordenen Tiere plötzlich von den Menschen ab. Als seien sie von jemandem gerufen worden, erhoben sie sich in die Lüfte und flogen davon.
      Das unheimliche Krächzen entfernte sich mit ihnen und stattdessen breitete sich eine gespenstische Ruhe aus, die noch weitaus unheimlicher war, als das Szenario zuvor. Dann kehrte das Leben zurück auf den Vorplatz. Aufgebrachtes Gemurmel und Stimmengewirr war von überall her zu hören.
      „Sind sie schlimm verletzt?“, fragte Emilia die Frau, die nun vor ihr wimmernd zu Boden sank. Langsam ließ sie sich neben ihr nieder und strich ihr eine blutige Haarsträhne aus dem Gesicht während sie ein Paket Taschentücher herausholte.
      Die Frau gab keine Antwort, sondern wippte, die Arme um den Oberkörper geschlungen, ununterbrochen vor und zurück. Emilia kannte diese Körperhaltung nur zu gut. Es war offensichtlich, dass sie unter Schock stand.
      Der Angriff der Krähen hatte nur wenige Sekunden gedauert und dennoch schien einer der Passanten so umsichtig gewesen zu sein, sofort einen Rettungswagen anzufordern. In der Ferne konnte man bereits die Sirene hören.
      Gott sei Dank, dachte Emilia sich. Sie war sich nicht sicher, ob sie mit ihren zittrigen Fingern in der Lage gewesen wäre, das Display ihres Smartphones zu bedienen.
      Plötzlich hörte sie jemanden ihren Namen rufen. Das war Melanie, die sie nun entdeckt hatte und versuchte, zu ihr zu gelangen.
      „Mensch, da bist du ja“, sagte sie sichtlich erleichtert, als sie völlig außer Atem bei ihr ankam. „Ich habe dich schon überall gesucht.“ Die beiden fielen sich in die Arme. „Geht es dir gut?“, fragte sie Emilia besorgt.
      „Ja, mir ist nichts passiert. Wie sieht es bei dir aus?“
      „Außer, dass ich den Schreck meines Lebens bekommen habe und schlagartig mindestens zehn Jahre gealtert bin, geht es mir gut. Ich glaube, ich brauche jetzt erst mal einen Schnaps.“
      Obwohl Emilia überhaupt nicht zum Lachen zumute war, musste sie über Melanies unverwüstlichen Humor schmunzeln. Sie fragte sich in dem Moment, ob ihre Kollegin tatsächlich so gefasst war, wie sie tat oder ob ihr nicht auch insgeheim noch die Knie zitterten. Wenn, dann merkte man es ihr zumindest nicht an.
      Gerade bog der Krankenwagen um die Ecke und steuerte auf den Eingang zum Weihnachtsmarkt zu. Emilia winkte den Wagen heran. „Hallo! Hierher! Wir brauchen hier Hilfe!“
      Sie kniete sich wieder zu der jungen Frau, die nicht älter war, als sie selbst und streichelte ihr beruhigend über den Rücken. „Hilfe ist unterwegs, okay? Es wird alles wieder gut.“
      Die Rettungssanitäter sprangen aus dem Wagen und der eine signalisierte Emilia mit einem Kopfnicken, dass sie nun übernehmen würden. Das Gefühl, ein ziemlich reales ´Deja-vu` zu erleben überkam sie und legte sich wie ein tonnenschweres Gewicht auf ihre Lungen. Augenblicklich flatterten die Bilder des Vormittags wieder an ihr vorbei, mit dem Unterschied, dass sie dem Mann nicht hatte helfen können.
      „Meine Güte, was war das bloß?“, meldete sich Melanie neben ihr zu Wort, und riss sie damit aus ihren Gedanken. Kopfschüttelnd blickte sie auf die junge Frau herab, die nun medizinisch versorgt wurde. „Sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt.“
      „Ich auch nicht“, antwortete Emilia mit zittriger Stimme, als sie sich wieder aufrichtete und Melanie ansah. „Na ja, wenigstens haben wir jetzt was zu erzählen“, sagte sie und versuchte ein müdes Lächeln.
      „Ja, wenn uns das überhaupt einer glaubt“, entgegnete Melanie und warf dabei einen Blick auf ihre Armbanduhr. „Wollen wir sehen, ob wir die anderen noch finden? Oder soll ich dich lieber wieder nach Hause bringen?“
      Kurz dachte Emilia über das Angebot nach, bevor sie es dankend ablehnte. Sie verspürte keine große Lust, schon jetzt wieder bei Freddy aufzuschlagen. Außerdem hatte sie sich doch vorgenommen, sich zu amüsieren. Und genau das würde sie jetzt auch tun.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 15.1
    • Hi @Rainbow


      Rainbow schrieb:

      Die Parkplatzsuch in der Innenstadt
      Erst mal eine Kleinigkeit, hier hast du ein E vergessen. Hihi

      Die Krähen als böse Vorboten finde ich gut ( meist sind es ja die Tiere, die vor den Menschen merken, das etwas nicht stimmt). Die schwarzen Vögel als böses Omen haben auch etwas klassisches. Oder vielleicht sind es ja auch die Diener deines Bösewichts? :D :panik:

      Ich mag den Teil, auch wenn ich persönlich jetzt ein wenig mehr erwartet habe. Z.B. Mehr Chaos, schwarze Schwingen, die wie besessen nach den Menschen hacken. Vielleicht auch ein wenig Blut. Haha. Ich bin eine dramatische Person.

      Freu mich auf das weiterlesen.

      LG :love:

      97dragonfly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Hey @97dragonfly,

      97dragonfly schrieb:

      Ich mag den Teil, auch wenn ich persönlich jetzt ein wenig mehr erwartet habe. Z.B. Mehr Chaos, schwarze Schwingen, die wie besessen nach den Menschen hacken. Vielleicht auch ein wenig Blut. Haha. Ich bin eine dramatische Person.
      Es ist witzig, dass du das sagst, denn in meiner ursprüngichen Version (quasi vor meiner Überarbeitung) hatte ich den Angriff wirklich konkreter beschrieben... mit Blut und verletzten Personen :D Nur leider war es dann schwer, nach dieser Aktion wieder den Bogen zu schlagen und zurück zur Normalität zu kommen. Schließlich steht ja noch ein Weihnachtsmarktbesuch an. Ich dachte deshalb, dass ich das etwas entschärfen müsste :hmm:

      Na ja, mal sehen, was die anderen sagen. Ein bisschen Blutgespraddel lässt sich ja nachträglich immer noch irgendwo einbauen :D

      Danke für deine Rückmeldung ...
    • Rainbow schrieb:

      Die Menschen trieben panisch auseinander und versuchten fluchtartig, dem drohenden Unheil zu entkommen.
      Hm, ist 'drohendes Unheil' nicht ein bisschen stark fuer einen Vogelschwarm? Ich meine, die Menschen koennen nicht davon ausgehen dass die Kraehen aus der Unterwelt gelenkt werden, was sie von einem Vogelschwarm zu erwarten haetten waeren wahrschenlich eher maximal Hackwunden und Kratzer.

      Ansonsten gefaellt mir die Szene - so wie's geschrieben ist bleibt (wieder) offen ob es ein natuerliches Ding ist oder nicht - und die meisten Verletzungen kommen wahrscheinlich vom panischen Stolpern und Trampeln (damit kannst Du vielleicht noch was machen...)


      Rainbow schrieb:

      Ich glaube, ich brauche jetzt erst mal einen Schnaps
      :thumbsup:

      Passt genau.
    • Schöne Szene mit bösen Raben. Woher die wohl kommen?

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Die Menschenmassen, die sich auf den mit Tannenzweigen und Unmengen an Lämpchen dekorierten Eingangsbereich zubewegten, vermittelten einen ungefähren Eindruck von dem Gedränge, das dort vorherrschte.

      Rainbow schrieb:

      der sich mit der kalten Dezemberluft vermischte und genoss die Trivialität, die diesem Moment anhaftete.
      Besser: Einfachheit?

      Rainbow schrieb:

      Nur langsam löste Emilia sich aus ihrer Starre und lukte vorsichtig unter dem Arm hervor
      lukte => lugte
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • So, @Rainbow, hier mein Senf :)

      Spoiler anzeigen
      Ich hab mir jetzt erst mal die ersten 5 Kapitel mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen - danke für das Dokument, dass hat es enorm erleichtert. Die Kommentare der anderen habe ich jetzt nicht gelesen, also falls sich was wiederholt, reicht ein Hinweis darauf.

      Zum Prolog hab ich nichts zu sagen ausser: Der Hammer :thumbsup:

      1. Kapitel (hier im Thread das 2. Kapitel)
      Das gibt eine schöne Einführung der Protagonistin. Einen Punkt hätte ich vielleicht ein wenig anders geschrieben: als Freddie sie mit "Eigenarten" seines Autos vertraut macht (das ja auch schon älter zu sein scheint), hätte ich erwartet, dass ihr nicht nur der Schädel brummt, sondern dass sie das noch zusätzlich verunsichert. Ein fremdes Auto zu fahren und erst mal zu gucken, wo sich welche Schalter usw. befinden, ist eine Sache. Alte Autos haben dann aber gerne auch noch ein paar Macken, die ja nichts mit der Fahrtüchtigkeit zu tun haben müssen, jemandem, der ohnehin schon ungern fährt, aber noch zusätzliche Schweissbäche verursachen können. Verstehst du, was ich meine? So wie's ist, geht's natürlich auch, aber das würde sich hier meines Erachtens gut einfügen.

      2. Kapitel (im Thread das 1. Kapitel)
      Das hat mir gut gefallen, nur ich würde am Schluss weglassen, dass es eine Prophezeihung gibt und dass Elias sein Potential nicht erkennt und Sätze wie „Elias wird über sich hinaus wachsen und im richtigen Moment das Richtige tun“. Das nimmt so viel vorweg. Irgendwie denkt man sich das ja schon, während sie da über ihn richten und das dem Leser dann auch noch zu erklären (damit der letzte Depp es auch noch schnallt) ist irgendwie so: "och nee..."

      3. Kapitel (hier Teil des 2.)

      Rainbow schrieb:

      Vor dem Haus stand Susan Lambert – ein kleines, zierliches, elfenartiges Wesen mit kinnlangem blonden Lockenschopf – Emilias längste und beste Freundin.
      "zierlich" und "elfenartig" ist irgendwie das gleiche, da würde ich eins weglassen.

      Rainbow schrieb:

      „Jetzt aber mal Spaß beiseite! Wie läuft`s denn so mit Nils?“, fragte sie und richtete sich insgeheim auf eine halbstündige Lobeshymne ein mit rosa Herzchen, die plötzlich durch die Luft fliegen würden und Geigenmusik als Untermalung.
      :rofl:

      5. Kapitel (im Thread 4.)

      Rainbow schrieb:

      Sie sah sich schon, wie ihre eigene Oma über das Lenkrad gebeugt, im Schritttempo durch den verschneiten Wald tuckern. Freddy würde sie umbringen, wenn sie sich verspätete. Wahrscheinlich lief er ohnehin bereits wie ein Tiger im Käfig vor dem Fenster auf und ab, um nach ihr Ausschau zu halten.
      Es war eine seiner liebenswertesten und zugleich nervigsten Eigenschaften, dass er sich immer viel zu schnell Sorgen machte – vor allem, wenn es um Emilia ging.
      Das fand ich nicht so ganz überzeugend. Warum würde Freddie "sie umbringen" bzw. warum denkt sie, dass er sauer werden würde. Sollte er nicht gerade, weil er weiss, dass sie eine unsichere Fahrerin ist, froh sein, dass sie lieber später als gar nicht ankommt? Er würde vermutlich nicht begeistern sein, wenn er so lange noch wach bleiben muss, aber gerade wenn er sich so schnell Sorgen macht, finde ich seine Reaktion (oder die in ihrer Vorstellung) etwas zu hart. Vielleicht solltest du das eher von ihrer Perspektive betrachten: sie will Freddie nicht noch mehr Umstände machen als er ohnehin schon hat, fühlt sich also durch Schuldgefühle ihm gegenüber gedrängt, sich zu beeilen :hmm: Nur so als Vorschlag.

      Rainbow schrieb:

      Widerwillig startete sie den Motor und schaltete das Radio ein, woraufhin die vertrauten Klänge einer Rockband das Wageninnere erfüllten.
      Ich kann da natürlich nur aus meiner eigenen Erfahung sprechen, aber mich macht es auf gefährlicher Fahrbahn zusätzlich nervös, wenn irgendjemand quatscht oder singt und schalte in solchen Situationen das Radio sogar eher noch aus :D

      Ansonsten ist das suoer gut getroffen wie du ihre Angst hier beschrieben hast. Ich selbst musste schon häufig auf allen möglichen Varianten von glatter Fahrbahn (von "gebogene Eisfläche" über "Eis unter Schneeschicht" bis zu "10 cm tiefer klatschnasser Schneematsch") fahren und gerade die Beklemmung, die sie schon im Vorfeld hat, kann ich total nachvollziehen!

      Was du vielleicht noch reinbringen könntest, falls dir das Bild gefällt, ist die hypnotische Wirkung von Schneeflocken, die auf die Windschutzscheibe zu rasen, in Verbindung mit den vorbeihuschenden... wie heissen die... diese kleinen Pfeiler mit dem Reflektor am oberen Rand?! Wenn dann auch schon Schnee liegt ist ansonsten alles weiss und die Strasse eher zu erahnen aufgrund der mehr oder weniger ausgeprägten Spuren anderer Autos. Diesen Eindruck von der "Kapsel", wie du es beschreibst, kenn ich ganz gut und kann dir bei Bedarf mit weiteren Bildern aushelfen :D Gefällt mir jedenfalls sehr dieses Kapitel.

      Ein kleiner inhaltlicher Fehler nur am Schluss, wobei das natürlich auf die Schaltung des Autos ankommt, aber zumindest ein Auto mit manueller Schaltung sollte ausgehen, sobald es zum Stillstand gekommen ist (und die Kupplung nicht mehr durchgetreten wird) . Die Scheibenwischer bewegen sich also vermutlich nicht mehr, wenn sie gegen den Baum gefahren ist (das Radio hingegen könnte noch an sein, je nachdem... aber wenn du Stille am Ende haben willst, lass es halt ausgehen ^^ ).

      Das so als Vorschläge von meiner Seite. Was ich nicht kommentiert habe, finde ich: :thumbup: Demnächst dann auch noch was zu den weiteren Kapiteln, aber ich mach das lieber häppchenweise, sonst weiss ich später nicht mehr, was ich schreiben wollte.
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Huhu @Rainbow

      ein paar wenige Worte :P

      Spoiler anzeigen

      die letzten 3 Parts fand ich ganz gut. Allerdings mag ich Slice of Life zwischen Freddy und Emilia nicht so xD aber gehört halt dazu... meh...
      kann es sein dass die beiden ein bisschen miteinander hier und da flirten =O ? Ob sich da was eines Tages vielleicht anbahnen könnte?

      Ich hab nicht nachgeschaut obs wem aufgefallen is, aber bei dem Rabenangriff

      Rainbow schrieb:

      Plötzlich setzte der nächste Schrei ein, dann folgte ein weiter.
      fehlt was xD ich geh von "weiterer" aus


      Rainbow schrieb:

      Ich glaube, ich brauche jetzt erst mal einen Schnaps.
      :D :D :D

      naja, mach weiter so und lass dich nicht beirren. Zieh dein Ding durch und so. Uns fällt bestimmt auf, wenn was nicht stimmig sein sollte :P



      lg Kramurx
    • Hey @Rainbow

      Spoiler anzeigen
      Der Glühweinflash

      Hihi xD Zwar nicht mit Glühwein, aber mich hats am Wochenende auch "geflashed" :P

      Äh, ok. Ein unerwarteter Teil hinsichtlich des Titels. Von wegen Glühweinflash! Gefällt mir :thumbsup:
      Auch habe ich so nichts auszusetzen. Der Überraschungseffekt hat mich da voll gepackt, weil ich eigentlich mit einem "langsamen" und das Paket war gewohnt gut geschnürt :)

      Ich muss ja gestehen, dass mein Kopf aktuell ein wenig deine Geschichte und Kyelias "Der, der das Licht stahl" durcheinander würfelt. Kein Plan wieso. Dachte mir kurzweilig, das hier gleich wieder ein Biest auftaucht, bis mir eingefallen ist, dass ich beim falschen Autor bin xD

      Gruß
      Rebirz
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • @Rainbow Ich frage mich wirklich,...

      Spoiler anzeigen


      ... warum ich hier noch kein Abo gemacht habe =O
      Deswegen wäre mir der Teil beinahe durchgerutscht ^^

      Obwohl ich den Teil gut geschrieben fand, war er für mich beinahe etwas zu kurz und zu schnell. Als hättest du eine Liste abgearbeitet :huh:

      Keine Ahnung, aber das kann auch nur mein persönliches Empfinden sein 8| (ich bin ohnehin momentan nicht so gut drauf xD)

      Mit meiner Kritik meine ich auch nicht die Hektik und das Chaos. Das passt gut in die Szene. Schätze, es liegt daran, dass du dir bei den anderen Szenen viel mehr Zeit gelassen hast...

      Ich muss darüber nochmal nachdenken :D

      Was natürlich nicht heißt, das ich den Teil schlecht fand ^^
      Es war gut, aber irgendwas fehlt mir hier :whistling:



      LG :)

      *Abo*
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Danke wie immer für euer Feedback :) Ich glaube, ich bin mit dem letzten Teil noch nicht ganz zufrieden...zwar kann man ihn durchaus so stehen lassen, aber er kommt mir selber ein bisschen kurz vor :hmm: Wie ich bereits erwähnt habe, war die Ursprungsvariante etwas länger. Ich schätze, ich werde noch ein wenig herumpuzzlen müssen, bis es passt. Aber eure Rückmeldungen sind bei meiner Entscheidungsfindung sehr hilfreich gewesen...also :danke:

      Spoiler anzeigen

      Thorsten
      Spoiler anzeigen

      Thorsten schrieb:

      Hm, ist 'drohendes Unheil' nicht ein bisschen stark fuer einen Vogelschwarm?
      Stimmt! ich denke, ich werde es abändern ^^



      Sensenbach
      Spoiler anzeigen


      Sensenbach schrieb:

      Schöne Szene mit bösen Raben. Woher die wohl kommen?
      Man weiß es nicht...man weiß es nicht :) Man munkelt ja, dass Tiere feine Antennen haben sollen. Gelegentlich spielen die zum Beispiel verrückt, kurz bevor ein Vulkan ausbricht oder sowas....zumindest habe ich das mal irgendwo gelesen. Vielleicht sind sie aber auch besessen und halten sich gar nicht mehr für Krähen...uahhh :vampire: ... :rofl:



      Katharina
      Spoiler anzeigen

      Katharina schrieb:

      Ich hab mir jetzt erst mal die ersten 5 Kapitel mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen - danke für das Dokument, dass hat es enorm erleichtert. Die Kommentare der anderen habe ich jetzt nicht gelesen, also falls sich was wiederholt, reicht ein Hinweis darauf.
      Du bist echt der Hammer :thumbsup: Ich habe meine Geschichte schon des öfteren als Dokument irgendwem zugeschickt, aber in den seltensten Fällen haben die Leute ihr Versprechen wahrgemacht und es dann gelesen. Deshalb erst mal ein ganz großes Dankeschön!


      Katharina schrieb:

      Zum Prolog hab ich nichts zu sagen ausser: Der Hammer
      Ja, das war wohl einer meiner hellen Momente :rofl:

      Katharina schrieb:

      als Freddie sie mit "Eigenarten" seines Autos vertraut macht (das ja auch schon älter zu sein scheint), hätte ich erwartet, dass ihr nicht nur der Schädel brummt, sondern dass sie das noch zusätzlich verunsichert.
      Den Gedanken finde ich gut. Der war mir beim Schreiben gar nicht gekommen. Mal sehen, ob ich das noch wo einbinden kann...


      Katharina schrieb:

      Das hat mir gut gefallen, nur ich würde am Schluss weglassen, dass es eine Prophezeihung gibt und dass Elias sein Potential nicht erkennt und Sätze wie „Elias wird über sich hinaus wachsen und im richtigen Moment das Richtige tun“. Das nimmt so viel vorweg. Irgendwie denkt man sich das ja schon, während sie da über ihn richten und das dem Leser dann auch noch zu erklären (damit der letzte Depp es auch noch schnallt) ist irgendwie so: "och nee..."
      Darüber habe ich mir schon oft den Kopf zerbrochen, weil du natürlich einerseits recht hast. Andererseits wirst du im weiteren Verlauf der Geschichte merken, dass Elias`besondere Rolle thematisiert werden muss, da Dagon sonst gar nicht auf ihn und Emilia aufmerksam werden kann. Abgesehen davon ist vielleicht auch nicht alles so einfach, wie es zunächst scheint :D Ich meine, dass sich alle wie selbstverständlich auf Elias verlassen...wer weiß schon, ob er tatsächlich der Auserwählte ist... :hmm:

      Katharina schrieb:

      Vielleicht solltest du das eher von ihrer Perspektive betrachten: sie will Freddie nicht noch mehr Umstände machen als er ohnehin schon hat, fühlt sich also durch Schuldgefühle ihm gegenüber gedrängt, sich zu beeilen Nur so als Vorschlag.
      Ich weiß, was du meinst. Aber ich finde dieser Gedankengang passt irgendwie zu Emilia. Natürlich weiß sie, dass Freddy sich Sorgen macht und er nicht "wirklich" sauer wäre....aber sie haben auch eine Uhrzeit vereinbart, DAMIT er sich nicht zu sorgen braucht. Insofern fühlt sie sich verantwortlich, dafür, ihn nicht leiden zu lassen ... mit "er würde sie umbringen" meint sie wohl eher, dass er sauer wäre, wenn sie ihn einfach so warten lassen würde, nur, um ihren Abend bei Susan ausdehnen zu wollen...Na ja, vielleicht ist das auch einfach ein bisschen Geschmacksache :pardon: Aber danke, dass du dein Gefühl beim Lesen schilderst. Das finde ich ganz interessant.


      Katharina schrieb:

      Was du vielleicht noch reinbringen könntest, falls dir das Bild gefällt, ist die hypnotische Wirkung von Schneeflocken, die auf die Windschutzscheibe zu rasen, in Verbindung mit den vorbeihuschenden... wie heissen die... diese kleinen Pfeiler mit dem Reflektor am oberen Rand?!

      Die hypnotische Wirkung der Schneeflocken finde ich auch eine super Sache....mal sehen, ob ich das wo einbauen kann. zu den Rflektorstreifen am Fahrbahnrand: ich denke, die Verschwimmen erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit und so schnell ist Emilia ja gar nicht unterwegs :hmm:

      Katharina schrieb:

      Ein kleiner inhaltlicher Fehler nur am Schluss, wobei das natürlich auf die Schaltung des Autos ankommt, aber zumindest ein Auto mit manueller Schaltung sollte ausgehen, sobald es zum Stillstand gekommen ist (und die Kupplung nicht mehr durchgetreten wird) . Die Scheibenwischer bewegen sich also vermutlich nicht mehr, wenn sie gegen den Baum gefahren ist (das Radio hingegen könnte noch an sein, je nachdem... aber wenn du Stille am Ende haben willst, lass es halt ausgehen
      Mh...jetzt verusicherst du mich. :hmm: Theoretisch könnte sie ja ausgekuppelt haben, sodass sich der Wagen im Leerlauf befindet, dann würde er nicht einfach ausgehen...denke ich. Tja, und das Radio... keine Ahnung, kann das nicht einfach durch den Aufprall irgndwie kaputt gehen? Oder Emilia ist an irgendeinen Schalter gekommen? ...Ach egal. ich hoffe einfach mal, dass es niemand anders auffält :D

      Katharina schrieb:

      Das so als Vorschläge von meiner Seite. Was ich nicht kommentiert habe, finde ich: Demnächst dann auch noch was zu den weiteren Kapiteln, aber ich mach das lieber häppchenweise, sonst weiss ich später nicht mehr, was ich schreiben wollte.
      Kein Stress, du weißt :) Ich freue mich immer, von dir zu hören, aber bloß nichts überstürzen... :danke:



      Kramurx
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      Kramurx schrieb:

      die letzten 3 Parts fand ich ganz gut. Allerdings mag ich Slice of Life zwischen Freddy und Emilia nicht so xD aber gehört halt dazu... meh...
      kann es sein dass die beiden ein bisschen miteinander hier und da flirten ? Ob sich da was eines Tages vielleicht anbahnen könnte?
      Erstaunlicherweise finden alle die Kapitel blöd, in denen so viel gelabert wird. Da bist du nicht der Einzige ^^ Leider Gottes braucht es auch solche Abschnitte in der Geschichte, um A) Informationen fließen zu lassen, B) Die Charaktere weiter aufzubauen und C) um von dem einen Punkt der Geschichte zu einem anderen zu gelangen (sprich: als Überleitung)

      Ich denke, dass Emilia und Freddy sich einfach schon extrem lange kennen. Da feixt man schon mal ein bisschen rum, aber was für den einen Spaß ist, könnte für den anderen vielleicht doch ernst sein ^^ Gute Freundschaften zwischen Männern und Frauen-alleine darüber könnte man wahrscheinlich schon ein ganzes Buch schreiben ...

      Kramurx schrieb:

      naja, mach weiter so und lass dich nicht beirren. Zieh dein Ding durch und so. Uns fällt bestimmt auf, wenn was nicht stimmig sein sollte
      Ich merke im Moment, dass es mir extrem gut tut, dass ich micht mit euch austauschen kann und ich nicht unter dem Druck stehe, hier eine bereits perfekt ausgearbeitete Story abliefern zu müssen. Im Grunde entsteht sie jedes Mal wieder ein bisschen neu, wenn ich sie von vorne lese und erneut bearbeite. Und jeses Mal wird es ein kleines Bisschen besser. Wahrscheinlich ist das hier auch noch lange nicht die endgültige Version...aber sie kommt mit eurer Hilfe schon wieder ein Stückchen näher daran :)

      Also :danke:




      Rebirz
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      Rebirz schrieb:

      Äh, ok. Ein unerwarteter Teil hinsichtlich des Titels. Von wegen Glühweinflash! Gefällt mir
      Vielleicht kann man sich schon denken, dass der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt wartet, um zum Einsatz zu kommen :wein:
      Zwischendurch habe ich mal überlegt, ob der Alkohol in meiner Geschichte wohl eine zu große Rolle spielt. ich meine, Emilia trinkt am Anfang den Rotwein (kurz vor dem Autounfall), dann bietet ihr Freddy ein Bier an und jetzt gleich, kippt sie noch den Glühwein obendrauf...es ist vorprogrammiert, wo das enden wird. Ich weiß, dass Alkohol im Leben der meisten Menschen wahrscheinlich keine besonders übergeordnete Rolle spielt, weshalb ich mir auch nicht sicher bin, wie das in meiner Geschichte rüberkommt. Ich bin beim Schreiben ganz einfach von mir selber ausgegangen und ich könnte mir vorstellen, dass ich in genau die gleichen Situationen kommen könnte wie Emilia. :pardon:

      Im Grunde ist es natürlich verkehrt, gerade in einer solchen Lebenssituation Alkohol zu trinken...und dann auch noch auf leeren Magen. Aber manchmal tut man eben äußerst unvernünftige Dinge und Emilia ist sich derezit ja noch nicht über die Gefahr bewusst, die auf sie lauert. Sonst würde sie wahrscheinlich eher einen klaren Kopf behalten wollen. Im Moment hingegen ist sie eher offen für "Realitätsflucht" ... und da bietet der Alkohl ja manchmal ausgezeichnete Möglichkeiten. (wenn auch nur für kurze Zeit ^^ )

      Rebirz schrieb:

      Der Überraschungseffekt hat mich da voll gepackt, weil ich eigentlich mit einem "langsamen" ....und das Paket war gewohnt gut geschnürt
      Ich glaube, hier hast du einen Teil des Satzes gelöscht :D Ich schätze, ich weiß aber, was du sagen wolltest...


      Rebirz schrieb:

      Ich muss ja gestehen, dass mein Kopf aktuell ein wenig deine Geschichte und Kyelias "Der, der das Licht stahl" durcheinander würfelt. Kein Plan wieso. Dachte mir kurzweilig, das hier gleich wieder ein Biest auftaucht, bis mir eingefallen ist, dass ich beim falschen Autor bin x
      Zweifelsohne eine der negativen Nebenerscheinungen, wenn man viele Geschichten parallel liest :D Solange du mich noch mit Rainbow ansprichst, ist alles okay :)



      LadyK
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      LadyK schrieb:

      Obwohl ich den Teil gut geschrieben fand, war er für mich beinahe etwas zu kurz und zu schnell. Als hättest du eine Liste abgearbeitet
      Ja,...dein Eindruck deckt sich auch mit meinem. Insofern kann er nicht völlig falsch sein. Ich hab`ja gesagt, dass ich noch ein bisschen basteln werde. Also, vielleicht schicke ich dir mal in den nächsten Tagen meine überarbeitete Fassung per PM. Könnte sein, dass dir die dann besser gefällt :D




      LG,
      Rainbow
    • Autounfälle

      Rainbow schrieb:

      Mh...jetzt verusicherst du mich. Theoretisch könnte sie ja ausgekuppelt haben, sodass sich der Wagen im Leerlauf befindet, dann würde er nicht einfach ausgehen...denke ich. Tja, und das Radio... keine Ahnung, kann das nicht einfach durch den Aufprall irgndwie kaputt gehen? Oder Emilia ist an irgendeinen Schalter gekommen?
      Oder sie fährt ein Automatik-Auto :D Aber dann würde das Radio auch nicht ausgehen... oder sie macht es erst gar nicht an...

      Nee, ist auch nicht wild. Ist mir nur aufgefallen (war mal in der gleichen Situation). Das einzige sind eigentlich wirklich nur die Scheibenwischer. Lichter hingegen können an bleiben und das Radio auch ausgehen (ist von Auto zu Auto unterschiedlich).

      In dem Zuge (und weil ich schon ein Stückchen weiter gelesen habe) ist mir noch was eingefallen: In einem der folgenden Kapitel beschreibst du ihre Gedanken, als sie die Nahtoderfahrung hat (findet ihr auch, dass sich das immer liest wie "Naht-oder-fahrung"?) - dieses "Was ist mit dem Auto? Freddie bringt mich um!". Ich kann jetzt aus meiner eigenen Erfahurung (nicht Nahtod, sondern Unfall) sagen, dass solche absurden Gedanken einem schon im Sekundenbruchteil vor dem Unfall kommen. ich bin mal mit vielleicht 60/70 km/h ins Schleudern gekommen und es hat mich in den Strassengraben gehauen, das Auto ist dabei umgekippt und hat sich aufs Dach gelegt. Mir ist nichts weitere schlimmes passiert, aber einige Augenblicke dieses Vorfalls weiss ich absolut nicht mehr. Was ich aber noch ganz sicher weiss, ist, dass ich kurz nachdem ich die Kontrolle verloren habe und während ich gesehen habe, dass der Graben auf mich zukommt, als erstes gedacht habe: "Scheisse, ich komme zu spät zum Kindergarten!" :D Der nächste Gedanke, fast zeitgleich mit dem ersten, war: "Thorsten wird stinksauer sein" (es war sein Auto). Solche Gedanken kann sie also sogar schon haben, kurz bevor sie ohnmächtig wird. Die kommen ihr dann sicher später noch mal, also ich finde, es passte hier schon. Wollte dir das nur noch aus erster Hand mitteilen ^^

      Ach ja, das ist auch die Situation, die ich oben meinte: bei Thorstens altem Auto ist das Radio nämlich nicht ausgegangen, wenn man das Auto ausgemacht hat (bei dem Folgeauto schon). Als ich mich dann also kopfüber im Graben wiederfand, war das Auto zwar total still, aber das Radio hat immer noch gedudelt. Ich weiss noch, dass meine erste Aktion im Autowrack war, das Radio wieder auszuschalten, weil mich das genervt hat :rolleyes:
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Rainbow schrieb:

      Zwischendurch habe ich mal überlegt, ob der Alkohol in meiner Geschichte wohl eine zu große Rolle spielt.

      Ernsthaft jetzt? Mit einer Freundin Wein trinken oder auf dem Weihnachtsmarkt ein paar Becher Gluehwein trinken kommt mir jetzt recht normales Verhalten vor - ich kenn' Leute die das nicht machen, klar. Aber ich finde da nichts unnatuerliches an Emilia.
    • @Katharina, @Thorsten :)

      Spoiler anzeigen

      Sehr geil, dass ihr nun beide bei mir gelandet seid...ich stelle mir jetzt immer vor, wie ihr nebeneinander auf der Couch sitzt, jeder ein Laptop oder ein Handy in der Hand, und mir eure Kommentare zukommen lasst :rofl: Wahrscheinlich ist es nicht so, aber die Vorstellung ist irgendwie lustig :D

      Katharina schrieb:

      (findet ihr auch, dass sich das immer liest wie "Naht-oder-fahrung"?)
      Ehm....Nein, so habe ich dieses Wort noch nie getrennt, wenn ich ehrlich bin. Sehhhr interessant, über was du dir so Gedanken machst :hmm:

      Katharina schrieb:

      Was ich aber noch ganz sicher weiss, ist, dass ich kurz nachdem ich die Kontrolle verloren habe und während ich gesehen habe, dass der Graben auf mich zukommt, als erstes gedacht habe: "Scheisse, ich komme zu spät zum Kindergarten!" Der nächste Gedanke, fast zeitgleich mit dem ersten, war: "Thorsten wird stinksauer sein" (es war sein Auto).
      Ja, geil! So ungefähr könnte ich mir das bei mir selber auch vorstellen, weil man in dem Moment erts mal gar nicht an sich selber denkt, sondern an die ganzen Verpflichtungen, die man noch hat, die in dem Moment aber eigentlich überhaupt nicht wichtig sein sollten :rofl:
      Ich finde es aber beruhigend, dass du das bestätigst, denn diese Reaktion von Emilia beruhte hier ausschließlich auf meiner Fantasie und nicht auf selbst gemachten Erfahrungen. (Gott dei Dank)

      Die Gedanken schon vor dem Aufprall einfließen zu lassen, würde ich aber rein tatktisch für keine gute Idee halten, weil das irgendwie meiner Meinung nach die Dramatik/Spannung aus der Situation nehmen würde. Deshalb habe ich mich für diese Variante hier entschieden.


      Katharina schrieb:

      Ach ja, das ist auch die Situation, die ich oben meinte: bei Thorstens altem Auto ist das Radio nämlich nicht ausgegangen, wenn man das Auto ausgemacht hat (bei dem Folgeauto schon). Als ich mich dann also kopfüber im Graben wiederfand, war das Auto zwar total still, aber das Radio hat immer noch gedudelt. Ich weiss noch, dass meine erste Aktion im Autowrack war, das Radio wieder auszuschalten, weil mich das genervt hat
      Das ist so eine herrlich groteske Situation. Man liegt da, eingekeilt in dieses Autowrack, und im Hintergrund wird man vollgedudelt...ein herrliches Bild dafür, dass sich die Welt weiterdereht, auch, wenn in dem Moment schreckliche Dinge passieren...Dennoch hat mir in dem Kapitel am Ende die friedliche Stille besser gefallen ^^

      Thorsten schrieb:

      Ernsthaft jetzt? Mit einer Freundin Wein trinken oder auf dem Weihnachtsmarkt ein paar Becher Gluehwein trinken kommt mir jetzt recht normales Verhalten vor - ich kenn' Leute die das nicht machen, klar. Aber ich finde da nichts unnatuerliches an Emilia.
      Gut, dass du das sagst! ^^ Vielleicht fällt es mir schwer, das realistisch einzuschätzen. Ich bin mit Alkohol groß geworden und mit ziemlicher Sicherheit hätte es mir nicht geschadet, in dem einen oder anderen Lebensjahrzehnt etwas weniger zu trinken ...oder zu rauchen :D Wenn ich mich heute mit anderen unterhalte, fällt mir erst auf, dass mein damaliger Lebenswandel offensichtlich nicht der Norm entsprach.

      Nun denn. Hauptsache ist, es stößt beim Lesen nicht irgendwie blöd auf, dass Emilia gerne mal was trinkt. Aber das scheint ja nicht der Fall zu sein.


      LG,
      Rainbow
    • Moikka @Rainbow
      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      ich stelle mir jetzt immer vor, wie ihr nebeneinander auf der Couch sitzt, jeder ein Laptop oder ein Handy in der Hand, und mir eure Kommentare zukommen lasst
      Aber wir können doch nicht nebeneinander sitzen
      ...auf Thorstens Schreibtisch ist doch kein Platz für einen zweiten Computer ;(


      Rainbow schrieb:

      Sehhhr interessant, über was du dir so Gedanken machst
      Na ja, das hab ich halt als erstes gelesen als ich in dem Thread mal ein paar Kommentare überflogen habe. Mein erster Gedanke daher "Naht-oder-WAS BITTE?" :D Seitdem krieg ich's nicht mehr raus...

      Ich hab ein kleines Stück weiter gelesen und jetzt wird's ja so richtig interessant. Ich fass meine Eindrücke mal kurz zusammen:

      Die Chrakaterisierung von Elias geht weiter und wir lernen auch Micah kennen. Sehr schön finde ich später dann auch den Kontrast zu den Engeln der dritten Sphäre, die dann "menschlicher" sind, das ist dir wirklich gut gelungen.
      Die Beschreibung des Himmels ist auch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Also diese Abfertigung und irgendwelche blinkenden Lichter und Tafeln (ich stell mir das gerade wie den Berliner Hauptbahnhof vor) passt in meiner Vorstellung nicht zu den erhabenen Hallen und kathedralenähnlichen Bauten, die wir zuvor kennengelernt haben. Aber es ist deine Geschichte. (Ist nur so, dass ich persönlich nicht in den Himmel will, wenn er dem Berliner Hauptbahnhof ähnelt :rofl: ) Mir ist übrigens in dem Kapitel, wo Elias auf Serephina und Jesaja trifft aufgefallen, dass bei dir die Leute häufig "mit dem Kopf" schütteln, das war in irgendeinem früheren Kapitel auch schon mal. Normalerweise, denke ich, schüttelt man den Kopf, aber man schüttelt nicht mit dem Kopf, oder? (kann sein, dass mein Sprachgefühl mich hier auch veralbern will)
      Ganz toll hat mir die erste Begegnung von Emilia und Elias gefallen. Ihre Gedanken sind abzolut nachvollziehbar und Elias ist so sanft "unmenschlich" (nicht falsch verstehen :D , ich erklär's sofort). Es gelingt dir mit sehr subtilen Mitteln durchblicken zu lassen, dass er die Rolle eines Menschen schon ganz gut beherrscht, aber immer noch nicht perfekt. Er hat so eine Art an sich (das, was Emilia als Machogehabe interpretiert), die sehr authentisch wirkt für jemanden wie ihn. Das ist deshalb so genial, weil es eine kritische Szene ist, in der man sehr schnell in irgendwelche Klischees abdriften könnte, die das Ganze schnell lächerlich wirken lassen: Elias könnte entweder völlig überfordert mit der Menschenrolle sein und Emilia ständig ungewollt auf die Füsse treten, indem er versucht, Dinge auf Menschenart zu lösen, oder er könnte absolut tölpelhaft sein Engelsein durchziehen, nach dem Motto: im Himmel machen wir das aber anders (ohne das selbstverständlich auszusprechen). Aber du hast genau das Mass gefunden, das ihn als Engel in Menschengestalt glaubhaft macht. Ich weiss nicht, ob mein Versuch einer Beschreibung hier so geglückt ist und ob das so beabsichtigt war, aber es hat mir total gefallen :)
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Hi Rainbow,
      die Vögel gefallen mir. Ich habe solche Krähenschwärme schon erlebt, also natürlich ohne Angriff ;) und fühlte mich gleich wieder daran erinnert. Die Szene hat mir nicht nur deswegen sehr gut gefallen.

      Dein kleines Dilemma kann ich gut verstehen, wird der Angriff zu drastisch beschrieben, ist ein "normaler" Weihnachtsmarkt besuch kaum denkbar. Ich würde den Angriff vielleicht ein kleines Stück ausbauen, aber nicht zu stark, wenn es normal weitergehen soll.

      Eine Idee hätte ich noch für den Ende des bisherigen Teils, musst du mal sehen ob du sie verwenden kannst. Vielleicht sollten sie nicht gleich auf normalen Weihnachtsmarktbesuch umschalten (gerade wenn der Angriff noch dramatischer wird), sondern erst nach dem Motto agieren, hoffentlich geht es den anderen gut. Wenn sie sich etwas beruhigt haben und die anderen in Ordnung sind, wirkt die Szene für sie allmählich etwas (gefühlt) irrealer und sie wollen sich beweisen, alles ist ganz normal, weiter mit Weihnachtsmarkt.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • Katharina
      Spoiler anzeigen

      Katharina schrieb:

      Die Beschreibung des Himmels ist auch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Also diese Abfertigung und irgendwelche blinkenden Lichter und Tafeln (ich stell mir das gerade wie den Berliner Hauptbahnhof vor) passt in meiner Vorstellung nicht zu den erhabenen Hallen und kathedralenähnlichen Bauten, die wir zuvor kennengelernt haben. Aber es ist deine Geschichte. (Ist nur so, dass ich persönlich nicht in den Himmel will, wenn er dem Berliner Hauptbahnhof ähnelt

      Also, wenn ich ganz ehrlich bin, dann deckt sich diese Beschreibung auch nicht unbedingt mit meiner eigenen Vorstellung. Sie ist ganz einfach ein Bestandteil dieser Geschichte ^^
      Im Grunde ist es ja genau das, was die Engel der dritten Sphäre selber bemängeln: Dass ihr Job zu einer Art Massenabfertigung geworden ist und der ursprüngliche Zauber verflogen ist. Quasi ein bisschen wie bei uns...da heißt es nur noch schnell schnell schnell...aber es bleibt keine Zeit mehr, sich den Dingen wirklich zuzuwenden. Das ist nur ein Aspekt, warum man hofft, es könnte eine Art "Umdenken" stattfinden...leider traut sich aber niemand so wirklich, sich gegen die Obrigkeiten aufzulehnen.

      Aber ansonsten hast du natürlich recht...ich möchte mein Dasein auch nicht bis in alle Ewigkeit am Berliner Hauptbahnhof fristen :rofl: Allerdings habe ich ja hier an der Stelle auch nur die "Abfertigungshalle" beschrieben...wo genau die Seelen danach hinkommen und ob es dort vielleicht schöner ist, habe ich ja gar nicht weiter erwähnt ^^


      Katharina schrieb:

      Mir ist übrigens in dem Kapitel, wo Elias auf Serephina und Jesaja trifft aufgefallen, dass bei dir die Leute häufig "mit dem Kopf" schütteln, das war in irgendeinem früheren Kapitel auch schon mal. Normalerweise, denke ich, schüttelt man den Kopf, aber man schüttelt nicht mit dem Kopf, oder? (kann sein, dass mein Sprachgefühl mich hier auch veralbern will)

      Ich glaube, das ist in der Tat eine Geste, die ich sehr oft verwende. Ich habe das mal gegoogelt und folgendes dazu gefunden:

      fehler-haft.de/forum/viewtopic.php?t=2744

      War mir jetzt auch nicht so bewusst, aber jetzt habe ich wieder was gelernt :D

      Katharina schrieb:

      Ganz toll hat mir die erste Begegnung von Emilia und Elias gefallen.
      Juhu ... Juhu :panik: Über diese Rückmeldung freue ich mich wirklich ganz besonders, weil ich immer hoffe, dass es bloß nicht zu sehr in Kitsch oder (was ja noch viiiieeeel schlimmer wäre) in Klischee abgleitet :D Also, danke für dein Feedback...




      Alexander

      Spoiler anzeigen


      Alexander2213 schrieb:

      die Vögel gefallen mir. Ich habe solche Krähenschwärme schon erlebt, also natürlich ohne Angriff und fühlte mich gleich wieder daran erinnert. Die Szene hat mir nicht nur deswegen sehr gut gefallen.
      Ich hatte schon die Befürchtung, dass es zu sehr nach einem Hitchcock-Abklatsch aussieht ^^ ... aber ich fand diese schwarzen Vögel schon immer irgendwie faszinierend, geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich. Einer meiner Lieblingsfilme war lange Zeit "The Crow"...vielleicht hatte ich das ein wenig im Hinterkopf.

      Alexander2213 schrieb:

      Ich würde den Angriff vielleicht ein kleines Stück ausbauen, aber nicht zu stark, wenn es normal weitergehen soll.

      Ich hege die Hoffnung, dass es nun besser ist. Danke noch mal für dein Feedback ^^



      So, ich mach mal weiter mit dem nächsten Teil. Diesmal habe ich davon abgesehen, im Vorfeld zuviel daran herumzuschnippeln...im vorherigen Abschnitt war dadurch irgendwie zuviel abhanden gekommen. ^^ Den Anfang dieses Kapitels 15 habe ich jetzt deshalb übrigens auch noch etwas überarbeitet und den Krähenangriff weiter ausgeschmückt.
      Danke an der Stelle @97dragonfly, @Thorsten, @LadyK und @Alexander2213, dass ich euch zwischendurch mal mit meinen verschiedenen Versionen konfrontieren durfte :D ... ich hoffe, es ist jetzt besser so.


      Kapitel 15.1


      Als sie durch den geschmückten Rundbogen traten, stellten sie fest, dass der Trubel im Eingangsbereich zwar deutlich weniger geworden war, die Menschen weiter hinten aber offenbar überhaupt nichts von dem Krähenangriff mitbekommen hatten, weshalb der Markt hier noch gut besucht war.
      Vor allem um den Glühweinstand herum tummelten sich an Stehtischen viele Grüppchen, die sich lauthals unterhielten und lachten, während sie zwischendurch an den dampfenden Bechern in ihren Händen nippten.
      Silas stach aufgrund seiner Körpergröße deutlich aus der Menge hervor, weshalb Emilia ihn als Erstes erblickte. In dem Moment, als sich ihre Blicke trafen, wurde ihr schlagartig wieder bewusst, warum sie so für ihn geschwärmt hatte.
      Seine dunkelbraunen Haare fielen ihm vorne lässig in die Stirn und das markante Gesicht mit den hohen Wangenknochen ließ ihn durch den Dreitagebart irgendwie verwegen wirken. Plötzlich traf sie die Erkenntnis wie ein Schlag. Silas und Elias hätten gegensätzlicher nicht sein können.
      War der eine ´dunkel und geheimnisvoll`, wirkte der andere ´strahlend hell und unnahbar`. Beides hatte seinen Reiz.
      Nur, dass sie Elias aller Wahrscheinlichkeit nie wieder sehen würde. Das Ziehen in ihrer Brust sprach Bände und erinnerte sie wieder daran, warum sie heute Abend hier war.
      Die letzten Meter kam Silas ihnen entgegen und breitete seine Arme aus.
      „Lia“, sagte er schließlich in sanftem Ton, während er sie an sich drückte. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass du kommen würdest. Wie geht`s dir?“, fragte er besorgt.
      „Ehm gut … Sonst … wäre ich ja nicht hier“ stotterte sie und ärgerte sich im selben Moment darüber, dass seine Anwesenheit sie offensichtlich nach wie vor verunsicherte. Einen kurzen Augenblick sah er sie forschend an, dann wandte sich sein Blick zu Melanie.
      „Hallo Melanie. Seid ihr Zwei zusammen gekommen?“ Er hielt ihr die ausgestreckte Hand entgegen und Emilia fiel auf, dass die innige Begrüßung scheinbar ausschließlich ihr vorbehalten war und bei ihrer Kollegin weitaus abgespeckter ausfiel. Melanie schien das nicht zu interessieren.
      „Ja, ich habe Lia abgeholt“, erklärte sie und schüttelte freundlich seine Hand.
      „Wir haben gehört, dass es einen Vorfall gab. Vögel sollen Besucher des Weihnachtsmarktes attackiert haben. Habt ihr davon etwas mitbekommen?“ fragte Silas und sein Blick wanderte zwischen den beiden Frauen hin und her.
      „Ja, stellt euch vor, was passiert ist …“, wandte sich Melanie der Gruppe zu und fing an das vorangegangene Erlebnis gekonnt in Szene zu setzen. Emilia, die nur mit einem Ohr mithörte, fragte sich zwischendurch, ob sie noch von dem heutigen Abend sprach oder ob sie die Geschichte durch ein paar dazu erfundene Highlights interessanter zu machen versuchte.
      „Ihr wart da mittendrin?“, schoss es aus Silas raus. „Bist du in Ordnung? Ich meine … seid ihr verletzt worden?“. Aufgebracht unterzog er Emilia einer eingehenden Musterung.
      „Ehm ja … ich meine nein … Also ja, ich bin in Ordnung und nein, wir sind nicht verletzt. Alles ist okay …“ Oh Mann, wo war das nächste Erdloch, in das sie hätte springen können? „Ich würde jetzt nur wirklich gerne etwas Heißes trinken“, fügte sie schnell hinzu, um dem Gespräch eine andere Wendung zu geben. Da sie ihre Handschuhe bei der Massenhysterie am Eingang verloren hatte, waren ihre Finger außerdem inzwischen steif gefroren und sie wünschte sich nichts mehr als einen Becher mit einem Heißgetränk herbei, an dem sie ihre Hände wärmen könnte.
      Verständnisvoll nickte Silas ihr zu. Dann signalisierte er jemandem in der Runde, für Nachschub zu sorgen und kurze Zeit später hielt Emilia einen krugähnlichen Behälter mit einem dampfenden, nach Zimt und Nelken duftenden Glühwein in den Fingern.
      Beide Hände den Krug umklammernd, stieß sie nun reihum mit den anderen am Tisch stehenden Kollegen an.
      Da war Marc, der nach über zwanzig Jahren in der Verwaltung eindeutig der Dienstälteste in dieser Runde war; daneben stand Jennifer, die erst vor drei Monaten ihre Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte begonnen hatte; dann kamen Helen und Stephen, die als Pfleger auf der Station arbeiteten und zuletzt Nicolas, der ebenso wie Silas Psychologe war, dem Team aber erst seit einer sehr viel kürzeren Zeit angehörte.
      „Wo ist denn eigentlich Professor Albory?“, fragte sie nun. Als Chef der Station war er dafür bekannt, dass er Abende wie diese stets als teambildende Maßnahme unterstütze und bislang keine Gelegenheit ausgelassen hatte, diesen Treffen beizuwohnen.
      „Er wird krankheitsbedingt längere Zeit ausfallen“, sagte Marc. „Silas wird so lange seine Vertretung übernehmen“, fügte er hinzu.
      Bitte was?
      Um ein Haar hätte sich Emilia an ihrem Punsch verschluckt. Mit allem hätte sie gerechnet, aber ganz sicher nicht damit, dass Silas von heute auf morgen plötzlich ihr Chef sein würde.
      Die Aussicht darauf, dass sie ihm zukünftig nicht mehr ohne weiteres würde aus dem Weg gehen können, bereitete ihr eine Übelkeit, die nicht nur auf das alkoholhaltige Getränk zurückzuführen war, welches sich bereits merklich in ihrem Blutkreislauf verteilte.
      Umgehend wanderte ihr Blick zu ihm herüber und sie hoffte inständig, dass er sich bei all seinen psychologischen Fähigkeiten nicht auf das Gedankenlesen verstand.
      Darum bemüht, sich ihren inneren Monolog nicht anmerken zu lassen, versuchte sie, so normal wie möglich zu reagieren.
      „Oh, na dann herzlichen Glückwunsch!“ Mit dem Glühwein prostete sie in seine Richtung. „Das ist ja ganz schön viel Verantwortung“, fügte sie anerkennend hinzu.
      Schmunzelnd fuhr sich Silas mit der Hand über das stoppelige Kinn. „Was glaubst du, warum ich nicht mehr zum Rasieren komme und nachts kein Auge mehr zumache?“
      Das war der Grund, warum sie ihn so gerne mochte. Er war kein bisschen überheblich. Er hätte sich jetzt auch gekonnt in Szene setzen und sich mit seiner neuen Position brüsten können. Stattdessen gab er ehrlich zu, dass es für ihn eine Herausforderung darstellte und er auch nur ein Mensch war. Wie überaus sympathisch.
      „Erzählt mal, was habe ich denn so verpasst. Gibt es was Neues?“ fragte Emilia schließlich, um auf ein anderes Thema zu kommen. Umgehend breitete sich ein betretenes Schweigen aus und reihum sah sie in Gesichter, die ihrem Blick auszuweichen versuchten.
      „Na ja“, durchbrach Silas die Stille. „Wir wollten es dir eigentlich nicht jetzt schon sagen, aber du wirst es ja ohnehin bald erfahren.“ Der negative Unterton in seiner Stimme ließ nichts Gutes erahnen. „Wir mussten Anna an die Kollegen aus der Geschlossenen übergeben. Es ging einfach nicht mehr. Ihr Zustand hat sich in den vergangenen Tagen zunehmend verschlechtert und letzten Freitag hat sie … versucht, sich selber in Brand zu setzen. Derzeit befindet sie sich noch in der Klinik.“
      Emilia konnte nicht glauben, was sie da hörte. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und hielt sich vor Schreck eine Hand vor den Mund.
      Anna war eine ihrer Lieblingsbewohnerinnen, was mitunter daran lag, dass sie noch nicht sonderlich alt war und weil Emilia das Gefühl hatte, in der kurzen Zeit, die sie sich erst kannten, einen guten Zugang zu ihr gefunden zu haben.
      Es ging eine gewisse Faszination von der jungen Frau aus, die bereits seit Jahren unter einer schweren Psychose litt und dabei zeitweise in einer Art Parallelwelt lebte, die sie sich selbst konstruiert hatte.
      Schon als junges Mädchen war sie felsenfest davon überzeugt gewesen, Stimmen zu hören, die sie malträtierten und sie zusehends in den Wahnsinn trieben.
      Eines Nachts floh sie dann, barfuß und nur mit Nachthemd bekleidet, in den nahegelegenen Wald, wo sie sich versteckt hielt und erst zwei Tage später völlig dehydriert und unterkühlt von der Polizei aufgefunden worden war. Schweren Herzens hatten sich die Eltern daraufhin zu einer Zwangseinweisung entschlossen.
      Diese Ereignisse lagen jetzt inzwischen fünf Jahre zurück und seit dem hatte sich ihr Zustand kontinuierlich verbessert, weshalb man ihr nach der Erstellung diverser psychologischer Gutachten schließlich den Umzug ins Wohnheim zugestanden hatte.
      Umso erstaunlicher empfand Emilia, was Silas da gerade erzählte.
      „Das kann nicht sein!“, sagte sie völlig entgeistert. „Seit ich bei euch bin, hat sie doch solche Fortschritte gemacht. Sie durfte sogar schon wieder alleine in den Park. Wie zum Teufel konnte sie sich überhaupt in Brand setzen?“
      Nicolas, der auf der anderen Seite neben Emilia stand, legte ihr tröstend die Hand auf die Schulter.
      „Es kam für uns alle völlig überraschend und es ist auch noch unklar, wie sie an den Benzinkanister und die Streichhölzer gekommen ist“, erklärte er ruhig. „Die Polizei ermittelt derzeit noch. Es liegt aber auf der Hand, dass sie Unterstützung gehabt haben muss“, fügte er hinzu.
      „Was?“, stieß Emilia hervor. „Wer würde denn so etwas tun?“ Sie versuchte, sich vorzustellen, dass jemand einer psychisch labilen Person die Utensilien für einen barbarischen Selbstmord zur Verfügung stellte und diesen somit gebührend in Kauf nahm.
      „Beruhige dich, Lia“, sagte Silas besänftigend. „Wie gesagt, die Polizei ist dran und wir checken die Videoüberwachung sowie die Besucher der vergangenen Wochen. Wir werden denjenigen schon kriegen. Keine Sorge.“
      Sie wollte sich nicht beruhigen und dieses Psychologengequatsche kannte sie nur zu gut. Es brachte sie noch mehr auf die Palme.
      „Wie schlimm ist sie denn verletzt? Ich meine, kann man sie besuchen?“, fragte sie aufgebracht und ignorierte dabei Silas` sorgenvollen Gesichtsausdruck.
      „Ich würde dir zum jetzigen Zeitpunkt davon abraten. Das ist wirklich kein schöner Anblick. Du würdest sie nicht wiedererkennen. Vor allem der Kopf und der Oberkörper sind besonders stark verbrannt, weil sie sich anscheinend den Kanister übergekippt und dann verhältnismäßig schnell angezündet hat.“ Mit forschendem Blick betrachtete er Emilias Reaktion. Ebenfalls eine Eigenart von Psychologen, wie sie bereits mehrfach festgestellt hatte.
      Im Moment war ihr egal, was er an ihrem Gesicht abzulesen glaubte. Gerade wurde ihr richtig schlecht. Lag das jetzt am Glühwein oder an der Schreckensnachricht? Vielleicht war es eine Mischung aus beidem. Sie wusste es nicht.
      „Ja, und dem Himmel sei Dank, hat Anna nicht an die Rauchmelder und die Sprenkleranlage gedacht, die sich unter jeder Zimmerdecke im Wohnheim befinden, weshalb innerhalb weniger Sekunden jemand bei ihr sein konnte“, klinkte sich nun Melanie ein.
      „Wer hat sie denn gefunden?“, fragte Emilia zaghaft.
      „Das war ich“, antwortete Silas und sah sie von der Seite an. Sein Blick war unergründlich. Emilia vermochte nicht zu sagen, ob es die Erinnerung an dieses schreckliche Erlebnis war oder eine Spur von Schuld, weil er das Geschehene nicht hatte verhindern können. Sie wollte sich nicht vorstellen, welche Bilder er jetzt mit sich herumtragen musste. Da bekam seine Äußerung mit den schlaflosen Nächten gleich eine andere Bedeutung. Plötzlich empfand sie aufrichtiges Mitleid mit ihm und hätte ihn am liebsten in den Arm genommen. Stattdessen reagierte sie, wie es von ihr erwartet wurde mit einem anerkennenden Nicken und den Worten „Tut mir leid!“
      Der Inhalt ihres Glühweinkruges war mittlerweile nur noch lauwarm, weshalb sie ihn in einem Zug herunterkippte. Angewidert verzog sie das Gesicht, stellte aber dann fest, dass der Zuckergehalt erfreulicherweise das Hungergefühl beseitigte.


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      Kapitel 15.2
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      Rainbow schrieb:

      Aber ansonsten hast du natürlich recht...ich möchte mein Dasein auch nicht bis in alle Ewigkeit am Berliner Hauptbahnhof fristen
      Oder am Berliner Flughafen... (hier sogar in echt bis in alle Ewigkeit) :rofl:

      Rainbow schrieb:

      aber jetzt habe ich wieder was gelernt
      Da sieh mal einer an. Ich auch.

      Ich hab jetzt bis zur Hölle weitergelesen. Bzw. diese mittelalterliche Burg, die im Gegensatz zum Himmel ziemlich cool wirkte, wenn da nicht solche ekligen Wesen zugegen wären :D Hier zeichnet sich ja jetzt ab, dass sich schlimme Dinge anbahnen und dass das Emilia-Elias-Geplänkel bald nicht mehr so spassig sein wird. Ich muss zugeben, meine Konzentration beim Höllenrat hat aufgrund der Uhrzeit ein bisschen nachgelassen, daher kein ausführliches Feedback dazu (ich weiss z.T. nicht mehr sicher, was ich gelesen und was ich im Dämmerzustand dazugedichtet habe). Nur, das die Gestalt von Dagon ziemlich fies rüberkommt, dafür müsste er vermutlich gar nicht mal explizit erklären, dass er "böses" im Sinn hat.

      Das davor (das ganze "Geplänkel") ist schön formuliert. Emilias Abneigung gegenüber Elias ist nachvollziehbar, aber man merkt auch, dass sie ohne ihn auch nicht so richtig kann. Und dann ganz krass, das Kippen der Stimmung als Silas auftaucht und wie Elias darauf reagiert. Alles wirklich toll und nachvollziehbar beschrieben! ... Ja, ich glaube, das fasst gut zusammen, was ich mir beim Lesen gedacht habe ^^
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