Der Highlander, der mich tief berührte .....

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    • Eine Schande, dass ich hier noch nicht vorher reingeguckt habe. Es ist so göttlich :rofl:
      Vor allem Skadi schafft es perfekt, auf der einen Seite die Schreibweise dieser Romane zu imitieren und auf der anderen Seite so absolut zu übertreiben... ich musste sehr oft grinsen :D


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • So wir haben jetzt ein Cover - in Farbe und bunt im ersten Posting ;)

      Ansonsten have fun - es geht weiter in den Highlands mit einem neuen Point of view.


      4 - Scott

      „Du musst sie festhalten!“, hallte die Stimme des rothaarigen Ziegenhirten über den Platz, den Scott unter dem Namen Adair kannte. Ein dünner und eher schlaksig wirkender Mann ende fünfzig. Seine Familie war eine der ältesten im Clan seines Vaters und Adair besaß einen guten Ruf. Selbst die anderen Clanchiefs begegneten ihm stets mit Respekt, was wenig mit seiner nicht vorhandenen Muskelkraft, denn mehr mit seinem Verstand zu tun hatte. Es war zwar lange vor Scotts Zeit gewesen, aber angeblich hatten Adairs Ratschläge dazu geführt, dass sein Vater etliche Schlachten in den Highlands für sich gewinnen konnte.
      Umso lustiger war es dabei zuzusehen, wie dieser Mann nun versuchte, drei Männern zu erklären, wie man eine Ziege wog.
      „Packt sie bei den Hörnern!“, brüllte Adair und warf im nächsten Augenblick verzweifelnd und kopfschüttelnd die Arme nach oben, als einer der Männer von der Ziege umgestoßen wurde. Mit einem dumpfen Laut, dem ein kleiner Schmerzensschrei folgte, landete er auf dem harten Sandboden. Die Ziege blieb stehen und drehte sich langsam, ja gerade provokativ um, dabei schien es fast, als durchbohre sie die anderen Männer mit ihren dunklen Augen. Der lange Ziegenbart wehte im aufkommenden Wind, während das Tier ein paar Schritte rückwärts ging. Nicht, um Abstand zu gewinnen, wie es zuerst auf Scott schien, nein sie nahm Anlauf, denn in der nächsten Sekunde preschte sie vor.

      Scott stützte sich mit den Händen am Holzzaun ab, welcher das große Areal umschloss und beobachtete die Szene mit einem Schmunzeln. Drei gestandene Schotten waren nicht in der Lage, eine Ziege bei den Hörnern zu packen, und sie auf die, eigens für das Wiegen errichtete, Holzkonstruktion zu heben.
      Wobei er zugeben musste, dass die rot-weiß gescheckte Ziege wirklich widerspenstig war. Sie hatte nichts mit den anderen Tieren gemein, die geduldig hinter dem Holzgitter darauf warteten, bis sie an der Reihe waren.
      Entschlossenheit und Mut standen diesem Tier geradezu ins Gesicht geschrieben und jeder Laut, den sie von sich gab, klang, als verhöhne sie ihre Gegenspieler. Scott kam nicht umhin etwas Anerkennung für ihren Kampfgeist zu empfinden. Diese Ziege war mehr Schotte als die Männer, die versuchten sie einzufangen. Er ertappte sich dabei, wie er in Gedanken dem 1,10m hohen Huftier einen Kilt anzog und fand das Bild in seinem Kopf so komisch, dass er lauthals loslachte.

      „Was amüsiert dich so?“, sprach ihn eine tiefe Stimme an. Scott schreckte auf. Er hatte gar nicht bemerkt, dass Adair sich ihm genähert hatte, doch statt dem Alten zu antworten, verstärkte er sein Grinsen nur.
      „Hat dein Vater dir nicht aufgetragen, die Spiele vorzubereiten? Warum lungerst du hier herum?“
      Scott zuckte gelassen mit den Schultern. „Ich beaufsichtige doch pflichtbewusst die Vorbereitungen für die Spiele und soweit ich das bisher erkennen kann, kommst du nicht so gut voran, Adair.“ Der junge Schotte konnte sich ein Glucksen nicht verkneifen, was ihm nur ein Augenrollen des Alten bescherte. Dieser stützte sich genau wie Scott mit den Händen am Holzzaun ab und beobachtete das Treiben.
      „Ich könnte jetzt die warmen Schenkel meiner Frau genießen, aber stattdessen muss ich mit diesen Nichtsnutzen arbeiten“, gab er frustriert von sich. „Hätte ich noch die Kraft meiner Jugend, ich würde diesem widerspenstigen Tier zeigen, wer der Herr ist! Sie würde nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, wenn ich mit ihr fertig bin! Ich würde sie durch den Paddock treiben, bis sie außer Atem nur noch keuchend vor mir steht und dann ...“
      Scott zog eine Augenbraue hoch, während er Adair lauschte. Zwischenzeitlich war er sich nicht ganz sicher, ob er von der Ziege oder seiner Frau sprach und er versuchte hastig die Bilder in seinem Kopf zu verdrängen, die ihm spukend einreden wollten, dass der Alte doch mehr Zeit mit seinen Tieren verbrachte, als es vielleicht normal war. Stattdessen rief er sich das Bild der Ziege im Kilt wieder ins Gedächtnis und grinste fröhlich in sich hinein, während er ‚Auld lang syne‘ im Geiste summte. Er bemerkte nicht, wie Adair weiterredete, denn Scott hatte seine Aufmerksamkeit längst wieder auf das Gehege gelegt.
      Zwei Männer saßen bibbernd auf dem Holzzaun und trauten sich nicht mehr hinein, während der dritte gerade in einen Heuhaufen sprang, um der Ziege zu entgehen, die laut meckernd auf ihn zugestürmt war. „Weißt du, wenn das so weiter geht, siehst du die Schenkel deiner Frau gar nicht wieder“, kommentierte Scott die Geschehnisse und unterbrach den Alten in seiner Rede, der er ohnehin nicht zugehört hatte. „Aber ich könnte dir helfen.“
      Überrascht von der plötzlichen Aussage des jungen Schotten, schaute Adair ihn nur verwirrt an. „Was meinst du damit?“
      „Naja, was meine ich schon damit. Da vorne ist eine Ziege, und dort hinten ist eine lederne Schlaufe an diesem Holzkonstrukt angebracht, um ihr Gewicht zu bestimmen. Was denkst du also, was ich tue? Ich werde sie wiegen! Ich muss in den Spielen doch ohnehin, wie jeder andere auch, eine Ziege über die Strecke tragen. Wäre doch eine gute Übung.“
      Adair winkte sofort ab. „Mach dich nicht lächerlich, Scott. Das ist nichts für dich.“
      „Warum?“
      Adair seufzte. „Ist das nicht offensichtlich?“
      „Nicht so ganz? Worauf willst du hinaus?“
      Der Ziegenhirte legte Scott eine Hand auf die Schulter und schien sich um einen sanfteren Ton in seiner Stimme zu bemühen, denn er atmete tief durch, bevor er ihm antwortete. „Du bist der erste und einzige Sohn des McKing Clans, und doch lässt dein Vater ein Turnier ausrichten, bei dem er den Gewinner zu seinem Nachfolger bestimmen will. Wäre es nicht eigentlich naheliegend dich zu wählen? Warum glaubst du, hat er die Highland Games ausgerufen, und dem Sieger die Hand deiner Schwester versprochen?“ Adair erwartete offensichtlich keine Antwort auf seine Frage, denn er fuhr unbeirrt fort. „Dein Vater mag dir gesagt haben, dass du sein Erbe antreten wirst, wenn du in den Spielen gewinnst, aber er selbst, und wir alle wissen, dass das nie passieren wird.“
      Scott seufzte. „Vater will einen würdigen Nachfolger. Die Spiele sind nur eine logische Folge daraus.“ So ganz glaubte er seinen eigenen Worten nicht, aber oft redete er sich ein, dass alles so kommen musste. Dass es nur diesen Weg gab, damit auch er sich endlich beweisen konnte.
      „Siehst du? Das ist das Problem!“, begann Adair mit etwas Verzweiflung in seiner Stimme. „Du findest selbst dann noch gute Worte für ihn, wenn er dich vor allen verhöhnt.“
      Scott schüttelte den Kopf. „Er verhöhnt mich nicht. Es ist ein Test und ich gedenke ihn zu bestehen.“
      „Scott ... die besten Schotten der nördlichen Highlands werden an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die meisten von ihnen wissen nicht einmal, dass du existierst! Die Chance auf das Höschen deiner Schwester und die Ländereien deines Vaters treibt sie zu dutzenden hierher. Besser du begreifst jetzt als später, dass du bei dieser ganzen Angelegenheit keine Rolle spielst. Niemand wird deinen Namen rufen. Niemand wird dir zujubeln, oder dich anfeuern. Du wirst scheitern und alle werden es sehen und sich bestätigt fühlen, dass der erste Sohn des McKing Clans nicht stark genug ist. Erspar dir das ... Scott, ich beschwöre dich ... Erspar dir die Peinlichkeit, die dir bevorsteht und nimm nicht bei den Spielen teil!“
      Adairs Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Wie so oft stiegen die Selbstzweifel in Scott auf.
      Dabei war er kein Schwächling. Jahrelange harte Arbeit hatte seine Muskeln gestählt. Das und sein langes braunes Haar, sorgte immer wieder dafür, dass die jungen hübschen Frauen verstohlene Blicke in seine Richtung warfen. Ihn interessierte das nicht sonderlich. Muskeln und Kraft waren ein Produkt von harter Arbeit und Training, so wie Kuchen eben ein Produkt aus Teig war. Das eine führte zum anderen, und Scott fand, dass man in den Highlands der Stärke eines Mannes einfach zuviel Gewicht beimaß. Sich im Kampf zu beweisen, war doch nur ein Aspekt von vielen, der einen Schotten auszeichnen sollte. Doch für seinen Vater zählte nur das eine - darauf kam es eben an.
      „Du glaubst also, dass ich keine Chance hätte, Adair? Dass ich nicht einmal diese Ziege dort bändigen könnte?“
      Der Alte atmete einmal tief durch. „Hingegen der Trottel dort drüben, würdest du es wohl schaffen. Aber eine Ziege allein wird dein Leben nicht ändern, Scott.“
      „Eine Ziege vielleicht nicht, die Highland Games hingegen schon“, erwiderte er entschlossen, denn er hatte seine Entscheidung längst getroffen. Davon würde ihn auch der Alte nicht abbringen.
      „Ich hoffe, du weißt, was du tust“, war alles, was Adair sagte, bevor er sich wieder den Männern und der widerspenstigen Ziege widmete.
      Scott ignorierte seinen mahnenden Ton und ließ seinen Blick durch die Gegend schweifen. Seine Gedanken kreisten um das, was vor ihm lag. Und obwohl ihm niemand zutraute, dass er bei den Spielen Erfolg haben könnte, verspürte er doch so etwas wie Vorfreude. Denn irgendwoher wusste er, dass seine Zeit gekommen war, wobei er nicht erklären konnte, woher diese Zuversicht kam. Sie war einfach da. Und er war sich sicher, dass er sie alle Narren nennen würde, wenn es vorbei war.

      Mit einem Lächeln im Gesicht, und in Gedanken bereits die Siegesfahne schwenkend, schaute er den breiten Pfad hinab, der sich eingesäumt von hohen Pappeln durch die Rapsfelder schlängelte. Der Schatten der Bäume legte sich auf den Weg und verdrängte die Sonne, die man in den Highlands nicht oft sah. Es war ein beruhigendes Bild, das unweigerlich zum Träumen einlud. Und das tat Scott, bis etwas die Ruhe störte.

      Vögel stoben hektisch, kreischend aus den hohen Bäumen, als wären sie von einem Untier aufgeschreckt worden. Scott runzelte die Stirn, als er eine zierliche Gestalt erkannte, die wutentbrannt den Weg entlang stapfte, und wohl die Ursache für die Aufregung war. Es war eine junge Frau, die lange blonde Locken hatte. Seine Schwester.
      In ihren Händen hielt Caiomhe ein Buch festumklammert. Ihre ganze Körpersprache und Haltung erzeugten eine Aura, die selbst den härtesten Schotten einen Angstschauer über den Rücken getrieben hätte. Zum perfekten Bild fehlte nur noch eine Gewitterwolke, die blitzezuckend direkt über ihr schwebte. Scott kannte seine Schwester zu gut, um zu wissen, dass man sie in dieser Verfassung nicht reizen sollte. Aber wo bliebe dann der Spaß?

      „Na? Gab es dieses Mal kein Happy-End?“, begann Scott schmunzelnd und nickte in Richtung des Buches, als sie in Hörweite war. „Oder hast du dir nur einen deiner perfekten Fingernägel abgebrochen?“
      „Ich bin nicht für deine Scherze aufgelegt, Bruder“, gab sie patzig von sich und stieß mit ihrer Schulter bewusst gegen seinen Oberarm, als sie ihn passierte.
      „Hey hey, nicht so schnell.“ Scott packte sie am Arm und riss seine Schwester unsanft herum, dabei zog er ihr geschickt das Buch aus der Hand.
      Caiomhe stemmte wütend die Arme in die Hüften. „Gib das sofort wieder her!“
      „Gleich“, entgegnete Scott vollkommen gelassen und hielt das Buch so hoch, dass seine Schwester es nicht mehr erreichen konnte. „Ich muss doch erst wissen, was dich so in Aufruhr versetzt hat.“
      „Es hat nichts mit dem Buch zu tun ... Nicht direkt zumindest“, schob sie kleinlaut nach.
      „Nicht direkt?“, hakte Scott nach, hatte aber das Buch längst aufgeschlagen. Irgendwo in der Mitte fand er eine Textpassage, die seine Augenbraue nach oben schnellen ließ. „Damit ich jeden Tag und jede Nacht in deine herrliche Feuchtigkeit eintauchen und mich darin vergraben kann!“, las er vor, wobei er seiner Schwester einen kurzen fragenden Blick zuwarf. Diese hatte ihre Wut gegen Verlegenheit getauscht und biss sich unsicher auf der Lippe herum. „Dieser William scheint ja ganz schön ...“ Scott unterbrach sich selbst, als er weiterlas. Er legte den Kopf leicht schief und beäugte den Text mit einer Mischung aus Erschrecken und Interesse. „Ich wusste gar nicht, dass das geht. Also das die so biegsam sein können ...“
      „Scott es reicht! Gib es mir zurück.“
      „Noch nicht. Erst erzählst du mir, was passiert ist. An einem fehlenden Happy-End scheint es ja nicht zu liegen.“
      Caiomhe seufzte. „Doch genau das ist das Problem. Es sollte so sein, wie in diesen Büchern. Aufregend, leidenschaftlich, romantisch und voller Abenteuer und nicht so ... nicht so plump. Verstehst du das nicht?“
      „Nein?“
      Da ihr Bruder sie nur fragend anstarrte, erzählte Caiomhe ihm von ihrem Treffen mit dem Spanier Alejandro und wie ungehobelt er sich ihr gegenüber verhalten hatte. Dabei entging ihm nicht, dass sie sich zwar über ihn aufregte, aber doch auch irgendwie von ihm fasziniert zu sein schien. Warum hätte sie sonst erwähnen sollen, wie eng sein Hemd an seiner Brust lag, so dass sich jede Muskelfaser abzeichnete. Und als sie seinen stolzen und selbstsicheren Gang beschrieb, hätte Scott schwören können, dass so etwas wie Sehnsucht in ihren Augen lag. Alejandro klang nach einem Mann, von dem Scott sich gerne einmal selbst ein Bild machen würde.
      „Ich weiß, was dein Problem ist, Camy.“ Scott klappte das Buch zu und zeigte ihr das farbenprächtige Cover, das einen muskelbepackten Highlander zeigte, der nicht mehr als einen Kilt trug. „Das Buch heißt ‚Der Highlander, der mich tief berührte‘ und nicht ‚Der Spanier, den ich zufällig im Hafen traf‘. Vergiss ihn einfach. Wenn ich das Turnier gewonnen habe, werde ich dir einen Ehemann aussuchen, der diesem William nahe kommt.“
      „Mach dich nicht lächerlich, Scott. Du wirst das Turnier niemals gewinnen.“
      „Du solltest mir aber besser die Daumen drücken, Schwester, denn der Sieger wird dich ehelichen, ob du das willst oder nicht. Wer sagt denn, dass dieser dann ein leidenschaftlicher Romantiker ist? Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass du die Frau eines axtschwingenden Barbaren mit Kilt wirst, als dass du Liebe erfährst. Aber wenn ich gewinne, haben wir beide was davon.“
      Caiomhe wirkte nachdenklich und warf immer wieder nervöse Blicke auf das Cover des Buches, das ihr Bruder noch immer in der Hand hielt.
      „Also gut“, sagte sie schließlich. „Ich werde versuchen dir zu helfen.“


      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hach ja, Ziegen wiegen ... ein Sinnbild für die Schwester an die auch herumgezogen wird, um sie zu verheiraten. xD Iwie .. ne so halt.
      Ich finde es aber lieb, dass der Bruder versucht, seiner Schwester zu helfen ... also, einen anständigen Mann zu finden ... *hust*

      Es ist und bleibt eine lustige Geschichte, wo man sich auf jeden Teil freut. :D
      MAcht ihr großartig :thumbsup: :thumbsup:
      Sei wie du bist, es sei denn, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!!!
      :jennagorn:
    • Rael schrieb:

      „Ich wusste gar nicht, dass das geht. Also das die so biegsam sein können ...“
      Ach, Scottie, du musst noch viiiel lernen :D

      Ich mag den Kerl jetzt schon! Wer sich lässig an einen Zaun lehnt und Ziegen in Gedanken Röcke anzieht, muss eine coole Sau sein. Go Scottie!


      Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book.
    • Rael schrieb:

      „Du musst sie festhalten!“, hallte die Stimme des rothaarigen Ziegenhirten über den Platz, den Scott unter dem Namen Adair kannte. Ein dünner und eher schlaksig wirkender Mann ende fünfzig. Seine Familie war eine der ältesten im Clan seines Vaters und Adair besaß einen guten Ruf. Selbst die anderen Clanchiefs begegneten ihm stets mit Respekt, was wenig mit seiner nicht vorhandenen Muskelkraft, denn mehr mit seinem Verstand zu tun hatte. Es war zwar lange vor Scotts Zeit gewesen, aber angeblich hatten Adairs Ratschläge dazu geführt, dass sein Vater etliche Schlachten in den Highlands für sich gewinnen konnte.
      Umso lustiger war es dabei zuzusehen, wie dieser Mann nun versuchte, drei Männern zu erklären, wie man eine Ziege wog.
      Wow. BIs hierhin könnte es eine normale Geschichte sein^^

      Rael schrieb:

      „Packt sie bei den Hörnern!“, brüllte Adair und warf im nächsten Augenblick verzweifelnd und kopfschüttelnd die Arme nach oben, als einer der Männer von der Ziege umgestoßen wurde. Mit einem dumpfen Laut, dem ein kleiner Schmerzensschrei folgte, landete er auf dem harten Sandboden. Die Ziege blieb stehen und drehte sich langsam, ja gerade provokativ um, dabei schien es fast, als durchbohre sie die anderen Männer mit ihren dunklen Augen. Der lange Ziegenbart wehte im aufkommenden Wind, während das Tier ein paar Schritte rückwärts ging. Nicht, um Abstand zu gewinnen, wie es zuerst auf Scott schien, nein sie nahm Anlauf, denn in der nächsten Sekunde preschte sie vor.
      Und immer noch... lese ich die richtige Geschichte? *scrollt nach oben*
      Scottie scheint wohl der eher Normale von den dreien zu sein.

      Rael schrieb:

      Diese Ziege war mehr Schotte als die Männer, die versuchten sie einzufangen.
      Genau der Gedanke kam mir auch :D

      Rael schrieb:

      „Ich könnte jetzt die warmen Schenkel meiner Frau genießen,
      Uuuuuuund jetzt weiß ich wieder was ich hier lese.

      Rael schrieb:

      „Du bist der erste und einzige Sohn des McKing Clans, und doch lässt dein Vater ein Turnier ausrichten, bei dem er den Gewinner zu seinem Nachfolger bestimmen will. Wäre es nicht eigentlich naheliegend dich zu wählen? Warum glaubst du, hat er die Highland Games ausgerufen, und dem Sieger die Hand deiner Schwester versprochen?“ Adair erwartete offensichtlich keine Antwort auf seine Frage, denn er fuhr unbeirrt fort. „Dein Vater mag dir gesagt haben, dass du sein Erbe antreten wirst, wenn du in den Spielen gewinnst, aber er selbst, und wir alle wissen, dass das nie passieren wird.“
      Autsch. Das ist hart.
      Aber es riecht nach nem Underdog-Plot.

      Rael schrieb:

      Muskeln und Kraft waren ein Produkt von harter Arbeit und Training, so wie Kuchen eben ein Produkt aus Teig war.
      joa ... ja ... da hat er recht. Schön gesagt. irgendwie...

      Rael schrieb:

      Dabei entging ihm nicht, dass sie sich zwar über ihn aufregte, aber doch auch irgendwie von ihm fasziniert zu sein schien.
      Classic :rolleyes:

      Rael schrieb:

      „Mach dich nicht lächerlich, Scott. Du wirst das Turnier niemals gewinnen.“
      Und sie glaubt auch nicht an ihn xD
      Aber mir gefällt die Entwicklung. Kann mir schon so nen groben Plot ausmalen. Verspricht lustig zu werden.
    • Mir fällt da gerade etwas auf: Scott, the Scottsman ... Diese Namensgebung ist ja fast noch besser als Clan McKing xD

      Rael schrieb:

      Die Ziege blieb stehen und drehte sich langsam, ja gerade provokativ um, dabei schien es fast, als durchbohre sie die anderen Männer mit ihren dunklen Augen.
      Eventuell könnte man hier statt einem Komma lieber einen Punkt setzen. Ist zwar rein kosmetisch diese Änderung, aber es liest sich dadurch irgendwie besser.

      Rael schrieb:

      „Damit ich jeden Tag und jede Nacht in deine herrliche Feuchtigkeit eintauchen und mich darin vergraben kann!“
      Ok, DAS klingt echt widerlich. Ich muss da irgendwie an einen eitrigen Schleimbeutel denken, in den der Kerl hinein krabbelt ... 8|

      Rael schrieb:

      Alejandro klang nach einem Mann, von dem Scott sich gerne einmal selbst ein Bild machen würde.
      Ja, klar. Er geht ihn sich dann mal ... anschauen ... :grinstare: Nicht das Scott am Ende noch seiner Schwester den Zukünftigen vor der Nase wegnagelt ... :whistling:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Hey @Rael, ein schöner Abend Schnitt.
      Ich muss sagen das mir der arme Scott echt leid tut. Das sein Vater ihn nicht als Nachfolger haben will ist wirklich traurig. Ich hoffe sehr das er die Spiele gewinnt. Ich drücke ihm die Daumen und seine Schwester hätte ja auch was davon. Obwohl ich etwas anderes befürchte, wenn es so läuft, wie es in solchen Geschichten lauft. Ich bin gespannt und warte.

      LG Kathamaus