Bilder in Bücher. Schöner Anblick oder Fantasie-Killer?

  • Wahrscheinlich Jeder kennt es, vor allem in älteren Büchern. Zwischen den Kapiteln sind Bilder, die Szenen aus der Geschichte darstelen.

    Bei Roald Dahl sind diese zum Beispiel vom Autor selbst. Aber nicht nur in Kinderbücher ist das der Fall, ich hatte auch mal eine Version von Herr der Ringe in meinen Händen, die zwischen drinn Bilder hatte. Und ich wünschte mir, ich hätte diese Version hier. Die Bilder waren nämlich unfassbar schön.


    Ich weiß noch, wie ich damals nicht ins Kino für Harry Potter wollte, weil ich nicht wollte, dass der Film meine Vorstellungen der Figuren und Orte "überschreibt". Am Ende bin ich doch rein und heute hab ich meist die Schauspieler vor den Augen, wenn ich die Bücher lese. Aber stören tut es mich im endeffekt nicht. Im Gegenteil, vor allem für Ortschaften bin ich froh, wenn ich ein Bild habe, dass mir besser erklärt, wie etwas aussieht, weil meine eigene Fantasie dafür oft nicht so ausreicht. (bzw hab ich immer das Gefühl, dass die fantastischen Orte noch viel fantastischer sein sollten als in meinem Kopf xD)


    Die Frage kam mir, weil ich überlege, meine Geschichte hier im Forum mit Bildern zu untermalen. Ich wusste aber nicht, wie das ankommen würde und da es eh ein sehr interessantes Thema ist (zumindest für mich), dachte ich mir, dass ich einfach mal einen Thread dazu eröffne.


    In meiner Geschichte (um noch ein Beispiel zu nennen), würde ich nicht bei jedem Beitrag ein Bild zeichnen. Sondern jedes Kapitel. Je nach länge, gäbe es also ein Bild alle 3-6 Beiträge. Ich würde sie am Anfang teilen und sie hätten mit dem Kapitel zu tun- natürlich ohne zu viel zu Spoilern. Man könnte sie aber auch am Ende packen- und dann ein wenig "spoilerrischer" sein. Außerdem hatte ich mir überlegt, sie direkt in Spoiler zu stecken, obwohl sie offen schöner wirken würden. Aber dann könnte jeder für sich entscheiden, ob er/sie/es es sehen möchte, oder nicht.


    Wie seht ihr also das ganze? Und natürlich nicht nur auf meine Idee, sondern grundsätzlich zu den "Bildern in Büchern"?

    Wie sieht es heute aus, im Vergleich zu früher? Wie ist es bei euch? Kennt und mögt ihr Bücher, die Bilder drin haben? Oder stellt ihr euch lieber alles selbst vor und empfindet vorgegebenes Bildmaterial daher als störend? Macht es einen großen Unterschied, welchen Stil die Bilder haben?

    Gerne auch über Filmmaterial reden- die sind zwar nicht in den Büchern selbst, aber formen trotzdem durch Bilder die Vorstellung der Figuren und Landschaften.

    Man kann das auch erweitern: Wie sieht es mit Landkarten oder gar Stammbäume in Büchern aus? Nutzt ihr sie? Seht ihr sie als "Bilder" an, oder eher als notwendiger/unnötiger Teil einer Geschichte?

    Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
    Josh: Meine Prophetin!

  • Ich finde illustrierte Bücher großartig! :D

    Kein Wunder, wo ich doch ein Fan von Walter Moers bin. Der illustriert die alle und es fügt der Geschichte wirklich noch etwas hinzu. Ich kenne auch die Ansicht, dass es die eigenen Vorstellungen kaputt machen würden, aber für mich ist ein illustriertes Buch einfach ein anderes Medium als ein nicht-illustriertes. :)


    Ganz toll ist auch "Die Karte meiner Träume" von Reif Larsen. Das ist voller Illustrationen, Diagramme etc. Das passt auch deiner Frage zu Stammbäumen. Im Buch werden die Illustrationen und Diagramme damit legitimiert, dass der Protagonist sie gezeichnet hat. Außerdem steht auch immer dran, aus welchem seiner vielen Notizbücher sie stammen, ganz wie eine wissenschaftliche Quellenangabe. Das ist irgendwie eine andere Art zu lesen, wo man sich den Inhalt ein wenig zusammenpuzzlet. :) Ist echt klasse! Larsen arbeitet in dem Buch auch viel mit Fußnoten.

    Da geht er aber auch schon ziemlich weit und hat sich genau überlegt, was er wie darstellen will. In einem Interview habe ich gelesen, dass er da viel ausprobiert und herumgeändert hat. Grundsätzlich sollte man eben immer damit rechnen, dass jemand deine Illustrationen nicht genau studiert (oder im Fall von Larsens Buch eben auch die Fußnoten nicht liest). Entweder etabliert man ganz früh, dass diese Dinge notwendig sind oder man gestaltet die Geschichte so, dass man sie auch ohne Illustrationen verstehen kann. :hmm: Das ist wohl das wichtigste.


    Da ich das Forum nicht mit Günter Grass in Ruhe lassen kann: Der hat auch viel gezeichnet. Das hat ihm teilweise beim Schreiben geholfen, wenn ihm für etwas die Worte gefehlt haben. Ich denke, dass man beide Hobbys in Symbiose bringen kann.


    Fazit: Ja, male Bilder dazu! :D

  • Ah da bin ich aber froh, dass das jemand anspricht. Ich hatte eine ähnliche Idee. :D

    Denn bei "Der Drachenflüsterer" von Boris Koch habe ich die Illustrationen geliebt!! Und wollte immer ebenfalls Bilder in meine Geschichte packen. Denn mir hat das auch geholfen sich Dinge besser vorzustellen :D


    Auch ein Freund von mir illustriert den Roman seines Onkels und das macht mir persönlich auch mehr Spaß dann die Geschichte zu lesen :D Auch weil ich an Details erinnert werde, die gut und gerne mal in Vergessenheit geraten :P


    Also ich bin auch dafür! :thumbsup: Finde ich gibt es viel zu wenig. :3

  • Das ist ein interessantes Thema.

    Ich finde Abbildungen von Gebäuden, Städten und Landschaften ganz nett. Mich stören allerdings Abbildungen von Personen, da mache ich mir lieber mein eigenes Bild im Kopf. Portraits stören mich hier eher.


    Es ist aber schön, wenn die Abbildungen wirklich Teil des Gesamtkunstwerkes sind.

  • Hi Aztiluth,


    tatsächlich finde ich es etwas schade, dass bebilderten Bücher, allen voran ganzen Comics immer mal der Stempel "Kinderkram" aufgedrückt wird mit der Begründung, dem Leser solcher Werke mangele es an der nötigen Vorstellungskraft, sodass man ihm eine Visualisierung der Inhalte vorkauen muss. Interessanterweise ist das auch eher eine deutsche Besonderheit, in Frankreich z.B. haben bebilderte Geschichten eine ganz anderen Stellewert und eine altermäßig viel breitere Zielgruppe. Aber das führt hier zu weit.


    Ja, ich kann dir nur raten, deine Geschichten mit Bildern zu versehen. Gerade wenn man mit einer Geschichte neu einsteigt, muss man viele Informationen im Hinterkopf sammeln und verliert dabei in der Tat schnell schon mal den Überblick. Bilder sind leichter zu erinnern und sind sehr dienlich für das Erinnerungsmanagement. Man kann Informationen aus der Geschichte kognitiv mit den Bildern verknüpfen, sie so besser sortieren und letztlich schneller darauf zugreifen, wenn neue Inhalte dazu kommen, die einen Bezug zu den bisherigen Informationen nehme. Außerdem hebt eine Variation der Informationsarten im Zuge der Geschichte die Aufmerksamkeit, sodass der Leser eher am Ball bleibt. Nicht zuletzt finde ich persönlich Illustrationen - gerade aus dem Fantasy-Universum - oft sehr schick anzusehen :)


  • Lieber Juu-Ka

    tatsächlich finde ich es etwas schade, dass bebilderten Bücher, allen voran ganzen Comics immer mal der Stempel "Kinderkram" aufgedrückt wird

    Das denke ich nicht. Aber ...


    Wir werden mit Bildern überflutet. Warum reicht nicht das Wort? Grade wenn wir uns Autoren/Schriftsteller nennen wollen. Können wir nicht den Zauber weben, Bilder beim Leser zu erwecken?


    Ein gutes Buch sollte Bilder erzeugen. Bei jedem Leser andere.




    Ein Comic ist eine andere Kunstform.

  • Heyho Aztiluth


    Also...ich hab' nichts gegen Illustrationen in Büchern, finde das eher eine interessante Bereicherung jeder Geschichte, auch wenn das, was ich mir beim Lesen der Beschreibung eines Charakters vielleicht vorgestellt habe nicht dem entspricht, was mir das Bild dann bietet.

    Aber dann war's eben die Vorstellungskraft des Zeichners - und die kann ja nicht meine sein: So what?


    Für mich ein sehr schönes (im Wortsinn) Beispiel ist der Roman "Urshurak" von 1979, geschrieben von Jerry Nichols und illustriert von Greg und Tim Hildebrandt (Die haben auch das Filmposter für "Krieg der Sterne" gezeichnet...)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Hildebrandt


    Bei Urshurak selbst sind zu und in den Kapiteln s/w Zeichnungen eingefügt, dazu kommt im Mittelteil ein Kompendium an colorierten Illustrationen zu verschiedenen Schlüsselszenen.

    Insgesamt eine Aufwertung der Geschichte, weil jedes Bild ja beim Betrachten auch meine persönliche Vorstellung noch ein wenig "justiert" hat, ohne daß ich deswegen mein eigenes Bild dagegen eingetauscht hätte.

    Illustrationen sollten viel öfter Teil von Büchern sein...

  • Cool, wie ihr das alle seht. Bis auf einen waren bis jetzt ja alle dafür :D Das Überascht mich schon. Zwar hatte ich im Chat schonmal die Frage gestellt und ähnliche Antworten erhalten, ich dachte aber, dass im Forum selbst diversere Ansichten vertreten wären.


    So kann der Schein trügen. Ich ging lange fest davon aus, dass die breite Masse eher Sensenbach Meinung vertreten würde. Die auch völlig legitim ist. ;)

    Um den Thread nicht direkt auslaufen zu lassen: Ein paar Beispiele wurden ja schon genannt. Was sind ansonsten noch Bücher, in denen Bilder euch zugesagt haben?

    Mir fällt spontan noch "Der kleine Prinz" ein, dessen Bilderwerk teilweise wohl bekannter ist, als die Geschichte an sich.

    Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
    Josh: Meine Prophetin!

  • Mal so, mal so, kann ich zu dem Thema nur sagen.


    Die Bilder müssen zum Buch passen. Klar, das wäre mein persönlicher Geschmack, aber gerade auf Insta tummeln sich gerade diese Illustrationen die recht comikartig aussehen. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, wer es mag, aber irgendwie ist das auch nicht Marvel/DC artig, sondern mehr so süß, knuffig ... beinahe animemäßig. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Ich bin dazu auch schon zu alt, und ich denke, Chaos Rising würde mir da zustimmen, dass das als Fanart super aussieht. Sowas würde uns auch tierisch freuen, vor allem zu wissen, wie sich wer wen vorstellt, allerdings würden wir solche Bilder nicht als DIE Bilder für unsere Reihe verwenden. Also grob gesagt, ich würde jemanden, der in dieser Art zeichnet, nicht bezahlen, Illustrationen für meine/unsere Bücher anzufertigen. In meinem Kopf sind die wenigsten Figuren animeartig. Es gibt Bücher, da passt das sehr gut, aber irgendwie stelle ich mir bei den meisten Büchern schon Realmenschen vor. Wenn ich dann so gezeichnete Bilder von Protagonisten um die Ohren gehauen bekomme, rutscht bei mir vieles in die Kinderbuchabteilung ab. Ich weiß, ich weiß, das ist nicht alles nur für Kinder, aber wenn ich an die Bilder von Skadi zu ihren RPG-Chars denke, sind die bei weitem besser als die meisten Illustrationen zu Büchern, die ich ZU BÜCHERN auf Insta sehe. Die sehen iwie alle gleich aus, nur mal die Frisur ändert sich. :pardon: Als würden viele nur die Haare und die Augenfarbe ändern, können aber nur eine Art von Person zeichnen. Mal abgesehen davon, dass wir uns richtige Illustrationen vermutlich nicht leisten könnten, finde ich, dass man das machen kann, aber man sollte schon das Gefühl dafür haben, welche Art Zeichnung zum Buch passt. Viele Autoren scheinen einfach nur froh zu sein, wenn irgendwer mal die Figuren malt. Also, ja, auch das ist super, aber als Postenkarten muss ich "Fanart" ja nicht drucken lassen und jedem um die Ohren klatschen.

    Ich wäre einfach mit "So sieht der und der aus!" als Absulutum einfach vorsichtig. So ein "Hey, xy hat mal aus ihrem Kopf YZ gemacht!" irgendwie schöner.

    "Habent sua fata libelli."

    ("Bücher haben ihre Schicksale.")

    - Terentianus Maurus

  • sondern mehr so süß, knuffig ... beinahe animemäßig.

    Wobei ich hier schon einen Unterschied sehe xD

    Aber ich denke cih weiß was du meinst. ^^

    So, zum eigentlichen Thema. Als ich das hier angefangen habe zu lesen hat sich vor meinen Augen prompt ein eigener Artstil für meine Geschichte entwickelt. Und wenn es Bilder in diesem Stil geben würde, würde ich die direkt mit rein nehmen. Bilder können schon sehr atmosphärisch sein :hmm:
    Wobei ich auch hier von Portraits "weitestgehend" zurücktreten würde. Der Stil, der mir vor Augen schwebt wäre aber eh nicht sehr realistisch, von daher vielleicht auch nicht sooo schlimm. Aber bei dem Stil sehe ich auch das Problem.
    Ich sehe meine Geschichte in diesen Farben. Ob jemand anders sie auch so sieht, weiß ich nicht :hmm: Also es könnte schon eine zusätzliche Hürde sein, wenn man Bilder mit einbaut und den Konsument damit in seinen Bann ziehen will. ICH zum Beispiel spiele selten ein Spiel wegen der Grafik, oder schaue einen Anime wegen den geilen Zeichnungen. Habe allerdings schon Spiele oder Animes aus selbigen Gründen schon abgebrochen :hmm:
    Ich weiß nicht ob man das gut vergleichen kann, aber in meinem Kopf macht es Sinn ^^;
    Also ich glaube deshalb, wenn das Gesamtpaket stimmt, und du schaffst es bei Leser X mit beidem Anklang zu finden, dann ist das natürlich ein Bonus. Aber es besteht die Möglichkeit dass es für ihn auch einfach nicht matched. Und das hat ja nicht mal was mit Qualität der Bilder zu tun. Wie Jennagon schon sagte, es hängt ja auch vom Stil ab, da kann es dann noch so gut sein. Wenn einem realistische Bilder zum Beispiel nicht gefallen, dann gefallen sie eben einem nicht ^^;

    Von daher ... per se schlecht denke ich sind Bilder in Büchern nicht. Sie können das Werk bei einzelnen bestimmt nochmal pushen, aber dafür vielleicht andere vergraulen. Die Leute, die es sich NUR wegen der Bilder (oder weil sie den Zusatz so toll finden) holen schätze ich als recht gering ein :hmm:

    Ich denke sowas macht sich (jetzt mal groß gedacht) gerade im Nachhinein gut, wenn das Werk schon akzeptiert wurde, und man noch mal was zurückgeben möchte, oder im Sinne von Verlagen, die dann nochmal eine neue Auflage machen mit neuem Cover oder wat weiß ich.
    Tintenherz habe ich als Buch hier stehen und das ist meine ich auch so ein Fall. In meiner Version sind nämlcih Bilder drin. Das war bei der ersten Ausgabe denke ich nicht so :hmm:

  • Ich bin wie ich selbst mit erstaunen feststellen muss ehr auf Sensenbach s Seite.

    Ich Zeichne zwar auch für mein Leben gern und auch gerne meine Charaktere oder Situationen, die ich mir im Zusammenhang mit meiner Story ausdenke. Allerdings würde ich diese Bilder niemals zum Buch dazu packen. (Egal wie gut sie eventuell sind.)

    Denn Bilder beschränken nur in der eigenen Fantasie. In einem Buch möchte ich keine Vorgabe dafür haben wie dies und jenes auszusehen hat, sondern mir selbst ein Bild machen. Wenn ich etwas vorgegeben haben will schau ich mir einen Film an.

    Das selbe spiegelt auch meinen Zeichenstil wieder. Ich HASSE es meine Zeichnungen mit Farbe zu füllen. XD

    Eine Linie, die deinen Blick längt und dir alleinig die Konturen einer Welt zeigt sind für mich persönlich die besten Zeichnungen. Weil du sie eben wie Bücher ganz unterschiedlich wahrnehmen kannst.

    Die einzigen Zeichnungen, die Bücher für mich aufwerten, sind Karten oder ähnliches. Ales andere an Bildern würde mich entweder stören oder bestenfalls dem Entsprechen, was ich sowieso im Kopf habe.


    Ich will nur grobe "Linien" in einem Buch haben. Alles andere soll in meinem Kopf entstehen. ^^

  • Ich muss zugeben, ich bin auch eher der Keine-Bilder-Fan. Ich möchte mir das Buch gerne selber optisch ausmalen.


    Andererseits würde ich wahnsinnig gerne meine eigenen Geschichten illustrieren.


    Ersteres kann ich steuern, indem ich entsprechende Bücher auswähle. Zweiteres auch, indem ich eventuelle Zeichnungen für mich behalte...


    Wenn ich allerdings ein Buch wärmstens ans Herz gelegt bekomme und es das nur mit Bildern gibt: Ich werd auch daran nicht sterben. Ist die Story gut, darf ein Buch fast alles.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Die Bilder müssen zum Buch passen. Klar, das wäre mein persönlicher Geschmack, aber gerade auf Insta tummeln sich gerade diese Illustrationen die recht comikartig aussehen.

    Das empfinde ich genauso. Mein Stil ist ja schon SEHR Animanga lastig und ich liebe es, genau wie AFG, Bilder zu meinen Geschichten zu zeichnen. Gerne auch bunt, bunter und mit großen Augen 8o Aber in einem Buch- selbst in meinen eigenen Büchern- würde ich den Stil nicht verwenden. So sehr ich Mangas auch liebe, ein Fantasy Buch zu lesen, indem mich auf den Bildern dann riesige Augen und/oder extrem unrealistische Proportionen anspringen, würde mich zu sehr aus der inmersion reißen.

    Wobei nicht Manga gleich Manga ist und es durchaus Meisterwerke gibt, die in das Genre Fallen und die jeden realismus in den Schatten stellen könnten.


    Karten sind für mich sogar ein "Must have" xD Ich liebe es, immer wieder zurückzublätter und nachzuschauen, wo die Figuren gerade sind, wo das Land/Dorf ist, über das gesprochen wird oder mich zu wundern, ob die Figuren jemals die entfernteren Regionen aufsuchen würden. Ein Fantasy Buch ohne Karte wird direkt weniger interessant xD

    Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
    Josh: Meine Prophetin!

  • Hmmmmm,

    mein Verlag damals wollte, das ich zu meinem Buch noch Zeichnungen anfertige, und so ca. alle 30 Seiten eine Zeichnung von mir auftauchte. 10 Zeichnungen Plus Cover und Umschlag dazu. Grausam.

    Ich habe mich da mehr oder weniger durchgequält, und ich glaube auch nicht, das die Bilder (waren eigentlich nicht schlecht) etwas zur "Güte" des Buches beigetragen haben.


    Habe bei meinen Selfies die Cover und Umschläge selbst gestaltet, aber sonst nie wieder Bilder in meine Geschichten eingefügt. Zwei Bildbände liegen noch auf Eis, aber das werden eben Bildergeschichten, wo das Bild dann im Vordergrund steht.


    Was ich mag, sind kleine Kapitel-Zeichnungen. Die finde ich toll und nicht störend.

    Ansonsten habe ich meinen Kopf, der zeichnet, wenn ich gut geschriebenes lese, eh so tolle Bilder, da brauche ich nichts anderes mehr.

    Aber Bilder/Zeichnungen in Büchern stören mich nun auch nicht sonderlich, solange die Geschichte gut ist, und die Grafiken dann auch zum Thema passen.

  • Also, ich habe ehrlich gesagt selbst noch nie Wert auf Bilder in Büchern gelegt. Wenn ich ein Buch lese, geht es um die Geschichte und irgendwelche Bilder interessieren mich da nur sekundär. In vielen Facebook-Autorengruppen habe ich allerdings den Eindruck, dass es viele Leser gibt, die Bilder zum Buch ganz toll finden - allerdings müssen die Bilder dann auch wirklich schön sein. Ich habe da auch schon einige Bilder gesehen, die ich selber ganz toll fand und die mir in einem Buch sicher gefallen hätten. Ich denke jetzt auch nicht, dass ein weniger hübsches Bild mich in einer tollen Geschichte stören würde.

    Deswegen meine ich, wenn du schöne Bilder hast, dann illustriere dein Buch. Ich glaube, die Pluspunkte, die du damit sammelst, sind immer höher als die Minuspunkte von Leuten, die es vielleicht irritiert.

  • Das ist allerdings ein Punkt, den ich für mich auch bisher nicht klären kann:

    Wenn ich etwas vorgegeben haben will schau ich mir einen Film an.

    Erst den Film, dann das Buch? Oder besser anders herum?

    Tricky. Deswegen, weil mir ein Buch viel mehr von den Gedanken eines Protagonisten mitteilen kann als jeder Film.

    Sowas wie "Er dachte über den Sinn des Lebens nach" ist filmisch nicht darstellbar. Dafür kann man dort mit den Mitteln der Einblendung/Rückblendung arbeiten, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

    Ähnlich, wohlgemerkt - nicht gleich.


    Völlig zutreffend finde ich daherdie Argumentationen von Sensenbach & AFG :


    Film zuerst gibt mir leider immer ein Bild des Protas vor, das ich bei der späteren Lektüre vor meinem inneren Auge habe.

    Und das kriege ich kaum noch aus meinem Kopf heraus, auch wenn ich im Text mehr über den Charakter in Erfahrung bringe.

    Schlussfolgernd zum Thema des Threads:


    Illustrationen beeinflussen mich in meiner Vorstellung, sind für mich aber, weil statische Bilder durchaus geeignet, meine persönliche Vorstellugen zu verstärken.

    Daher grundsätzlich für mich begrüssenswert.