Kristallsklaven

  • Hallo ihr,
    ich möchte euch eine meiner Geschichten zeigen.

    Kristallsklaven

    Kapitel 1 Ende und Anfang
    1.1 Kristallschlange Lian[/u]

    Lian stapfte durch die Dunkelheit. Eisiger Wind blies in sein Gesicht und kalte Schneeflocken verfingen sich in seinen Wimpern, sodass er immer wieder blinzeln musste und nur schemenhaft erkennen konnte, wie die wild tanzenden Flocken im Licht der Parklaternen glitzerten. Die Rosensträucher versteckten sich unter einer dicken weißen Decke. Die kleinen Hügel der Büsche wurden von einer ebenen weißen Fläche abgelöst. Uralte Kastanienbäume trotzten mit ihren kahlen Ästen der Kälte. Steinsarkophage, die letzten Zeugen des einstigen Friedhofs, stachen schwarz aus dem Weiß. Ebenso wie die winzige Kapelle. Keine Fußspuren zeugten von Leben auf dem kleinen Spielplatz und ebenso der Skaterbahn. Lian zog seinen Schal etwas weiter über die Nase und schloss auch die letzten Zentimeter des Jackenreißverschlusses. Er folgte dem Weg um eine Kurve, vorbei an weiteren Gräbern und direkt auf einen großen Springbrunnen zu. Nur wenige Meter vor ihm, hinter dem Ausgang des Parkes, war ein Räumfahrzeug dabei, die weiße Pracht in Match zu verwandeln. Durch einen Seiteneingang schlüpfte er in den Bahnhof und ging zu seinem Gleis. Seufzend ließ er seinen Rucksack auf den Boden fallen. Dank der Überdachung lag hier kein Schnee.
    Wenig später fuhr sein Zug auf dem Bahnhof ein, zum Glück war er pünktlich. Ein leises Quietschen begleitete den Bremsvorgang und mit einem Ruck kam der Zug zum Stehen. Zischend öffneten sich die Türen, um die Fahrgäste aufzunehmen. Lian packte die zwischen seinen Beinen stehende Tasche und betrat wie einige andere den Zug, der ihn zur Berufsschule bringen würde, wie schon die ganze vergangene Woche.
    Als Kochlehrling hatte er Blockunterricht, das hieß eine Woche Schule, zwei Wochen im Restaurant. Lian gefiel diese Regelung eigentlich ganz gut. So hatte er eine Woche, in der nur die Schule zählte. Außerdem begann heute Nachmittag sein freies Wochenende.
    Im Inneren des Zuges empfing ihn eine angenehme Wärme. Er stellte seine Tasche auf den Sitz, streifte seine Handschuhe ab, lockerte den Schal und zog die Mütze vom Kopf. Seinen Platz fand Lian am Fenster. Die Türen schlossen sich und der Zug setzte sich in Bewegung. Lian lehnte den Kopf an die Scheibe und ließ sich von sanften Schaukeln und Rattern des Zuges davon tragen. Nach einer Weile döste er ein. An jedem Bahnhof, an dem der Zug hielt, öffnete er kurz die Augen. Auf diese Art hatte er noch nie seinen Bahnhof verpasst.
    Unvermittelt schienen sich die Bewegungen des Zuges zu ändern, dass sanfte Schaukeln verwandelte sich in ein starkes Schwanken. Der junge Mann öffnete die Augen, die wenigen anderen Fahrgäste schienen nichts zu bemerken. Das konnte doch nicht sein? Der Waggon begann, sich vor seinen Augen zu drehen. Niemand im Zug schien Lians Schreie zu hören oder mitzubekommen, was passierte. Ging dieses Problem etwa von ihm aus? Wurde er krank? Die Formen verschwammen, lösten sich auf, die Farben flossen ineinander, mischten sich neu. Alle Geräusche verstummten. Er konnte den Sitz nicht mehr spüren, seine Kleidung schien zu verschwinden. Die wirbelnden Farben wurden dunkler und schließlich wurde alles schwarz …


    … Ganz langsam kämpfte sich Lians Bewusstsein an die Oberfläche. Sein Kopf, seine Schultern und Arme schmerzten. Warme Luft streifte seinen Körper. Warum konnte er das spüren? Er war doch dick angezogen! Wo war seine Kleidung? Warum fror er nicht, es war doch Winter? Er hob den Kopf und öffnete seinen Augen einen winzigen Spalt, hell stach das Licht in seine Augen. Mit Blinzeln versuchte er, den schmerzhaften Stichen zu entgehen. Mit jedem Lidschlag wurde es besser und aus hellen Schemen wurden Wände, Fenster und eine Tür. Seine Füße berührten Holzboden. Metall umschloss seine Handgelenke, scheuerte an seiner Haut und hielt ihn aufrecht. Er begriff, dass sein eigenes Gewicht schmerzhaft an seinen Armen und Schultern zog. Er blickte nach oben und tatsächlich umschlossen Fesseln aus Metall seine Handgelenke und zwangen seine entblößten Arme nach oben. Egal wie sehr er versuchte, sich zu bewegen, seine Muskeln verweigerten den Dienst. Er blickte an sich herab und musste feststellen, dass er noch nicht einmal Unterhosen trug. Tränen rannen über seine Wangen. Wo war er nur hineingeraten? Wer hatte ihn an diesen Ort gebracht?
    Nach unzähligen Versuchen gehorchten seine Muskeln endlich und er schaffte es, sich auf seine Füße zu stellen. Endlich hing er wenigstens nicht mehr an seinen Armen. Schwerer süßer Blumenduft erreichte seine Nase, doch ebenso konnte er einen hauch von verrottenden Pflanzen wahrnehmen. Doch auch andere Gerüche waren dabei, sie erinnerten ihn an exotische Kräuter und Gewürze. Nicht einen Duft dieses wilden Mixes hätte er bestimmen können. Das Fenster vor ihm stand offen und ließ den warmen Wind in den Raum. Lian konnte in dem Raum keine elektrischen Lampen, keine Kabel oder Steckdosen entdecken. An welchem Ort befand er sich?
    Er griff in die Ketten und zerrte daran, laut rasselten die einzelnen Glieder. Wütend knurrte er und schrie schließlich seine Wut hinaus, aber die Fesseln hielten stand. Die Klinke knarrte, als sie sich senkte und sich quietschend die Tür öffnete. Ein fetter älterer Mann betrat, in eine blaue Robe gekleidet, den Raum. Der Kerl sagte etwas, in einer sonderbaren Sprache.
    „Was hast du gesagt? Ich verstehe dich nicht“, entgegnete Lian.
    Kalt stand der Mann da, reagierte nicht, murmelte etwas.
    „Wo bin ich? Was wollt ihr von mir?“, fragte Lian leise. Er sah, wie der Kristall sich in die Länge zu ziehen begann. Der Stein wurde länger und dünner. Wand sich wie eine durchsichtige Schlange mit blauen, violetten, grünen und roten Flecken. Erschrocken riss Lian die Augen auf und wich einige winzige Schritte zurück, soweit es die Ketten zuließen. Er keuchte, als die Kristallschlange sich windend durch die Luft auf ihn zu zuflog.
    So wie der Mann grinste, drehte sich ihm fast der Magen um. Der Kristall bewegte sich unaufhaltsam weiter, schlang sich um Lians Hals. Lian keuchte, riss an seinen Ketten und versuchte, das Ding loszuwerden.
    „Du bist ein Sklave und ich werde dir beibringen, wo dein Platz ist. Deinen Herrn wirst du mit Gebieter ansprechen! Du wirst in ganzen Sätzen antworten und Personen, die höher gestellt sind, Respekt erweisen. Ob und welche Kleidung du trägst, bestimmt dein Gebieter! Was du isst, bestimmt dein Gebieter! Du wirst jeden Befehl ausführen!“, legte der Mann fest, drehte sich um und verließ den Raum.
    Einen Moment starrte er dem Kerl nach. Warum verstand er den Kerl jetzt? Verdammt, ich will meine Klamotten, wollte er rufen. Doch kein Ton verließ seinen Mund. Er trat um sich, bis ihn die Kraft verließ. Keuchend stand er mitten ihm Raum. Was war hier los? Das war doch verrückt. In dem Halsband musste irgendeine Technik verborgen sein! Wie sonst sollte das Ding fliegen können? Erst als sich dieses seltsame Gerät um seinen Hals gelegt hatte, war seine Stimme verschwunden. Ein kleines Wunder der Technik schmiegte sich um seine Kehle, Lian war sich so gar nicht sicher, ob er wissen wollte, was das Ding noch alles konnte.

  • Interessanter Start.


    Kleiner Hinweis: Hier ist zwei kleine Anschluß-Fehler



    Der junge Mann öffnete die Augen, die wenigen anderen Fahrgäste schienen nichts zu bemerken. Das konnte doch nicht sein? Der Waggon begann, sich vor seinen Augen zu drehen. Niemand im Zug schien Lians panische Schreie zu hören oder mitzubekommen, was passierte. Ging dieses Problem etwa von ihm aus? Wurde er krank?

    Wer "panisch schreit" hat nur noch wenig Kapazitäten zur Problem-Analyse. Panik ist ein sehr raumgreifendes Gefühl.
    Außerdem ist der Übergang von "der Wagen "dreht" sich zu "panisch schreien" zu abrupt.



    Er sah, wie der Kristall sich in die Länge zu ziehen begann. Der Stein wurde länger und dünner.

    Welcher "Kristall"? Den Kristall hast Du vorher nicht erwähnt, ist wohl der "Feile" zum Opfer gefallen...


    Sonst: Bin gespannt auf mehr.

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Danke @Cory Thain das du den Anfang gelesen hast. Um die beiden Stellen werde ich mich kümmern. Auch solche Kleinigkeiten sind wichtig. Muss noch überlegen wie ich es mache aber wahrscheinlich werde ich das "panisch" einfach streichen. Beim Kristall hast du recht der ist versehentlich der Feile zu Opfer gefallen. Da muss ich sehen wie ich das wieder reinbringe.


    Ich freue mich das dir der erste Teil gefällt. Ich hoffe zwei getrennte Storylines parallel sind dir nicht zuviel.

  • Ich hoffe zwei getrennte Storylines parallel sind dir nicht zuviel.

    ... in einer Geschichte, meinst Du?


    *ironisch grins* -> :rolleyes:


    Wenn Du mal Zeit hast, einen meiner "Anfänge" zu lesen, wirst Du sehen, dass "zwei" kein Problem sind für mich...

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Vom Schreibstil her liest es sich nicht schlecht finde ich, es hat immer wieder schoene Bilder die einen in die Geschichte ziehen, und ich mag die Art wie auch Gerueche und der warme Wind auf der Haut ihren Platz finden.


    Meine Anmerkung ist wohl fast schon Standard fuer 'Protagonist wird aus unserer in eine andere Welt transportiert' - ich glaube Du machst Dir nicht klar, was das eigentlich fuer ein Schock sein wuerde. Jemand war grade noch im Zug und ist dann ganz wo anders - das erschuettert das grundlegendste Gefuehl fuer verlaesslichkeit und Realitaet - stell Dir mal vor Du schlaefst ein und wachst in Japan auf - ich wette Du waerst voellig von der Rolle und keineswegs kohaerent damit beschaeftigt Deine Umgebung zu analysieren.


    Und dazu kommt jetzt dass der Protagonist auch noch gefangen ist - fuer diese Kombination ist er mir viel zu unberuehrt von der ganzen Sache - ich wuerde da einen schweren Schock erwarten. Da wuerde ich vielleicht einfach noch mehr Raum geben um das Innenleben Deines Protagonisten zu beleuchten - wie wuerdest Du Dich fuehlen wenn Du wirklich in der Situation waerst?


    Ansonsten hatte Cory die Sache mit dem Kristall schon angemerkt.

  • Stimme @'Thorsten' und @Cory Thain zu, was die Übergänge und den Kristall anbetrifft.
    Der Anfang ist gut geschrieben und ich hatte gleich Bilder im Kopf. Was mir noch am Herzen läge, wären mehr Empfindungen. Meine nicht damit das riechen sondern eher seine Gefühle.
    Der Anfang macht gespannt. Ich bleibe gern am Ball und lese weiter mit. :D

    Mehr aus meiner Feder: Gefangen im High Fantasy Bereich.


    Der Tag an dem alles begann findet ihr im Urban Fantasy Bereich auf fleißige Leser. ^^

  • Hallo @Werluchs,
    Ein schöner Start in eine neue Geschichte. Er macht definitiv gespannt auf mehr.
    Es wurde eigentlich auch schon alles erwähnt, von den anderen.
    Ich hatte mich auch gewundert, wo aufeinmal der Kristall her kam. Und ich weiß nicht ob ich es ihre die überlesen habe, aber wo kam das Halsband aufeinmal her?
    Ansonsten fehlen mir auch die Emotionen von Lian.
    Ich werde mit Freude dran bleiben.
    Achja und ich finde den total der Geschichte sehr interessant.


    LG Sora :rolleyes:

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Danke fürs lesen @Sora.

    Er sah, wie der Kristall sich in die Länge zu ziehen begann. Der Stein wurde länger und dünner. Wand sich wie eine durchsichtige Schlange mit blauen, violetten, grünen und roten Flecken. Erschrocken riss Lian die Augen auf und wich einige winzige Schritte zurück, soweit es die Ketten zuließen. Er keuchte, als die Kristallschlange sich windend durch die Luft auf ihn zu zuflog.
    So wie der Mann grinste, drehte sich ihm fast der Magen um. Der Kristall bewegte sich unaufhaltsam weiter, schlang sich um Lians Hals.

    Der Kristall wird zum Halsband. Ich habe die entsprechende Szene noch mal Zitiert.

  • Hi @Werluchs, ^^


    mir hat der Anfang schon ganz gut gefallen :) vor allem erschaffst du wirklich schöne Bilder und allgemein ist dein Schreibstil sehr bildhaft.


    Schwerer süßer Blumenduft erreichte seine Nase, doch ebenso konnte er einen hauch von verrottenden Pflanzen wahrnehmen.

    Als ich den Teil mit dem süßen Blumenduft gelesen habe musste ich sofort an einen junge liebliche Frau denken und dann im nächsten Satz ok dann gibt's noch jemanden böses und verdorbenes der hinter der Gefängnistür steht. Ich weiß nicht, ob ich da jetzt zu viel hereininterpretiere, aber wenn es stimmt, dann finde ich es cool, wie du auch die Gerüche mit einbeziehst, um schon Charakteren zu beschreiben :D


    Die anderen haben eig. schon alles angemerkt, da habe ich nix mehr dazu zu sagen :)


    In meinem Kopf mache ich mir natürlich schon einige Gedanke wies weitergeht und mit so einem Anfang wie mit dem:

    „Du bist ein Sklave und ich werde dir beibringen, wo dein Platz ist. Deinen Herrn wirst du mit Gebieter ansprechen! Du wirst in ganzen Sätzen antworten und Personen, die höher gestellt sind, Respekt erweisen. Ob und welche Kleidung du trägst, bestimmt dein Gebieter! Was du isst, bestimmt dein Gebieter! Du wirst jeden Befehl ausführen!“, legte der Mann fest, drehte sich um und verließ den Raum.

    ist die Spanne wies weiter geht sehr weit :) bin echt gespannt welchen Weg deine Geschichte einschlagen wird.


    LG Remoni


    Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
    Mahatma Gandhi

  • Guten Abend Werluchs :)
    Ich habe mir auch mal erlaubt, in deine Geschichte einzutauchen.
    Grundsätzlich ist dein Schreibstil sehr solide. Du beschreibst schöne Bilder und wechselst gut mit der Handlung ab. Ich persönlich finde es wichtig, dass Umgebungsbeschreibung nachvollziehbar ist und nicht künstlich aufgesetzt wirkt. Das gelingt dir gut.
    Die meisten Kritikpunkte haben meine Vorposter bereits angemerkt. Der mangelnden Emotionalität muss ich anschließen.
    In der Szene, wo Lian bemerkt, dass er gefangen ist; wirkt er erst teilnahmslos. Dann ist er plötzlich wütend und als der Mann etwas in der sonderbaren Sprache von sich gibt, fragt er wieder ganz normal "Was hast du gesagt? Ich verstehe dich nicht?" Mal abgesehen davon, dass Wut nicht das erste Gefühl wäre, das mir in den Sinn gekommen ist; solltest du eine Linie durchziehen, oder Lian einen Dämpfer geben, welcher den Wandel erklärt. Er könnte z.b den Mann anbrüllen. Und durch den Kristall, der sich um seinen Hals schließt, wird Wut zu Angst.
    Jetzt aber noch zu deiner Geschichte :)
    Der Einstieg ist typisch für diese Art Geschichte gewählt und funktioniert einwandfrei. Als Leser ist man gespannt darauf, was als nächstes passiert. Viele Fragen werden aufgeworfen. Wie konnte er plötzlich aus dem Zug verschwinden? Wer ist der "fette"^^ Mann? Was hat es mit dem Kristall und dem Sklaventum auf sich? Als das animiert zum weiterlesen und ist gut gelungen.
    Im einem der obigen Kommentare habe ich was von zwei Handlungssträngen gelesen. Das macht die Geschichte insgesamt interessanter. Aber auch schwerer für den Autor. Man darf also gespannt sein.
    Beste Grüße
    Manu

  • Erstmal ist deine Geschichte echt schön und auch strukturiert man merkt du hast dir die Orte gut vorgestellt. Was es für den Leser einfacher macht dir zu folgen. Zwei kleine Subjektive Anmerkungen wenn du erlaubst.

    Erschrocken riss Lian die Augen auf und wich einige winzige Schritte zurück, soweit es die Ketten zuließen.

    Ich persönlich finde es im Lesefluß stockend wenn da so ein "Halbwurmfortsatz" hinten ran geschoben wird um den Handlungsspielraum einzuschränken. Ich finde es immer schöner wenn erst die Rahmenbedingungen in diesem Fall die Ketten kommen und dann sein Spielraum. "Soweit es die Ketten zuließen, wich Lian mit erschrockenen Augen einige winzige Schritte zurück. "


    Seufzend ließ er seinen Rucksack auf den Boden fallen. Dank der Überdachung lag hier kein Schnee.

    Ich fahre beruflich viel Bahn und Sbahn etc. Und niemand im Winter macht sich an einem so kalten Tag, wie er so schön von dir beschrieben wurde, die Mühe den Rucksack für wenige Sekunden abzulegen, schon gar nicht in eine Halle dessen Boden von den Besuchern komplett nass, dreckig und eventuell salzig vom Streusalz ist.


    Das sind nur Kleinigkeiten die mich beim Lesen halt so ein wenig aufhören lassen :)


    Wann geht es weiter ?

  • Es freut mich echt das euch der Anfang gefallen hat. Eure Anmerkungen nehme ich mir zu Herzen. Wann es weiter geht kann ich euch leider nicht sagen, der nächste Teil des Kapitels gefällt mir noch nicht so recht. Naja vielleicht sollte ich es einfach einstellen, vielleicht schupst ihr mich in die richtige Richtung.

    Danke Diu für die Hinweise zur Formulierung, es ist erstaunlich wie so eine kleine Umstellung einen Satz beeinflussen kann.

  • Die meisten eurer Anmerkungen sammle ich erst mal, das bedeutet nicht das ich sie ignoriere. Ich will nur erst mal diese Fassung beenden.

    Das bringt mich zum nächsten teil meiner Geschichte. Irgendwie bringe ich diesen Teil in keine vernünftige Form. Deshalb präsentiere ich euch hier ausnahmsweise eine Rohfassung.



    1.2 Schmerzen - Noah

    Sein Kopf, der linke Arm, das linke Bein, seine Hüfte und die Rippen bestanden nur aus Schmerzen. Mit geschlossenen Augen versuchte er, einfach nur zu atmen. Der Untergrund fühlte sich fest und bequem an. Über ihm befand sich etwas Leichtes und wärmte ihn. Sein Verstand arbeitete noch träge, verweigerte die Mitarbeit. Er versuchte dahinter zu kommen, was passiert war? Gestern Morgen stritt er sich mit seinen Eltern. Ihm waren seine vielen Fehler vorgeworfen worden. Gerade nach Meinung seines Vaters beging er anscheinend nur Fehler. Wütend war er aus dem Haus gestürmt und stundenlang durch die Gegend gelaufen. Er erinnerte sich noch an Typen mit einer schäbigen Kutsche, anschließend war alles weg. Wie konnte das sein, eben noch in einer Gasse und jetzt mit höllischen Schmerzen in einem Bett? Vor allem wo stand dieses Bett?

    Langsam öffnete er die Augen. Schwacher Lichtschein vertrieb die absolute Finsternis, erzeugte genug Helligkeit, um alles in dunkelblaue Dämmerung zu versetzen. Stunden schienen ihm zu fehlen. Jemand half ihm und er bekam es nicht mit. Die Einrichtung des Raumes verschwamm vor seinen Augen. Blinzelnd drehte er den Kopf und entdeckte einen faustgroßen Kristall, der ein gemächlich pulsierendes blaues Licht ausstrahlte. Noch während er den leuchtenden Stein betrachtete, fielen ihm die Augen zu.

  • Hallo Werluchs . Schön das es weitergeht in deiner Geschichte.:D


    Ich nehme mal an, dass ist die zweite Storyline? Zum einen würde ich nicht mit einer Aufzählung beginnen, dass hört sich sehr trocken an und macht es schwer für den Leser in den Text rein zu kommen. Setze am Besten einen anderen Satz der seine Verwirrung schildert davor. Zum Beispiel :


    Was war passiert? Noah viel es schwer zu atmen alles tat ihm weh.

    Sein Kopf, der linke Arm, das linke Bein, seine Hüfte und die Rippen bestanden nur aus Schmerzen

    Zum Anderen sprichst du an das er Gestern Morgen mit seinen Eltern gestritten hat. Dabei weiß er doch gar nicht ob soviel Zeit vergangen ist um das zu beurteilen. Mein Tipp lass die Zeitangabe einfach weg.


    Zum Beispiel : Er konnte sich noch daran erinnern das er sich mit seinen Eltern gestritten hatte.

    Oder so ähnlich.

    Wie konnte das sein, eben noch in einer Gasse und jetzt mit höllischen Schmerzen in einem Bett? Vor allem wo stand dieses Bett?

    Bett kannst du durch Liege oder einfach es ersetzen.:)


    Sind nur ein paar Hilfestellungen, ansonsten finde ich den Anfang spannend! Und er gibt den Lesern einige Fragen auf. Weiter so:D

    Mehr aus meiner Feder: Gefangen im High Fantasy Bereich.


    Der Tag an dem alles begann findet ihr im Urban Fantasy Bereich auf fleißige Leser. ^^

  • @ Werluchs

    zum ersten muss ich mich den vorigen Post anschließen. Sehr schön von der Geschichte her und auch ich bin neugierig auf das was da noch kommt.


    Zum Thema Emotionen beschreiben. Was mir hilft ist, das ich mich in alte Situationen erinnere, wo ich vielleicht Angst hatte oder in dem ich wüttent war. Dann schließe ich die Augen und versuche es mir einfach vorzustellen.


    Ich hänge da in den Ketten und saß doch einen Moment vorher im Zug. ?(


    Lian spürt das blanke Metall an seine Hangelenken, die sich schmerzhaft einschitten. Noch benommen begriff er aber das er gefesselt sein musste. Nur allmählich begann sein Verstand an wieder an zu arbeiten und er begriff das er nicht mehr im Zug saß. Diese Erkenntniss riss ihn aus der Benommenheit. Sein Atem das ihn durch diese Haltung schwer fiel wurde nun noch flacher und hecktischer, als er sich umsah und versuchte heraus zu finden, wo er sich nun befand. ...


    Das soll jetzt nur ein Beispiel sein, wie man etwas Emotionen mit einbringen könnte und die ratschläge der anderen etwas mit berücksichtigt.


    Auch so ähnlich würde ich bei Noah vorgehen. Stell dir die Situation vor. Wäre dir wirklich klar das du in einem Bett liegst? Oder fühlt es sich wie eine weiche Unterlage an. Das die Kutsche und die Schmerzen zusammen hängen könnten, macht die Sache schon wieder spannend, an diesen Dingen solltest du auf jedenfall fest halten, die gelingen dir Echt gut.


    Freu mich auf mehr.

    Fantasy ist ein Werkzeug der Magie,
    wer sie beherrscht,
    besitzt die Kunst
    andere zu verzaubern.
    c Antke 2013

  • Hallo Werluchs ,

    Schön das es hier weiter geht. Da ich gerade ein bisschen Zeit hatte, habe ich mir mal den nächsten Teil durchgelesen. Mir geht es wie den anderen sprechen vor mir. Ich würde auch nicht mit einer Aufzählung beginnen, sondern nur erwähnen das der ganze Körper oder halt fast der ganze Körper weh tat und vielleicht noch das jede Bewegung die er versuchte zu machen, steif war.

    Ansonsten finde ich das die Verwirrung noch ein bisschen mehr hervorgehoben werden könnte.

    Es geht auf jedenfall interessant weiter und viele Fragen werden gestellt, die hoffentlich irgendwann eine Antwort bekommen. Weiter so.


    LG Sora :rolleyes:

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"