Was bedeutet es für euch, Autor zu sein?

  • Das ist eine Frage, die sich jeder vielleicht schon mal auf die eine oder andere Weise gestellt hat und so einfach die Frage auch daherkommt, so schwierig lässt sich die Antwort in Worte fassen. Irgendwie wurmt es mich, dass ich darauf nie eine kurze, knackige Antwort geben kann, weil sie dem Sinn und dem Zweck einfach nicht gerecht wird.


    Wie ist das bei euch?
    Fällt es euch leichter, diese Frage umfassend zu beantworten?
    Was ist euer Antrieb, euch hinzusetzen und zu schreiben?
    Was ist eure Mission?
    Was bedeutet es für euch, Autor zu sein?


    Weil mir die absolute Punktlandung, um diese Frage zu beantworten, einfach nicht gelingt, habe ich mal versucht, das in einem Text zu verarbeiten und auszudrücken.


    Und natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr euch diesem Thema in ähnlicher oder vielleicht auch vollkommen anderer Weise anschließen würdet. ^^


  • Was ist euer Antrieb, euch hinzusetzen und zu schreiben?
    Was ist eure Mission?
    Was bedeutet es für euch, Autor zu sein?

    Es ist recht einfach:


    Mein Antrieb: Ich will die Geschichte aus meinem Kopf haben, damit Platz für neue ist.
    Meine Mission: Ich hab keine: Story auf Papier/PC? Mission completed.
    und das letzte: Ich bin kein Autor! Ich bin bunt. Und manchmal müssen die Worte raus. Aber ich bin defintiv kein Autor (beleidigt gugg X( )



    Hilft Dir das weiter? :pardon:

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Ich werde niemals in meinem Leben in der Atmosphaere eines Gasriesen stehen, die brutale Schwerkraft von 2g spueren die mich nach unten zieht, den Geruch von Ammoniak in der Nase haben, mich daran erinnern wie ich aus dem Orbit dort hingekommen bin, wie sich der Himmel ueber mir von schwarz zu blau zu beige veraendert hat,...


    Ich werde niemals im Leben sehnsuchtsvoll auf den Stein von Cataerlach starren von dem man sagt, dass wer zu seinen Fuessen uebernachtet entweder wahnsinnig oder ein Barde wird und begreifen, dass mich die Maechte der Berge dort nicht hinlassen werden.


    Ich kann hunderte von Fakten recherchieren, berechnen, mir klar machen, mir ausdenken - aber der einzige Weg fuer mich wirklich an diesen Orten da zu sein ist es aufzuschreiben und es so alles zusammen zu bringen. Auf diese Art und Weise faengt es alles an zu Leben. Ich schreibe, um an die Orte zu kommen ueber die ich schreibe, um die Dinge zu erleben von denen ich traeume.


    (Seit ich Filme mache, passiert da noch was interessanteres mit mir - die Erinnerung an den Film vermischt sich mit der Erinnerung an den Dreh, und ich erinnere mich z.B. nur abstrakt daran, mit Katharina eine Nachtlagerszene gedreht zu haben, aber wirklich konkret erinnere ich mich daran, Rordan gewesen zu sein der da mit Cliodhna uebernachtet hat... was jetzt auch spannend ist).

  • Hey @Ralath,


    eine schöne kleine Kurzgeschichte, die sehr gut zu deiner Beschreibung passt, warum du gerne ein Autor bist :)
    Grundsätzlich habe ich immer ein Problem damit, mich selber als "Autorin" zu bezeichnen, ganz einfach, weil mir das zu professionell klingt. "Hobbyautorin"-ja, das ginge vielleicht. ^^


    Um trotzdem auf deine Frage zu antworten, warum ich gerne schreibe oder was ich überhaupt damit bezwecken will, kommt hier mein Erklärungsversuch:



    Tja, das ist meine Erklärung... hat nicht ganz in einen Satz gepasst ^^


    LG,
    Rainbow

  • Hey @Ralath
    Das ist wirklich eine schöne Geschichte.


    Also ich würde mich selber nicht als Autorin direkt bezeichnen. Autoren sind für mich Menschen, die wirklich quasi nichts anderes tun, die es beruflich machen und damit ihr Geld versuchen zu verdienen.


    Ich schreibe gerne, weil ich Ideen in meinem Kopf habe, die raus wollen. Es ist mein Versuch der Welt zu zeigen, wer ich bin. Da ich selber sehr schüchtern bin und in der Öffentlichkeit nicht auffallen sondern eher durchsichtig bin, kann ich in meinen Geschichten meiner Fantasie freuen lauf lassen, kann zeigen was ich kann und was in mir steckt. So teile ich mich mit, auf eine andere Art wie es Menschen machen, die ein großes Selbstbewusstsein haben.
    Es ist mein Versuch der Welt ein Stück von meiner Kreativität zu geben. Und ich will die Menschen begeistern, so wie mich viele Bücher und Geschichten begeistert haben.


    LG kathamaus

  • Als Autor würde ich mich gar nicht bezeichnen. Immerhin kann ich bisher weder vom Geschichtenschreiben leben, noch verdien ich überhaupt Geld damit :whistling:
    Ich würds jetzt eher mein Hobby nennen, was auch gleich der Hauptgrund ist, warum ich schreibe: Es macht mir einfach Spaß.
    Egal ob es furchtbar blumige Landschaften sind, pöbelhafte Schlägereien oder idiotische Kurzgeschichten. Ich hab Freude daran mit Worten und Formulierungen zu spielen, damit der Leser beim lesen bunte Bildchen in seinen Kopf verpflanzt bekommt. ^^
    Die "Mission", die ich dabei vor Augen hab, ist, die Geschichte so zu schildern, dass andere beim Lesen etwas vergleichbares fühlen. Die Leute sollen es einfach gerne lesen.
    Was es für mich dagegen bedeuten würde ein Autor zu sein, wäre vor allem eines: Nämlich meinen Lebensunterhalt damit verdienen zu können. Wenn ich das hinbekäme, wäre ich wohl sehr, sehr fröhlich und wenn net, dann halt net. Wichtig ist, dass einem nicht nur die Reaktion der Leute Freude bereitet, sondern dass einem schon allein das Schreiben selbst den Spaß bringt, den es braucht, um es weiterhin zu machen.

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Um mal was richtigzustellen: Jeder, der einen Text verfasst, ist dessen Autor. Egal, ob er sich so nennt oder das sogar als Beleidigung auffasst. Hier vermischen sich im täglichen Sprachgebrauch Wortinhalte: Das, was die meisten hier sich nicht trauen zu sein, ist Schriftsteller. (Wobei auch hier immer mal diskutiert wird, ob man von dieser Arbeiten leben können muss, um sich Schriftsteller nennen zu dürfen, ob ein gewisses Qualitätsniveau der Texte erreicht werden muss, ja gar, ob man ein Werk vollendet haben muss oder es reicht, am Erstling noch zu arbeiten.)

    Jedweder Kommentar, den ich zu einem Text abgebe, ist kein Eingriff in die Gestaltungsfreiheit des Autors. Ich bin weder willens noch in der Lage, dem Autor irgendwas vorzuschreiben.

    Einmal editiert, zuletzt von jon ()

  • ;( Du meinst, ich bin doch 'n Autor? Ich schreib doch nur, damit mir die Worte nicht das Denken verstopfen... is eh nich weit her damit. ;(

    Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
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    Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

  • Wie ist das bei euch?
    Fällt es euch leichter, diese Frage umfassend zu beantworten?
    Was ist euer Antrieb, euch hinzusetzen und zu schreiben?
    Was ist eure Mission?
    Was bedeutet es für euch, Autor zu sein?

    Ist eigentlich mal ganz interessant über diese Fragen konkret nachzudenken :)
    Da ich weder regelmäßig noch ganze Bücher schreibe, habe ich mir darüber eigentlich nie Gedanken gemacht.
    Ich denke mein Antrieb ist einfach aufzuschreiben, was mir in den Sinn kommt. Ich zehre dabei oft von meinen Empfindungen und Launen. Es ist quasi ein "Aufräumen der Seele".
    Ein Mission habe ich also nicht. Ich schreibe einfach für mich und freue mich, wenn es jemandem gefällt.
    Es macht mir Spaß mit Worten zu spielen, an Formulierungen zu feilen und eindrückliche Szenen zu erschaffen.
    Für mich ist es einfach eines meiner liebsten Hobbies. Es bedeutet für mich Gedanken sortieren, abschalten, jemand anderes sein. Kurz: Pause vom Leben. :)


    Ich betrachte das Ganze also eher von der emotionalen als von der analytischen Seite aus.

    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald

  • Was ist euer Antrieb, euch hinzusetzen und zu schreiben?
    Was ist eure Mission?
    Was bedeutet es für euch, Autor zu sein?

    Ich hab den Thread grade gefunden und ich schließe mich den Anderen an, es ist wirklich interessant, mal darüber nachzudenken!


    Ja, was ist mein Antrieb, mich stundenlang vor den Computer zu setzen und Nackenstarre zu kriegen, während sich n Worddokument füllt? Ich denke, bei mir ist das einfach der Gedanke, dass es ja irgendwann mal sein könnte, dass Leute das im Regal stehen haben und sagen "das ist ein gutes Buch". Bzw. einfach der Stolz in dem Moment, wo ich schreibe, dass mein Text vielleicht gut geworden ist. Und wenn man das dann im Forum postet und kriegt einigermaßen gute Rückmeldung, dann ist man natürlich begeistert und setzt sich gerne wieder an die Geschichte ran und schreibt weiter. Aber eigentlich schreibe ich einfach nur, weil´s mir Spaß macht. Und wenn mal was draus wird, ist es natürlich schön.


    So richtig ne Mission hab ich nicht, es wär einfach mein Traum, n Buch zu schreiben und auch tatsächlich fertig zu kriegen.


    Ja, was bedeutet es, Autor zu sein? Ich glaube, im Grunde ist es einfach. Man schaltet ab und begibt sich in eine Fantasiewelt, in der man sein kann, wer man will, ohne kritisiert zu werden. Und dann schreibt man seine Gedanken auf, erzählt seine Geschichte.
    Ich glaube aber auch, dass man als Autor der Einzige ist, der das Buch/ die Geschichte hundertprozentig versteht, wenn man eine emotionale Komponente einfließen hat lassen. Schließlich steckt man als Einziger voll drin. Man schreibt einfach nur für sich. Und wenn man mit sich und seiner Geschichte, seiner Welt, zufrieden ist, ist man Autor. Ob das nun verlegt wird oder nicht. Man hat es geschafft, was zu Papier zu bringen und es ließt sich gut.

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • Hm, eine Mission habe ich nicht wirklich, außer vielleicht, endlich mal diese verdammte Geschichte fertigzustellen. Warum, das ist eine wirklich gute Frage :D


    Nein, meistens schreibe ich, weil die Geschichten in meinem Kopf raus wollen, weil sich da Welten entwickelt habe, in denen ich gerne Zeit verbringe und es mir zu langweilig ist, nur auf der Couch zu liegen und vor mich hin zu träumen. Es ist so viel besser, wenn da eine Geschichte bei rauskommt.
    Der andere Grund, warum ich schreibe ist eine Art Selbsttherapie. Ich verarbeite meine Probleme in Geschichten, sie sind ein Ventil, das ich manchmal einfach brauche, weil mir sonst der Kopf platzt.


    Natürlich finde ichs auch schön, wenn anderen mein Geschreibsel gefällt, deswegen stelle ich es ja zur Verfügung, aber das wird nie der Hauptgrund dafür sein, dass ich schreibe. Im Grunde ist es mir schnuppe, ob Leute lesen, was ich verzapft habe, weil ich das für mich tue und für niemanden sonst. Deswegen würde ich mich auch nicht unbedingt als Autor bezeichnen. Ich werde nie wirklich etwas veröffentlichen - vermutlich jedenfalls.
    Jetzt stellt sich wahrscheinlich die Frage, warum ich trotzdem hier bin. Auch, wenn ich hauptsächlich für mich schreibe, will ich immer noch gut sein, in dem was ich tue. Und ab einem gewissen Punkt lernt man nur, wenn man sich mit anderen darüber austauscht ;)
    Außerdem ist es schön, wenn sich auch andere in meinen erdachten Welten wohlfühlen ^^